Veblen analysiert in seiner 100 Jahre alten Studie die vornehme Klasse, die Klasse der Reichen und Müßigen, analysiert deren Konsumgewohnheit und all die Riten und Gewohnheiten, die diese Klasse so an den Tag legt. Und er kommt dabei zu manch interessantem Schluss: Im Endeffekt schiebt er all das Handeln der reichen Klasse der uralten Rivalität in die Schuhe, ständig ist der Mensch darum bemüht, den Konkurrenten in irgendeiner Form auszustechen, ob das nun beim Konsum, beim Nichtstun, bei der Kleidung ist. Veblens Analysen lesen sich amüsant, hin und wieder beweist Veblen sein Gespür für Satire und das macht das Buch zu einem absoluten Klassiker der Soziologie, Ökonomie und auch der Literatur. Auch Leser, die mit den ersten beiden Fachgebieten eher wenig am Hut haben, sollten Veblens Abhandlung einmal gelesen haben - man hat seinen Spaß dabei, und die Analysen sind zumeist sehr treffend. Allerdings liegt Veblen hin und wieder auch einmal daneben und erkennt Kausalitäten, wo keine sind. Dafür gibt es dann den einen Stern Abzug. Aber alles in allem eine echte Empfehlung!