Ich muss zugeben, die (damals neue) Built to Spill stand bei mir fast ein halbes Jahr im Regal, bevor ich sie mir ernsthaft einmal angehört habe. Und lieben gelernt habe. Denn das was Doug Martsch hier abliefert ist vermutlich das schönste und traurigste, was je auf einer Built to Spill-Platte zu hören war. Martsch behauptet zwar immer, alle seine Texte hätten nichts mit ihm zu tun, dies fällt mir jedoch sehr schwer zu glauben, angesichts solch lyrischer Meisterwerke wie "Life's a dream" und "Things fall apart". Wenn ich einen Song auf meinem Begräbnis spielen lassen würde, wäre es genanntes "Life's a dream", denn eine schönere Melodie mit einem schöneren Text wird man kaum irgendwo finden. Und auch "Things fall apart" fällt demgegenüber kein bißchen ab, das traumhafte Resümieren einer verloren gegangenen Beziehung haben wenige so unglaublich zusammengefasst.
In eine ähnliche Kerbe schlagen dann solche Song's wie "Oh Yeah" und "Done". Ebenfalls zwei Mid-Tempo-Stücke, in denen man sich verlieren könnte. Auch wenn letztgenannter etwas zu lang geraten ist und durchaus nach fünf Minuten sein (wohlverdientes) Ende hätte finden können. Hindsight ist dann ein etwas schnelleres Stück, genauso wie das eher rockige Pat oder Planting Seeds. Allesamt jedoch Stücke, welche mich nicht ansatzweise so begeistern wie die genannten vier. Auch wenn sie kaum abfallen, sondern dieses Album auf ihre Art vervollständigen