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Theorie-Apotheke (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Jochen Hörisch
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. April 2010 suhrkamp taschenbuch
Das Buch für Theorie-Einsteiger! Dekonstruktion, Konstruktivismus, Strukturalismus … hat man ja alles schon mal gehört. Aber wo liegen die Unterschiede? Und was hat das alles mit mir zu tun? Lange für ihren Mangel an handfesten Theorien belächelt, haben die Geisteswissenschaften in den letzten fünfzig Jahren ein wahres Feuerwerk an Theorien versprüht. Wer kann in diesem Wirrwarr noch den Durchblick behalten? Jochen Hörisch eilt dem verwirrten Laien zu Hilfe. Anschaulich, präzise und immer mit einem Lächeln beschreibt der Literatur- und Medienwissenschaftler die wichtigsten Denkmodelle der letzten fünfzig Jahre, Informationen zu »Risiken und Nebenwirkungen« inklusive.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 386 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (20. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518461524
  • ISBN-13: 978-3518461525
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.320 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Wer meint, die Beschäftigung mit humanwissenschaftlichen Theorien müsse trocken, strapaziös und weitgehend spaßfrei sein, der wird mit diesem Buch von Jochen Hörische vom Gegenteil überzeugt. Es gibt wohl kaum einen Band, dem es gelingt, derartig eloquent, inspiriert und leicht verständlich über Dekonstruktion, Konstruktivismus sowie rund 30 weitere Theorien der vergangenen 50 Jahre zu informieren.

Die Theorieapotheke versucht zu rekonstruieren, welche Theorien auf welche Probleme ansprechen und welche Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Risiken sie haben." So werden z. B. Diskurstheorie und Existenzialismus, Gender Studies und Kritische Theorie, Zivilisationstheorie und Paradigmenwechsel in einem ersten Schritt wunderbar verständlich erläutert und in einem zweiten Schritt eingeordnet, bewertet und auf Defizite hin überprüft.

Selbst Schwergewichte wie Luhmanns Systemtheorie erschließen sich auf diese Weise mit einer überraschenden Leichtigkeit. Der Autor bekennt zu Beginn des Systemtheorie-Kapitels fast respektlos, dass diese als „extrem komplex, kontraintuitiv, schwer verständlich, wenn nicht gar pervers“ gelte. Und dennoch gelingt es ihm, geradezu charmant in die Logik der Systeme einzuführen, zentrale Fragestellungen zu formulieren und Schlüsselbegriffe wie Ausdifferenzierung, Teilsysteme, Codes und Re-entry-Operationen zu erläutern. Man muss es schon als Kunststück bezeichnen, wie bei Hörisch auf gerade einmal 14 Seiten ein Theoriekomplex dargestellt, an dessen Vermittlung Universitäts-Dozenten regelmäßig scheitern.

Dem Buch liegt dabei ein „apothekarischer Wahrheitsbegriff“ zugrunde: „Wahr sind dem apothekarischen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jochen Hörisch, geboren 1951, ist Professor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Streifzug durch die Welt der Theorien. 24. September 2010
Von Happyx TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Alle reden darüber, möglichst verklausuliert und mit dem notwendigen Gestus des Herrschaftswissens. Theorien der Humanwissenschaft drücken unterschiedliche Herangehensweisen und Analysen von Problemen aus, sie sind so vielfältig wie Forscher kreativ sind. Zu philosophieren ist heute in die Medien gewandert, wenige kennen noch die Diskussionen über die Kulturhegemonie wie sie in den 50-70er Jahren geführt wurden. Hauptsächlich an Universitäten.

