Und so wird aus Langeweile mal wieder Kunst.
Das Quintetts Mumm-Ra setzt sich zusammen aus Schulfreunden, die in
ihrem Dorf Bexhill-on-Sea nichts besseres zu tun hatten als Musik
zu machen. In Bexhill leben durchschnittlich mehr Senioren als
anderswo in Großbritannien und da kann man sich vorstellen, wie
viel Spaß Jugendliche dort haben.
Ein Glück für uns, denn sonst hätten wir diese 11 Popperlen, die
es locker mit Bands wie den Stars oder Arcade Fire aufnehmen
können, wohl nie zu hören bekommen.
Das Debütalbum der Jungs ist mal wütend und laut (Song B), mal
melancholisch und düster (Down Down Down), mal einfach nur
fröhlich (These Things Move In The Threes).
Also vorallem abwechslungsreich.
Bisher tourten Sie mit Kollegen wie den Kooks, The View, den
Killers und den Kaiser Chiefs und nach der Veröffentlichung ihres
Albums wird es sicher nicht lange dauern bis Sie selbst als
Headliner die Hallen füllen.
Ehrgeizig und eingebildete genug sind die kleinen 21-Jährigen
jedenfalls: Alles, was sie vom Leben wollen, ist anders zu sein als
jede andere Gruppe auf diesem Planeten. Das Konzept, das
gewöhnliche Sterbliche als "Musik" kennen, auszudehnen und zu
verzerren und Melodien zu schreiben, die den übernatürlichen Zauber
der Maid mit der Harfe in Coleridges Gedicht 'Kublai Khan' wie The
Horrors mit Cholera klingen lassen. Oh, und natürlich wie die
Wilden abzurocken. Wie dem auch sei, These things move in threes
gehört sicherlich zu einem der Besten Debüts 2007.