Inhalt
10 sich unbekannte Personen werden durch mysteriöse Umstände auf eine Insel gelockt. Dort angekommen, wundern sich alle über die Abwesenheit ihres Gastgebers, beginnen jedoch bald sich einzurichten und ihre erste Mahlzeit auf dieser Insel zu sich zu nehmen. Doch dann geschehen seltsame Dinge.
Zuerst werden alle beschuldigt, ein ungestraftes Verbrechen in ihrer Vergangenheit begangen zu haben. Dann stirbt einer von ihnen und nur kurze Zeit später gibt es eine zweite Leiche. Alles deutet auf Selbstmord, jedoch fällt es ihnen schwer das zu glauben. Zum einen scheint es unwahrscheinlich, dass sich zwei Menschen fast gleichzeitig an einem Ort das Leben nehmen und zudem die Umstände des Todes genau zu einem Abzählreim passen, der in jedem Zimmer hängt. Zum anderen gibt es 10 Porzellanfiguren, von denen immer eine verschwand, nachdem einer gestorben ist.
Rezension
Am Anfang kann man schnell den Überblick verlieren, da schon im ersten Kapitel fast alle 10 Personen vorgestellt werden. Aber hierbei hilft eine Personenübersicht, die in meinem Buch (Gebundenes Buch von Bantam Books) auf den ersten Seiten zu finden war. Das ist das erste Mal, dass ich solch eine Hilfe in einem Buch auch wirklich benötigt habe.
Recht schnell fing ich dann an über diese ganzen mysteriösen Umstände zu rätseln. Irgendwie scheint hier nichts zusammenzupassen. Schon alleine der Punkt, wie alle auf die Insel gelockt wurden und dass sich niemand untereinander kennt. Als der erste Todesfall eintrat, wurde es noch schlimmer. Ich hatte keine Vorstellung, wie das passieren konnte. Das zieht sich durch das ganze Buch. Alles ergibt einfach keinen Sinn. Ständig tauchen immer mehr Fragen auf und man kommt einfach nicht weiter. Niemals war ich so verloren in einem Buch wie diesem. Ich hatte nicht einen wirklichen Verdacht. Alles schien so unwahrscheinlich, was einem in den Sinn kam. Das führte dazu, dass ich das Buch kaum zur Seite gelegt habe, weil ich unbedingt wissen wollte, was die Lösung des Falls war.
Sehr schön bei diesem Buch ist, wie Christie verschiedene Sichten verwendet. Es wechselt sogar innerhalb eines Kapitels ständig zwischen den Personen hin und her. So erfährt der Leser mehr über die einzelnen Ängste und Gedanken eines jeden, das Misstrauen gegenüber den anderen und die unterschiedlichsten stetig ändernden Verdächtigungen. Zudem verheimlichen einige etwas gegenüber den anderen, was dem Leser auf diese Art nicht verborgen bleibt.
Fazit
Hierbei handelt es sich um einen Krimi der Extraklasse, den ich jedem empfehlen kann, der dieses Genre liebt. Aber Vorsicht, wer hier eine geniale Aufklärung durch sympathische Detektive des Falls erwartet, wird enttäuscht. Hier liegt nicht die Ermittlung im Zentrum des Geschehens, sondern die Genialität eines Verbrechens. Die Aufklärung selbst erfolgt über einen untypischen Weg.