Zeus und Hera, Prometheus und Eros ' viele Götternamen aus der griechischen Mythologie sind uns auch heute noch geläufig. Doch woher kennen wir diese Mythologie eigentlich? Nachdem die alten Mythen jahrhundertelang von reisenden Sängern weitergegeben worden waren, hielt man sie ab dem siebten Jahrhundert v. Chr. erstmals schriftlich fest. In der Ilias und der Odyssee von Homer finden sich viele von ihnen, doch daneben ist uns noch ein weiteres Werk erhalten, das für die griechische Religion und Kultur von großer Bedeutung war: die Theogonie ('Göttergeburt') des Hesiod von Askra. Hesiod, eigentlich Bauer von Beruf, sammelte die Mythen, die er von den Sängern hörte ' von der Entstehung der Welt und der Götter aus dem Chaos über den Sieg des Zeus über die Titanen bis zur Bestrafung des Prometheus. Dazwischen finden sich in langen Listen Stammbäume der unzähligen Gottheiten, die die Griechen verehrten. Das in klassischen Hexametern verfasste Werk stellt den heutigen Leser vor einige Herausforderungen. Wer nicht gerade Altphilologe ist und sich im Hause Zeus nur mäßig auskennt, wird vieles nachschlagen müssen. So oder so: Die alten Mythen lesen sich noch immer so spannend wie vor fast 3000 Jahren.