- Taschenbuch: 80 Seiten
- ISBN-10: 3831108579
- ISBN-13: 978-3831108572
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.400.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktinformation
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Jim Chee findet seinen Officer Benjamin Kinsman erschlagen in der Wüste und kann den Hopi-Indianer Jano noch am Tatort festnehmen, obwohl dieser die Tat hartnäckig leugnet. Zur gleichen Zeit verschwindet Catherine Pollard, eine Angestellte des Arizona Health Department, in der gleichen Gegend spurlos. Sie wollte Nagetiere aufspüren, die als Überträger der Beulenpest für den Ausbruch der Krankheit in der Reservation verantwortlich sein können. Zufall? An Zufälle glaubt Joe Leaphorn auch nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst bei der Reservatspolizei nicht und so nimmt er den Auftrag an, nach der Verschwundenen zu suchen. Auf diese Weise kreuzen sich auch wieder einmal die Wege von Jim Chee und seinem ehemaligen Vorgesetzten Leaphorn. Zufall? --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Philosophie oder Whodunnit?,
Rezension bezieht sich auf: Die Spur des Adlers. (Taschenbuch)
Wer Hillerman bisher vor allem als Verfasser von Krimis kennen und schätzen gelernt hat, deren Handlung ohne die Kultur der Navajos und anderer Stämme des amerikanischen Südwestens nicht denkbar wäre, lernt hier eine andere, philosophische, nicht minder lesenswerte Facette seines Werks kennen. Wie alle späteren Hillerman-Krimis steht nämlich auch in "Die Spur des Adlers" die Kultur der Navajo und der verschiedenen Pueblos nicht mehr so im Vordergrund (begonnen hat dieses Phänomen mit "Tod am heiligen Berg" -- bzw. mit Leaphorns Pensionierung. Zufall? -- "Von wegen!", würde Leaphorn sagen). Dass dieser Krimi in einem "weißeren" Milieu angesiedelt ist als seine Vorgänger, ändert aber nichts an seiner Klasse. Hillerman nimmt sich hier die grundlegende Frage menschlicher Ethik zum Thema: den schmalen Grat zwischen Gut und Böse. Philosophie in Whodunnit-Form, wenn man so will.Aber bei aller Philosophie hat "Die Spur des Adlers" natürlich auch einen Plot: Jim Chee findet seinen Kollegen Ben Kinsman erschlagen vor; neben dem Sterbenden kniet der junge Hopi Robert Jano. Der Fall scheint klar. Etwa zur selben Zeit wird Joe Leaphorn als Privatdetektiv engagiert; er soll den Aufenthaltsort der seit Tagen spurlos verschwundenen Mikrobiologin Catherine Pollard herausfinden. Ihre letzte Spur führt haargenau in jenen ganz besonders einsamen Flecken des Reservats, wo auch Kinsman ermordet wurde -- und zwar am selben Tag. Wie man weiß, glaubt Leaphorn an nichts, und an Zufälle schon gar nicht. Dies alles spielt sich ab, während auf dem Terrain des Navajo-Reservats ein neuer, penicillinreistenter Pestbazillus gefunden wird; die verschollene Mrs. Pollard war in diesem Zusammenhang unterwegs, aber was sie genau vorhatte, wissen auch ihre Kollegen nicht. Während Leaphorn nun seine legendäre Landkarte studiert, sich umhört und eigenartige Geschichten über neue Hexer zu hören bekommt, setzt die Anwältin Jante Pete ihrem früheren Freund Jim Chee zu. Sie verteidigt Robert Jano und glaubt an dessen Unschuld -- immerhin droht ihm die Todesstrafe. Es gibt sogar einen Entlastungszeugen, der sich aber seiner "Befragung" energisch widersetzt (u.a. durch Beißen eines Polizisten) und deswegen in einen Käfig gesperrt wird -- kein Wunder: Es handelt sich um einen Adler... Wie Leaphorn (und mit ihm der Leser) vermutet, hängen die beiden Fälle zusammen, und Chee und Leaphorn knüpfen die losen Enden des Falles allmählich zusammen. Was aber die Klasse dieses Krimis ausmacht, das ist nicht nur der intelligente Plot, in dem die beiden Cops sich diesmal mit Kompliziertheiten aller Art herumschlagen müssen: ausufernde wissenschaftliche Erläuterungen von Mikrobiologen; das nicht minder komplizierte