An diesem Bon Jovi Album (von 1995), kritisieren viele den hohen Anteil an ruhigen Songs. Das muss aber nicht heißen, dass diese Songs schlecht sind. Das ganze Album ist hervorragend produziert und auch hervorragend musikalisch umgesetzt. Es ist sogar mein persönliches Lieblingsalbum von Bon Jovi, da fast alle Songs nahezu perfekt komponiert wurden.
Lediglich gegen Ende wird es etwas schwächer. Songs wie "Something To Believe In" und "Diamond Ring" sind kein Vergleich zu den Highlights "These Days" und "My Guitar Lies Bleeding In My Arms", die auf jeden Fall zu den besten Bon Jovi-Songs überhaupt gehören. Aber auch Songs wie "Something For The Pain", "Lie To Me" und "Hearts Breaking Easy" (erinnert als Aerosmiths "Crazy") überzeugen. Der Überraschungs-Song ist "Damned", der unerwartet funky daher kommt.
Der einzige Wehrmutstropfen dieser Remaster-Version ist das Fehlen eines Songs, der urspünglich auf diesem Album war, nämlich Track 13 "All I Want Is Everything" (erst danach folgte als Track 14 "Bitter Wine"). Mir ist es unerklärlich, wieso diese Rock-Kracher einem Video-Clip zu "These Days" weichen musste. Nicht, dass das Video schlecht wäre, aber warum streicht man wegen so einem Gimmick einen Song, der das Album - vor allem wegen den ziemlich ruhigen Songs am Ende - nochmal richtig in Fahrt gebracht hätte? Wegen diesem Ärgernis zieh ich nämlich einen Stern ab! Ansonsten hätte das Album 5 bekommen.