Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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60 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Über das "Wesen" des Menschen, 25. August 1999
Von Ein Kunde
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil beschreibt Steiner, die drei "Teile" aus denen jeder Mensch besteht: Körper, Seele und Geist. Mit dem Körper, können wir als geistige Wesen in der physischen Welt agieren. Die Seele ist die für die Emotionen "zuständig". Ohne sie würden wir uns nicht für die physische Welt interessieren. Der Geist ist der Teil von uns, mit dem wir die Vorgänge der physischen Welt verstehen und unabhängig von unseren Emotionen bewerten können. Der Geist ist auch der Teil von uns, der laut der Aussage Steiners nach unserem Tode weiterexistiert und nach einer gewissen Zeitspanne in einen anderen Körper reinkarniert wird. Zwischen den drei Teilen gibt es noch "Verbindungsglieder", sodass Steiner den Menschen als ein kompliziertes Gebilde aus sieben bzw. neun Elementen sieht. Im zweiten Teil sagt Steiner, was nach dem Tod mit Körper, Seele und Geist passiert und wie sich dem Menschen, die seelische und die geistige Welt darstellen, die neben unserer physischen Welt existieren. Dabei betont Steiner immer wieder, dass diese Welten für das physische Auge nicht sichtbar sind und er diese Welten nur als Analogie beschreiben kann, da die Sprache hauptsächlich zur Beschreibung des Physischen dient. Für diese Welten muss man seelische und geistige Organe entwickeln. Im letzten Teil des Buches beschreibt Steiner Übungen, die man durchführen kann, um die Organe zu entwickeln, mit denen man das von ihm Gesagte überprüfen kann. Die Präzision, mit der Steiner diese Dinge beschreibt, sucht ihresgleichen und er geht dabei SEHR viel tiefer als ich es in dieser Rezension tun kann. Deshalb möchte ich noch eine Warnung aussprechen: Die im Buch beschriebenen Dinge lassen sich nicht "mal eben so" zwischen Fernsehzeitung und Abendprogramm lesen und verstehen. Man braucht dafür wahrscheinlich ein ganzes Leben - oder sogar mehrere :-) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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37 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Mensch lebt nicht nur in der Materie, 2. Mai 2001
Das Buch ist typisch für die Person und das Gesamtwerk Rudolf Steiners: Sehr komplex, schwer zu lesen, Man muß erst selbst seine Persönlichkeit reifen lassen, um alles zu verstehen. Und dennoch: Wenn der Leser erkennt, daß er nicht nur der Materie verhaftet ist, sondern auch noch in der Welt der Seele und des Geistes lebt, so ist für den einzelnen Menschen zunächst viel gewonnen, mag er auch nicht (so wie der Rezensent auch) jede Einzelheit verstehen oder vielleicht auch nicht verstehen wollen, da viele Dinge der jenseitigen Welt beschrieben sind, die leicht zu einer Überlastung des Verstandes führen können -und die manchmal auch sehr spekulativ anmuten. Aber allein die Tatsache, daß sich der Leser für Steiners Gedanken öffnet, bringt in ihm etwas "zum Schwingen", das ihn mit der Zeit immer mehr befähigt, zu erkennen und zu verinnerlichen, daß hinter allem eine geistige Welt verborgen ist. Es ändert sich dadurch mit der Zeit das Verhältnis zur Welt und zu den Menschen in positiver Weise. Man spürt, daß letztendlich hinter allem ein Gedanke steht. Ein guter Gedanke, den nur Gott gedacht haben kann, um so viel Leben und Gutes zu erschaffen.Dieses Buch kann denjenigen Menschen empfohlen werden, die zwar im Christentum verwurzelt sind, aber spüren, daß hinter dem Menschsein noch viel mehr steckt, als es sogar die Kirchen verkünden sowie denen, die sich mit dem Wesen des Menschen aus einer etwas anderen Sicht vertraut machen wollen.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grundlage aller zukünftigen Wissenschaft, 12. März 2004
Dieses Buch ist nicht nur für die Wissenschaft, sondern sogar für die Weltgeschichte von einer nicht zu überschätzenden Bedeutung. Es fügt sich nicht bescheiden in den Reigen irgendwelcher philosophischer Publikationen. Nein, es begründet - und dabei ist es vollkommen aktuell - den Wissenschaftsbetrieb für alle Zeiten neu. Ähnlich, wie Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert das logische zergliedernde Denken eines Aristoteles, wie wir es zum Beispiel in dessen "Nikomachischer Ethik" finden, im Christentum hoffähig machte, indem er einfach auf Aristoteles` Weise über Gott, Engel, den Menschen und moralische Probleme sprach, und dadurch den Klöstern und unserer ganzen europäischen Kultur die Angst vor den Naturwissenschaften nahm, die sich daraufhin in Europa stark ausbreiteten, redet Steiner an vielen Stellen, vor allem und am systematischsten aber in seiner "Theosophie", erneut einfach in einer wissenschaftlichen, übersichtlich unterscheidenden Weise von geistigen und seelischen Dingen, von denen vorher noch nicht in einer solchen Weise gehandelt worden ist, und führt uns dadurch in diesem Fall aber direkt dazu, uns mit ebendiesen Dingen auseinanderzusetzen. Diese geistigen und seelischen Dinge sind nun vollkommen unabhängig von irgendeiner Religion. In der "Theosophie" wird mehr oder weniger der bisherigen geistes- und naturwissenschaftlichen Forschung der Schlussstein aufgelegt und gleichzeitig der Grundstein für eine alles umfassende und vorurteilsfreie zukünftige Wissenschaft in den Erdboden versenkt, indem die Welt des Toten und des Lebendigen letztlich als eine reine Welt des Lebendigen enthüllt und in ihren unterschiedlichen Wirkens- bzw. Kräfte-Ebenen vor dem Auge des Lesers ausgebreitet wird.Dem Leser können durch diese philosophische Großzügigkeit Rudolf Steiners viele Glücksmomente zuteil werden.
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