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Seine raue Stimme transportiert Texte, die in ihrer schlichten poetischen Genialität bis heute unerreicht geblieben sind. Und dann noch diese acht makellosen Sahnekompositionen! Wer noch nie in seinem Leben "Dog Eat Dog", "Problem Child", "Hell Ain't A Bad Place To Be" und die alle irdischen Qualitätsdimensionen sprengenden "Let There Be Rock" und "Whole Lotta Rosie" gehört hat, hat definitiv keine Ahnung vom Rock'n'Roll und sollte dieses Jahrhundertalbum schnellstens in die heimische Heavy Rotation einspeisen. --Michael Rensen
Legt man die remasterte Scheibe mit dem angeblich „Besten Sound aller Zeiten" in die Anlage, hört sie sich auf Anhieb an, wie die alte Version. Natürlich stammen die Aufnahmen vom selben Master, natürlich sind es die originalen Aufnahmen mit dem originalen Sound. Die Hoffnungen, dass „Flick of the Switch" oder „Fly on the Wall" jetzt erträglich klingen, sind wohl dahin.
Aber im direkten Vergleich gibt es dann doch überraschend deutliche Unterschiede in der Qualität. Zunächst ist die remasterte CD lauter. Doch offensichtlich hat man nicht einfach weiter aufgedreht oder die Aufnahmen durch einen Kompressor gejagt. Mir scheint, als haben die Aufnahmen sogar an Dynamik gewonnen.
Der Sound an sich ist knackiger und klarer, transparenter. Die Songs wirken insgesamt noch eine kleine Spur druckvoller als bisher und Bon Scotts Gesang ist präsenter. Bemerkenswert sind die Stillen. Besonders bei „Whole Lotta Rosie" fällt auf, dass in Pausen praktisch kein Rauschen mehr zu hören ist. Die Aufnahmen klingen sauberer, fast so, wie man das heute von neuen, komplett digitalen Produktionen gewohnt ist. Das störende Rauschen wurde eliminiert, dennoch hört man jedes noch so leise Detail, das in die Aufnahme gehört (Kratzen auf den Saiten z.B.) deutlich besser als zuvor. Durch das Aufpolieren des Sounds ist also nichts verloren gegangen, im Gegenteil!
Es gibt wirklich nichts an der neuen Scheibe zu meckern. Der Sound wurde ganz klar „verbessert", ohne die Aufnahmen jedoch zu verfälschen. Auch das umfangreiche Booklet bietet deutlich mehr, als in der alten Version. Es gibt viele Bilder, Infos und Pressetexte. Leider fehlen noch immer die Lyrics.
Lohnt sich nun der Kauf, wenn man die alte Version im CD Regal stehen hat? Also, ich bereue meinen „Testkauf" nicht. Aber letzten Endes muss man doch sagen, dass die Unterschiede nicht sehr groß sind. Es braucht schon einen direkten Vergleich, um sie hören zu können. Für Liebhaber sicher begehrenswert. Aber sind wir mal ehrlich: Wir hatten nie einen Grund, an der alten Version zu meckern.
Ein Leckerbissen sind natürlich die Extras, an die man durch die CD im Internet gelangt: Rares Tonmaterial und Videos. Allerdings ist dafür eine Verbindung mit hoher Bandbreite ratsam.
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