Carl R. Rogers hat vor gut 50 Jahren seine "Theorie der Psychotherapie" erstmalig veröffentlicht. In der Zwischenzeit ist Rogers als "DIE Autorität" des klientorientierten Ansatzes weithin bekannt. Seine Ausführungen zum wertschätzenden therapeutischen Umgang - bzw. Teile dessen - sind mittlerweile in vielen unterschiedlichen Bereichen Grundlage für die Arbeit mit Menschen. So ist es naheliegend, einmal den "Ursprung" zu veröffentlichen, damit man sich ein klares Bild davon machen kann, was Carl R. Rogers seinerzeit tatsächlich anstrebte.
Gerd Höhner und Rolf Brüseke haben nunmehr das Werk aus dem Amerikanischen gut verständlich auf den neueren Sprachgebrauch hin übersetzt, ohne Rogers´ Grundgedanken zu verwässern. Die Persönlichkeitstheorie und die Theorie über die zwischenmenschlichen Beziehungen werden hier ebenso dargestellt, wie auch die unterschiedlichen Formen der Anwendung in verschiedenen beruflichen Kontexten. Der schmale Band von gut 90 Seiten enthält leider keine erläuternden graphischen Stilmittel, so dass man lediglich aus der textsprachlichen Perspektive heraus den personenzentrierten Ansatz Carl R. Rogers ergründen kann. Hier wäre eine über das Vorwort hinausgehende Erklärungs- bzw. Interpretationshilfe ebenso gut gewesen wie auch eine etwas ausführlichere biographische Notiz zum Leben und Wirken von Carl R. Rogers.
Ansonsten aber eine preisgünstige, vom Textlayout her gut gegliederte Basisschrift, die hilft, sich noch einmal gründlicher der Wurzeln vieler therapeutischer Richtungen bewußter zu werden.
Für Weiter- und Fortbildungsteilnehmer/-innen der Klientzentrierten Gesprächspsychotherapie ein unerlässlicher Begleiter!