Pressestimmen
»Warum verzaubern, ja fesseln uns Bilder? Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp gibt uns eine waghalsige Antwort.«
(Susanne Mayer
Die Zeit )
»Nun hat Bredekamp seine vielfältigen Erkenntnisse aus Jahrzehnten der Forschung zu einem Buch verdichtet, zu einer verwegenen Universalgeschichte, der nichts fremd und nichts fern ist.«
(Hanno Rauterberg
Die Zeit )
»Bredekamps faktenreiche Analyse kann auf einer ausgiebigen bildwissenschaftlichen Forschung gerade im deutschsprachigen Sprachraum aufbauen, darunter etliche Studien seiner Schüler. Sie führt viele gute Gedanken der vergangenen Jahre zusammen und wagt nun den großen Wurf.«
(Kia Vahland
Süddeutsche Zeitung )
»Bredekamp will aufklären - und er möchte Horkheimers und Adornos Dialektik der Aufklärung, die noch nichts von einem ›Iconic turn‹ wissen konnten, fortschreiben...Verständnis und Distanz sind die Losungsworte des Wissenschaftlers. Die Menschen sollen Distanz gegenüber ihren autonomen Artefakten gewinnen...Bredekamps Theorie hat unbestreitbar rationalisierende Effekte im Bilderkrieg.«
(Mario Scalla
Frankfurter Rundschau )
»Er schlägt den Bogen von der Antike bis zur Kunst unserer Tage – dies auf höchst anschauliche, auf jede Menge ›sprechender Beispiele‹ gestützte, zudem philosophisch und kunsthistorisch wohlfundierte Weise. Das beglückend reich instrumentierte Buch sei jedem Kunstfreund ans Herz gelegt.«
(Günter Ott
Augsburger Allgemeine )
»[Der Autor] ist originell, versiert und souverän genug, um die Untiefen gängiger ästhetischer Theoriebildung zu umsteuern.«
(Ingo Meyer
Merkur 743 )
Kurzbeschreibung
Seit dem byzantinischen Bilderstreit und dem Bildersturm der Reformation ist nicht mehr in solcher Intensität über Bilder nachgedacht worden wie in den letzten Jahrzehnten. Neben der Archäologie und der Kunstgeschichte haben sich zahlreiche weitere Fächer an Fragestellungen rund um das Bild geradezu festgebissen. Angesichts dessen geht einer der bedeutendsten Kunsthistoriker der Gegenwart der Frage nach, warum Begriff und Geltung sowie Macht und Ohnmacht von Bildern so hartnäckig verfolgte Themen unserer Tage geworden sind. Vordergründig geht dieser Boom auf die nie zuvor dagewesene Dominanz des Visuellen in fast allen Lebensbereichen zurück. Dahinter verbirgt sich jedoch ein tieferliegendes Problem als Paradoxon: Bilder besitzen zwar als von Menschen geschaffene Artefakte kein autonomes Leben, entwickeln aber immer wieder eine Präsenz, die sie mehr sein läßt als nur toter Stoff. Darauf gründet die Erwartung, daß das Nachdenken über sie mehr hervorzubringen vermag als der bloße Blick auf sie. Im Doppelspiel von lebloser Starre und Lebendigkeit liegt die handlungsstiftende Kraft von Bildern. Mit Blick darauf entwirft Bredekamp eine Theorie des Bildakts als Gegenstück zur Lehre vom Sprechakt und verfolgt das Phänomen wirkkräftiger Bilder in drei Bereichen: der künstlichen Lebendigkeit, des Austausches von Bild und Körper und der Eigentätigkeit der Form. Das Buch ist die stark erweiterte Fassung seiner im Jahr 2007 gehaltenen und vielbeachteten Frankfurter Adorno-Vorlesungen – und die Summe jahrzehntelanger Forschungen zur bildaktiven Phänomenologie.