Verhältnis zwischen Chee und Janet Pete, das durch ihre beiden beruflichen Positionen in diesem Fall nicht einfacher wird; die Intrigen des FBI; und Leaphorns und Louise Bourebonettes Beziehung ist auch nicht ohne... Was diesen Krimi jedoch unverwechselbar macht, das sind gekonnte, stimmungsvolle Naturschilderungen, wie man sie anderswo selten findet. Auch wenn das Buch grad noch so spannend sein sollte: Man sollte sich Zeit nehmen für diese Passagen, sie sind es wert. Und dann gibt es auch hier wieder, wie meist bei Hillerman, wunderbar skurrile Figuren; diesmal lernen die Leser u.a. die Sekretärin der Navajo Tribal Police in Tuba City näher kennen. Hillermans Claire Dineyahze kann man durchaus als Navajo-Version von Sjöwall/Wahlöös Lennart Kollberg betrachten. Wenn Kultur und Überlieferungen der Navajos und Hopis keinen allzu großen Raum einnehmen, so spielt die Gegenwart eine umso größere Rolle: Religiöse und kulturelle Eigenheiten und Kodices werden von einflussreichen Weißen kaum berücksichtigt, und ein Indianer hat allemal größere "Chancen" auf die Todesstrafe als ein Weißer, der dasselbe getan hat. Gleichzeitig nimmt Hillerman aber auch das Klischee vom Naturvolk aufs Korn -- auch eine alte Indianerin, die zeit ihres Lebens vor allem Schafe gehütet hat, kann durchaus einen Skinwalker, einen bösen Geist also, von einem Mikrobiologen in Schutzkleidung unterscheiden. Wer den Krimi genau liest, stellt am Ende fest, dass hier die verschiedenen Kulturen sehr wohl eine wichtige, eine prinzipielle Rolle spielen: Wie gesagt, geht es hier um die Grenze zwischen Gut und Böse -- und um die Frage, wes Geistes Kind einer sein muss, der diese Grenze aus Hybris überschätzt. Die beiden Pole, zwischen denen sich das ganze Spektrum entfaltet, haben diesmal Namen: Den des alten Frank Sam Nakai auf der einen Seite, und auf der anderen Seite den des Täters. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Parabel für übertriebenen wissenschaftlichen Ehrgeiz:,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Spur des Adlers (Taschenbuch)
Wer jemals das Vergnügen hatte, den Südwesten der Vereinigten Staaten zu bereisen, und sich dabei in die herbe Schönheit der kargen Landschaften in Arizona, New Mexico und Utah verliebt hat, der kommt an den wundervollen und kenntnisreichen Romanen von Tony Hillerman nicht vorbei - insbesondere dann nicht, wenn er eine Vorliebe für verschlungene Handlungsstränge und indianische Mythologie entwickelt hat. Im vorliegenden Werk thematisiert Hillerman, der selbst acht Jahre lang ein Internat für Indianer besucht hat, die heimliche Bedrohung der Menschheit durch die Rückkehr der irrtümlich als besiegt angesehenen Seuchen. Jim Chee und Joe Leaphorn gelingt es zwar wieder einmal, den durch übertriebenen wissenschaftlichen Ehrgeiz ins Rollen gebrachten Fall zu lösen, doch mit ihrem eigenen Seelenleben haben sie nach wie vor zu kämpfen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das "Jugendbildnis" - als Einstieg wunderbar...,
Von R. Wauschkies (Braunschweig, Niedersachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Theodor Körner - Ein Jugendbildnis (Taschenbuch)
Horst Zänger bietet mit seiner Einführung "Theodor Körner- Ein Jugendbildnis des Studenten, Dichters und Patrioten" eine gute Basis für den interessierten Leser, um sich der Materie zu nähern. Den Anspruch einer umfassenden Biographie will der Autor nicht erheben, er betitelt seine Ausführungen somit wohlweislich als "Jugendbildnis". Wer dahinter aber nur einen Ausschnitt aus Körners Leben vermutet, liegt jedoch falsch; Körners nur einundzwanzig Jahre währendes Leben wird hier reichhaltig erläutert und mit Briefen, Bildern und Karten unterlegt. Ein gutes Buch, um sich mit dem Leben dieses jungen und viel zu oft dogmatisch missbrauchten Dichters einmal näher zu befassen.
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