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Therese: Chronik eines Frauenlebens Roman Taschenbuch – 1. Juni 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423137037
  • ISBN-13: 978-3423137034
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,1 x 19,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 870.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mit ›Therese‹ ist Arthur Schnitzler kurz vor seinem Tod noch einmal ein großartiger Roman gelungen.«
booksection.de 22.07.2008

»›Therese‹ ist einer der besten Erzähltexte Schnitzlers – spannend, bewegend, immer aktuell.«
Münchner Merkur 28.05.2008

Klappentext

»Arthur Schnitzler war ein empfindsamer Zeichner der menschlichen Seele und ein genauer Maler seiner Zeit.«
Heinz Ludwig Arnold -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 19. Februar 2004
Format: Taschenbuch
Arthur Schnitzlers "Therese" ist eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich bis heute gelesen habe. Ein beeindruckender, jedoch immer sanfter, schnörkelloser, wunderschöner Erzählfluss, gepaart mit einem Gesellschaftspanorama des ausklingenden (österreichischen) 19. Jahrhunderts, und der sehr charmanten, zugleich dekadenten Atmosphäre Wiens. 1880, mit der 16jährigen Therese Fabiani beginnt, was 30 Jahre und 106 Erzählabschnitte später tragisch, fast melodramatisch endet. Zwar kommt Therese aus gutbürgerlichem Haus, doch ist dieses von eigenem Untergang gezeichnet. Ihr Vater, Oberstleutnant a. D., erleidet eine gesitige Verwirrung, stirbt nach Jahren armen Dahindämmers; ihre Mutter, nach der Erkrankung des Vaters besorgt um den gemeinsamen Lebensunterhalt, fängt an, dürftige Frauenromane zu schreiben, die in Boulevardblättern gedruckt werden. Therese, die für sich keine Zukunft mehr sieht in Salzburg, zieht ins große Wien und findet dort schnell Anstellung als Erzieherin in privilegierten Familien, in denen kaum zu verhehlende Konflikte immer wieder dazu führen, daß Therese kündigt bzw. gekündigt wird. In keiner Episode ihres Lebens kehrt Ruhe oder Stabilität ein, entweder nimmt eine neue Liebschaft sie mit, oder ihr "unwirscher" Sohn Franz ("ein rechtes Bauernkind") belästigt sie, oder sie kämpft mit ihrer letzten Entlassung, hat sie doch wieder einmal die zu erziehenden Kinder zu lieb gewonnen, oder Sorgen hindern sie daran, "zu einem richtigen Sichbesinnen zu gelangen", wie es im Buch heißt; ihr Sehnen "nach Ruhe, nach Heimat, nach einer eigenen Häuslichkeit" bleibt unerfüllt.Lesen Sie weiter... ›
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zueribueb TOP 1000 REZENSENT am 3. Oktober 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Arthur Schnitzler beschreibt in seinem zweiten und letzten Roman "Therese" (1928) in 106 kurzen Kapiteln etwa 30 Jahre, von ca. 1880 bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg, aus dem trostlosen Leben der Therese Fabiani. Sie ist Tochter aus einem gutbürgerlichen Haus, das jedoch im Niedergang begriffen ist. Der Vater, Oberstleutnant, verblödet im Irrenhaus an den Folgen der Syphilis, und die Mutter schreibt Kitschromane, um zu überleben.
Therese, ohne richtige Ausbildung, zieht von Salzburg nach Wien und verdingt sich in gutbürgerlichen Häusern als Erzieherin bzw. Privatlehrerin des Nachwuchses. Ihr Leben ist ziemlich eintönig und die Langeweile wiederholt sich ständig. Sie wechselt regelmässig ihre Jobs, meist ganz nicht freiwillig. Sie wechselt ausserdem häufig die Männer, auf der Suche nach dem ganz kleinen privaten Glück, wozu sie durch ihre Affären jedoch nicht findet. Dabei verrät sie die Männer, wie sie auch von diesen verraten wird. Als Resultat hat sie einen unehelichen Sohn, Franz, den sie in den ersten Jahren auf dem Land bei Bauern unterbringt. Allmählich zeigt sich, dass Franz ein grosser Versager ist.
Das Schicksal meint es nicht gut mit Therese, deren Leben von Existenzängsten und Einsamkeit bestimmt wird. Ihr monotones Leben wird von Schnitzler sehr realistisch, ungeschminkt und ungeschönt dargestellt. Der persönliche Abstieg von Therese ist auch als Metapher für den Untergang der österreichischen Monarchie zu verstehen. Insbesondere bei Thereses Arbeit in den gutbürgerlichen Häusern wird deutlich, dass sich hinter der schönen Oberfläche der bürgerlichen Gesellschaft Abgründe auftun.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lilly Merlin am 12. Dezember 2007
Format: Audio CD
Die Geschichte ist großartig - ein echter Schnitzler. Frau Minichmayer hatte es aber offenbar eilig und liest flach, viel zu schnell und ohne den für Schnitzler auch bei berührenden Geschichten nötigen österreichischen Ton. Ich empfehle das Buch zum Selberlesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von J. Fromholzer TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. Juni 2008
Format: Audio CD
Warum dieser wunderbare Schnitzler Text von der in Berlin und Wien spielenden (großartigen) Schauspielerin Birgit Minichmayer so schlecht gelesen wird, verstehe ich einfach nicht. Sie ließt viel zu schnell, völlig emotionslos, rein gar nichts wird betont. Wenn man Frau Minichmayer nun vom Theater her kennt, kann man diese Hörbuch-Aufnahme überhaupt nicht einordnen; vermutlich war die Bezahlung viel zu schlecht, um besser zu lesen. Dies wäre der einzige Grund, den ich nachvollziehen könnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. Becker am 3. Februar 2013
Format: Taschenbuch
Schnitzler schildert in diesem Buch die Erlebnisse einer Gouvernante im Wien der Jahrhundertwende, gleichzeitig zeichnet er ein Bild der gehobenen Gesellschaftskreise der k.u.k-Monarchie aus dem Blickwinkel einer Erzieherin, die von ihrer sozialen Stellung her zwischen Herrschaft und Dienstpersonal steht.
Therese, ursprünglich gutbürgerlichem Milieu entstammend, doch nach dem materiellen und psychischen Verfall ihrer Familie ganz auf sich allein gestellt, ist gezwungen, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Häufig wechselnde Arbeitsverhältnisse und Liebschaften säumen ihren Weg und geben dem Geschehen allmählich einen zwanghaften Wiederholungscharakter ohne Aussicht auf Erlösung. Eine tiefe Hoffnungslosigkeit entströmt dem Leben, das hier beschrieben wird. Man ahnt, dass es sich unaufhaltsam einem Abgrund nähert. Und es ist Thereses unehelicher Sohn - ungewollt und vernachlässigt, an den sie doch mit einer schuldbeladenen Liebe gekettet ist - der ihr schließlich zum Schicksal wird.

"Chronik eines Frauenlebens" nennt Schnitzler sein Werk im Untertitel und berichtet demgemäß in eher nüchterner Form, präzise und klar. Man verfolgt Thereses Weg mit Interesse, doch um wirklich Anteilnahme zu empfinden, dazu bleibt ihr Wesen zu unbestimmt und ihre Erlebnisse zu sachlich-registrierend aufgezählt. Schnitzler liegt anscheinend mehr daran, eine Gouvernante als zeittypische Vertreterin ihrer Gattung exemplarisch darzustellen, statt sie als weibliches Individuum in ihrer ganzen Tiefe zu charakterisieren.
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