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Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft Kindle Edition

4.5 von 5 Sternen 48 Kundenrezensionen

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Kindle Edition
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EUR 8,99

Länge: 176 Seiten

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was weiß die Wissensgesellschaft? Wer wird Millionär? Wirklich derjenige, der am meisten weiß? Wissen und Bildung sind, so heißt es, die wichtigsten Ressourcen des rohstoffarmen Europa. Debatten um mangelnde Qualität von Schulen und Studienbedingungen - Stichwort Pisa! - haben dennoch heute die Titelseiten erobert. In seinem hochaktuellen Buch entlarvt der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann vieles, was unter dem Titel Wissensgesellschaft propagiert wird, als rhetorische Geste: Weniger um die Idee von Bildung gehe es dabei, als um handfeste politische und ökonomische Interessen. Eine fesselnde Streitschrift wider den Ungeist der Zeit.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien, Essayist und Kulturpublizist. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt er 2003 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln und 2010 den Donauland-Sachbuchpreis. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter »Theorie der Unbildung«.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 916 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 176 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00A9ULRNK
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen 48 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #96.873 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Inhalt in aller Kürze: tiefgründige Forschung und "Bildung" - im ursprünglichen Wortsinne - drohen verloren zu gehen, weil die moderne Bildungspolitik ein altes Bildungskonzept zu verbessern strebt, dessen Grundlagen sie nicht mehr kennt, da sie selbst die grundlegenden Texte des Humanismus und des deutschen Idealismus nicht mehr gelesen hat und deshalb, bar jeder echten Bildung und in Unkenntnis des zu Verbessernden, das Gute am Alten nicht bewahren kann, und - aus mangelnder eigener philosophischer Tiefe und Sorgfalt auch kein gleichwertiges oder besseres Bildungkonzept zu entwerfen vermag.
Eine solche Verschlimmbesserei und Pfusch an den Grundlagen unserer Gesellschaft muss gerade einen Denker wie Liessmann zur Verzweiflung treiben, der eben, anders als die Mehrheit unserer Gesellschaft, die unserem alten Bildungskonzept zugrundeliegende Philosophie noch kennt und gründlich studiert hat. Sein in der Verzweiflung oft ohnmächtig wirkender Zorn entlädt sich auf 175 Seiten dieser Streitschrift, die weniger die "Irrtümer der Wissensgesellschaft" aufzeigt als in bisweilen wie gelähmtem Entsetzen bloß noch zu konstatieren, dass die Fundamente unseres Bildungsideals bereits so erodiert sind, dass selbst unsere in den universitären Verwaltungen tätigen Hochschullehrer sich von den bunt schillernden Sprechblasen der "Globalen Wissensgesellschaft" ohne jede kritische Gegenwehr mesmerisieren lassen.
Liessmanns Streitschrift kommt leider zwei oder drei (oder vier?) Jahrzehnte zu spät, wird ohnehin nicht viel zur "öffentlichen" "Debatte" (wo gibt es noch "öffentliche Debatten" - in der Leserbriefsparte des "Spiegel" oder in einem von eintausenddickmilch Blogs?) beitragen, eignet sich aber hervorragend, um sich von ihr ausgehend in das einzulesen, was mal das humanistische Bildungsideal war - die Fussnoten geben da die eine oder andere Anregung.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein brillanter Essay, ohne Zweifel!
Nicht nur inhaltlich knüpft er an Adornos Theorie der Halbbildung an, auch in seinem pointierten Duktus erinnert der Autor wohl nicht zufällig an den Dialektiker der Aufklärung. Im Zentrum von Liessmanns Betrachtungen steht nämlich ähnlich wie bei Adorno die Kritik an einem Umgang mit Wissen unter der Maxime der Nützlichkeit. War für Adorno Halbbildung immerhin noch vom Ehrgeiz motiviert, durch halbverdaute Stichwörter klassischer Bildung Zugehörigkeit zur aufgeklärten Schicht vorzugeben, sieht Liessmann das Kennzeichen der Unbildung darin, dass nicht mehr gewusst wird, was eigentlich gewusst werden soll. Die ökonomisierten Vernunft stellt keine Auswahlkriterien erstrebenswerter Wissensinhalte zur Verfügung. Banales und tiefgründiges, Durchdachtes und Schon-Mal-Gehörtes gelten gleichviel im Zeitalter der Multiple-Choice-Quizshows.

Liessmann zeigt auf, wie es dazu kommen konnte, dass im Zuge der Demokratisierung der Bildungsinsitutionen das bildungspolitische Ideal
sich zunächst in Richtung Halbbildung verschob und schließlich zur Vermittlung von "skills" verflachte. Das heißt zum Antrainieren gegenstandloser Kompetenzen wie Flexibilität und Teamfähigkeit, deren Ziel letztlich die Nivellierung des einstigen Bildungssubjektes war: das denkende, verstehende Individuum.

Liessmanns Analyse ist messerscharf und dabei vergnüglich zu lesen. Auch der Vorwurf, er prangere nur an zeige keine Alternativen auf, ist natürlich zu erwarten, muss aber relativiert werden.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte für jeden zur Pflichtlektüre erklärt werden, der irgendwie mit Bildung (oder was damit heute gemeint wird) zu tun hat, sei es als Lehrkraft, als SchülerIn/StudentIn oder auch als PolitikerIn. Spritzig, aber wissenschaftlich fundiert wird der bildungspolitische Irrweg beschrieben und angeprangert, der uns von den für die Bildung Verantwortlichen aufoktroyiert wird und der uns zu einer Kultur der Unbildung führt. Was jeder, der über etwas gesunden Menschenverstand verfügt, eigentlich schon weiß, wird hier pointiert aufgezeigt: Dass sich Bildung nicht mit ökonomischen Werkzeugen wie Evaluation, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität messen lässt, dass Bildung mehr ist als bloßes "Wissen, wo man nachschlagen muss" und ökonomisch verwertbares "Know-How", dass die Vermittlung von "Kultur" im weitesten Sinne zur Heranbildung eines mündigen Menschen gehört, .....
Es wird auch klar aufgezeigt, wie die Fixierung unserer Bildungsverantwortlichen auf den Rang, den man in der PISA-Studien einnimmt und auf den (die Universitätsausbildung zersetzenden) BOLOGNA-Prozess u.ä. unsere Bildung in den Abgrund führt. Noch nie wurde meines Wissens so klar aufgezeigt, dass Bildung nicht (nur) ökonomischen Gesetzen gehorcht, dass Bildung mehr ist als bloße Vorbereitung aufs Erwerbsleben und dass die aktuelle (Un-)Bildungspolitik eine verheerende Sackgasse darstellt.
Hier noch einige Zitate aus dem Buch, die die Stoßrichtung des Autors aufzeigen sollen:
"Am sinnfälligsten wurde das Ersetzen des Denkens durch das Abzählen einer Rangliste wohl am Beispiel von PISA. (....
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