Jochen Hörisch beschreibt zu Beginn des Buches die erstickende Atmosphäre an heutigen Universitäten: "Es gibt wenig Instituionen, die intern so sandkasten-psychologisch, so kindlich-narzistisch, so überbürokratisch, so argumentationsimmun, so hilflos-machtzentriert, so inzenstuös, so phobisch, kurzum: so irrational organsiert sind wie deutsche Universitäten." Universitäten haben vor diesem Hintergrund die Deutungshoheit für Theorien verloren bzw. an die Medien abgegeben, die für einen immer schnelleres Drehen der Interpretationen und Sichtweisen sorgen. Die Generationen Lego und Playmobil gehen heute anders, praktischer mit Aspekten der Philosophie um, sie setzen zusammen und bauen neu, ihr Spiel ist nicht in sich so festgelegt wie der Wunsch früherer Theorien, alles wahrheitsgemäß zu betrachten und Schlussfolgerungen daraus für alle Zeiten zu ziehen.

Wenn Sie die unterschiedlichen Bewusstseins bzw. Wahrnehmungslagen von Adorno, Luhmann, Sartre, Habermas etc. kennenlernen, ja sie ggf. sogar zum ersten Mal verstehen wollen, dann sind Sie bei diesem Buch richtig. Einfach und einprägsam sind die Herleitungen, mit dem gesunden Menschenverstand und einem Schuss Humor beginnt die Lust des Verstehens.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das große Konkurrieren möglicher Welterklärung 16. Juni 2012
Von Gerhard Mersmann TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das Desaster der zeitgenössischen Intellektuellen äußert sich augenscheinlich in dem Nicht-Stattfinden im öffentlichen Diskurs. Dort, wo sie im letzten Jahrhundert nicht wegzudenken waren, sitzen heute Sprechblasenproduzenten, deren theoretisches Fundament weit hinter dem Basalen zurück bleibt. Bevor man zu ergründen sucht, wieso das so ist, bietet sich eine andere Methode an, der der Mannheimer Wissenschaftler Jochen Hörisch nachgegangen ist. Inspiriert von Hans Magnus Enzensberger machte er sich daran, die human-wissenschaftlichen Theorien nach einem zugegeben skurrilen, bei näherem Hinsehen aber gar nicht so abwegigen Denkschema aufzulisten, was im sozialen Kokon der Universitäten an Theorien entstand.

Ausgangspunkt der Betrachtungen ist die Feststellung, dass nach dem Tod der großen, vor allem in Deutschland so verehrten philosophischen Systeme, die mit dem Anspruch daher kamen, alles zu erklären, was die Welt hervorbrachte, ein Phase der Philosophiegeschichte kam, in der der Heilungsaspekt gesellschaftlicher Symptome überwog. Folgerichtig und mutig greift Hörisch zu der Metapher der Apotheke und präsentiert dieses Buch mit dem Titel Theorieapotheke. Eine Handreichung zu den human-wissenschaftlichen Studien der letzten fünfzig Jahre, einschließlich ihrer Risiken und Nebenwirkungen. Folgerichtig gibt er in sehr pointierter Weise zu jeder Theorie, die er kurz vorstellt, ein Resümee unter dem Titel Wirkungen, Risiken und Nebenwirkungen.

Und man glaubt es kaum, Hörisch kommt bei seiner Auflistung auf insgesamt 32 Theorieansätze, die er für würdig hält, näher betrachtet zu werden, weist aber gleichzeitig darauf hin, wie viele er nicht berücksichtigen konnte.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das kleinste-größte Lexikon der Welt 30. Mai 2011
Format:Taschenbuch
Wer zur Apotheke geht, scheint in der Regel ein gesundheitliches Problem zu haben. Zumindest, einige Symptome wollen gelindert werden, der Schmerz soll nachlassen und manchmal ist es auch akut. Doch auch von eingebildeten Kranken und hypochondrischen Patienten hat man schon gehört.

Jochen Hörischs Theorie-Apotheke leistet nun für alle Problemfälle umfassende Beihilfe zu einer gelingenden Therapie, denn es ist in der Tat so, dass die Angebote der Weltdeutungen und -erklärungen unübersichtlich geworden sind und die generelle Diagnose mindestens "Theorie-Dschungel" lautet.
Was wollen all die Autoren und Schulen, die in den Akademien Fuß gefasst haben sagen? Was unterscheidet sie und wie erkläre ich das auch noch meinen interessierten aber nicht studierten Mitbürgern?

