Mittels einer Weltreise des schwerkranken Theo, soll dem Leser hier die Vielfalt der Weltreligionen nähergebracht werden. Dies gelingt der Autorin aber nicht so ganz, denn zum einen beginnt der junge Theo bald, selbst dem geduldigen Leser gehörig auf die Nerven zu gehen, zum anderen wechseln Passagen gähnender Langeweile mit schnell vorangetriebenen Nebenhandlungen. Daß der Rahmen der Handlung auch nicht gerade glaubwürdig ist, darüber kann man noch einigermaßen hinwegsehen, wenn man anerkennt, daß er nur Mittel zum Zweck ist. Aber leider heiligt der Zweck nicht immer die Mittel, und so ein Fall liegt meiner Meinung auch hier vor. Ich hatte das Gefühl, daß das Buch eher aus Versatzstücken bestand, und kein Gefühl von Kontinuität oder einer geschlossenen Handlung aufkam. Dies mag auch daran liegen, daß der junge Theo manchmal als regelrechtes Kleinkind dargestellt wird, andererseits aber auch manchmal von der Autorin Passagen in den Mund gelegt bekommt, die so gar nicht zu ihm passen wollen. Meiner Meinung nach, hätte man mehr aus diesem Buch machen können. So ist es zu oberflächlich und läßt den Leser, hält er bis zum Ende durch, unbefriedigt zurück, auch wenn manche Seiten durchaus zum Nachdenken anregen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)