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Thetis. Anderwelt. Fantastischer Roman
 
 
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Thetis. Anderwelt. Fantastischer Roman [Gebundene Ausgabe]

Alban N. Herbst , Alexander von Ribbentrop
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 894 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498029436
  • ISBN-13: 978-3498029432
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.169.831 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Albert Nikolai Herbst
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Europa ist nur durch eine Schutzmauer vor den reißenden Fluten des Thetismeers geschützt, das nach der Klimakatastrophe längst fast alle anderen Landmassen überflutet hat. Vor der Strahlung schützt ein energetisches Kraftfeld, eine Kuppel aus Hodna, die auch die Verwendung von Simulakren ermöglicht. Doch diese energetisch erzeugten, humanoiden Wesen sind mit ihrem Dasein als Arbeitssklaven nicht zufrieden und hoffen auf eine ihnen angemessene Art des Daseins.

Die Armut der Flüchtlinge im Osten und der Reichtum im Westen führt zu neuen Ausbeutungen und Krankheiten in den Slums. Kulte und Religionen, Amazonenstämme bildeten sich und bieten den Armen eine Zufluchtstätte in der unwirklichen Realität dieser Zukunftsvision.

Aber Thetis. Anderswelt ist kein einfach zu lesender Science-fiction-Roman, sondern eine literarische Melange von SF-Versatzstücken mit phantastischen Elementen, Märchen und Parabeln. Und so findet man als Leser keine lineare Handlung vor, sondern wird mit fließenden Übergängen zwischen den Ebenen des Romans konfrontiert, die den virtuellen Übergang der Hauptperson Hans Deters so auch erzähltechnisch widerspiegeln. Alban Nikolai Herbst verändert dafür als Autor auch die Sprache und paßt sie den Bedürfnissen des Romans an.

In seiner Verwendung von SF-Elementen erinnert der Roman an die Romane und Kurzgeschichten von Ady Henry Kiss (Manhattan II, Baker's Barn und Atlantic City, oder Norman Ohlers Die Quotenmaschine.

Thetis. Anderswelt wurde im September 1999 mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet. --Florian Breitsameter

Konr@d (1/99)

Thetis. Anderswelt

treibt Hans-Erich Dieters um. Da flaniert er durch die Stadt, und ihm scheint, als riefen die Hauswände: "Das hier könnte auch Paris sein! Oder Los Angeles! Oder Buenos Aires!" Noch glaubt Dieters, daß sein Kopf spinnt, da reißt ihn eine Unbekannte aus der Realität in die Anderswelt: "Komm ins Cafe Samhain und warte auf mich." Dieters rennt gleich hin, die Schöne aber läßt sich Zeit. So sitzt er also. Denkt weiter nach über die Geschichte einer computerisierten Anderswelt-Stadt. Und merkt nicht, wie sich das Kaffeehaus langsam mit den Gestalten seiner Phantasie füllt. Eine feine Idee von Autor Herbst; sprachlich allerdings ist sein Wälzer gewöhnungsbedürftig.

©Konr@ad


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
...dieses buch fordert etwas - es fordert dies aber auf eine ziemlich klare art und weise, es will erarbeitet werden, dass ist etwas, was bis jetzt noch kein text auf diese art und weise von mir verlangt hat. ich habe die angewohnheit, von einem buch grundsätzlich immer zuerst die erste und die letzte seite zu lesen - bei diesem buch erzeugte dieses vorgehen ein ziemlich ambivalentes und zugleich ahnendes gefühl. zwischen der ersten und der letzten seite ergab sich für mich nicht nur sofort ein kontext, der sich sofort spannte - glasklar war mir die erkenntis und auch das gefühl, dass alles, was auf diesen vielen seiten geschrieben stand, zwischen dem ersten und dem letzten satz dieses buches gesagt war. gerade dieses gefühl ist immer ein mir sehr eigenes, es stellt sich nur sehr selten wirklich gleich nach dem lesen der ersten und letzten seite ein. ich hielt dieses buch in der hand und wusste sofort, dass ich alles, was sich zwischen der ersten und letzten seite verbarg, lesen wollte.

es war schwer für mich - an manchen passagen biss ich mir die zähne aus, ich versuchte so oft, den anfang einer passage zu lokalisieren, bis ich begriff, dass dieses buch nur einen einzigen anfang hat, nämlich den auf der ersten seite. und noch etwas ist klar, wenn man den letzten satz nach lesen des buches gelesen hat, weiß man, dass es nicht zu ende ist.

nun das dritte mal dieses buch lesend, fange ich jetzt endlich an, ohne zeitschleifen erfassen wollend lesend mich in dieser unendlichkeit treiben zu lassen und im inhalt zu versinken... ohne grund zu versinken. ja, es gibt keinen grund* für dieses buch... keinen mit dem normalen verstand fassbaren, man will auf die herkömmliche art und weise greifen und begreifen, hier ist aber nichts zu (be)greifen. hier existiert keine hoffnung und auch nicht die sicherheit einer matrix - denn hier findet existentielles leben statt. zwar ein fiktives, aber ein wahres... was innen außen geschrieben steht, wird wahr, denn eigentlich lebt der mensch verkehrt herum.

*norminative bücher haben immer einen erklären wollenden hintergrund als grund, der als verständliche für die allgemeinheit gültig erklärte grundlage eben für dieses buch gelten soll. dies ist aber kein normales buch!. wahrheiten, die man finden will, bauen letztendlich immer auf dem einem eigenen grund auf, hier gibt es aber keinen grund und boden für die eigene wahrheit. eine geschaffene nicht norminative anderswelt im eigenen norminativ determiniert geschaffenen universum. die kollisionen sind galaktisch. Alban Nikolai Herbst kann erwarten, dass jeder leser sich seinen eigenen inhalt selbst erarbeitet... ein buch, welches 4 1 /2 Jahre brauchte, um eine anderswelt zu werden, ist eben nicht in einem halben jahr in der eigenen wirklichkeit erarbeitet. dieses buch erfordert eine eigene gut entwickelte denkfähigkeit jenseits des determinierten vorstellungsvermögens - aber gerade die verlieren wir immer mehr.

es hat stellen in diesem buch gegeben, da saß ich einfach nur mit diesem buch in meinem sessel, die füße wurden kalt, der rücken frierte... die wirbelsäule schlief über dem steißbein ein. ich bewegte mich nicht mehr, und hielt einfach nur dieses buch in der hand.
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