Mit dermaßen viel selbstbewusstem Charme und Esprit erklärt Jochen Hörisch all das komplexe und diffuse Gerede, was in der Uni manchmal unbegreifbar schien, so dass man sich nur brav bedanken kann. Absolut geerdet werden die wichtigsten Ansätze des letzten Jahrhunderts dargestellt. Kein Pathos, dafür aber Begeisterung und Empathie. Ebenso wird auf das für ihn Wesentliche verkürzt. Frankfurter Schule, Diskursanalyse, Kommunikative Vernunft, Poststrukturalismus, Seinslehre, Phänomenologie, Existentialismus und noch vieles mehr werden hier für wenig Geld sehr solide und pfiffig abgehandelt
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ist immer so eine Sache mit den "Streifzügen" und "Überblickssammlungen" und "Zusammenfassungen" von Theorien. Man kann das grundlegend ablehnen, solchen Büchern (dann aber inklusive der Metzler-Lexika zu Kulturgeschichte und -theorien) einen Stern geben und gut is'. Man kann es aber auch als gelungene Ergänzung sehen und Spaß dran haben (was im deutschen Wissenschaftsbetrieb ja eh unter Verdacht steht). Richtig ist: Kein Lexikon, keine Zusammenfassung und kein Streifzug kann die Lektüre der Originale ersetzen. Wenn man nicht bereit ist, sich den Mühen der Ebene hinzugeben und die Philosophen, Historiker, Soziologen und schließlich - last but not least - Literaten selbst zu lesen, dann hilft alles Mühen nichts. Da kommt man nicht drum herum (und sollte das als Interessierter ja auch gar nicht wollen).

Hier liegt eine alles andere als objektive "Handreichung" vor, die aber einen guten Überblick über die Theorieansätze zwischen Existenzialismus als direkte Reaktion auf den Weltkrieg bis zu den modernsten moralphilosophischen Untersuchungen eines Giorgio Agamben gibt. Hörisch, wie viele seiner Generation, ist angefixt von den französischen Ideen nach dem Existenzialismus, also dem Strukturalismus und seinen Folgeerscheinungen, bis hin zu Derridas Dekonstruktion und Butlers Gendertheorien. Das kann man ihm vorwerfen, dennoch kommen auch die Frankfurter Schule, die Hermeneutik oder die amerikanischen Denkschulen wie jene von Rawls nicht zu kurz.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Ganz knapp...
Hier zu finden: Polemiken gegen Leute, Theorien und Strömungen, die der Autor nicht so gut, Apologien für solche, die er zu gut kennt. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von johnny veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Elfenbeinturm blasierter Sprache
"Wir werden uns niemals verstehen, wenn wir es nicht schaffen, die Sprache auf 7 Wörter zu reduzieren", heißt es in einem Zitat von Kahlil Gibran. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2012 von Walter
1.0 von 5 Sternen Rausgeschmissenes Geld
Dieses flüssig zu lesende Buch krankt an den allzu deutlich werdenden Vorlieben seines Autors für bestimmte Denkrichtungen (bzw. der Abneigung gegen andere). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juni 2011 von Klaus-Dieter
5.0 von 5 Sternen Best Off Hörisch - Potpourri aus Gräzistik und Dada
Mit diesem Blockbuster - angeblich von Enzensberger inspiriert - hätte Hörisch in die "Andere Bibliothek" eingehen müssen, wäre sie nicht 2004 beendet worden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2010 von Easyshopper
5.0 von 5 Sternen Praktische Theorie Apotheke von Prof. Dr. Hörisch
Apothekerware gibt's nicht im 1 €uro-Laden und so darf man hier auch ruhig mehr bezahlen, als die vierteljährliche Praxisgebühr beim Arzt, denn der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2006 von Kesselring
5.0 von 5 Sternen Kaufen!!!!!!!!!!!!!!!!!
wirklich wirklich wirklich richtig gutes Buch mit reichlich Witz und Charme, schöne große Übersicht mit allen Themen die Sozialwissenschaftler, Philosophen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. November 2004 von turbomatze
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