Das hätte ich nicht gedacht, durch zielloses herumblättern finde ich bei Amazon "Theo gegen den Rest der Welt". 30 Jahre liegen zwischen diesem Roadmovie und dem heute. Der Film hat eindeutig Kultstatus, insbesondere weil es eine deutsche, aber trotzdem gute Produktion ist. Dabei sind es eher Handlung und Witz denn eine wertige Kameraführung, die den Film ausmachen. Der Film lebt von seiner Situationskomik.
So überkreuzen sich während des langen Weges mehrfach die Wege mit einer "typisch" deutschen Urlauberfamilie mit Audi 100 und Wohnwagen, die in Italien mit durchaus realistischen Problemen zu kämpfen hat. Einfach zum schmunzeln.
Theo, der Optimist, wird blendend gespielt von Marius Müller-Westernhagen. Trotz aller Unannehmlichkeiten wie dem Klau des Trucks, seiner Schulden, die ihn einen gebrochenen Finger kosten und seiner mangelnden Reflexion über seine hoffnungslose Situation bleibt er vollkommen zielorientiert: Er will seinen Truck zurück. Das es am Ende des Films eine Rechtslenkerversion seines Volvos ist, die er versehentlich verfolgt hat, lassen ihn noch lange nicht mutlos werden. Mit seinen Freunden macht er sich per Fischerboot auf den Weg von Neapel nach Marseille. Durch das offene Ende hätte man eigentlich vermutet, dass es einen zweiten Teil nach sich gezogen hätte. Schließlich gönnt man Theo, mit dem man im richtigen Leben nur bedingt etwas zu tun haben will, seinen Truck, mit dem er sonst im Ruhrgebiet auf "Entenjagd" geht.
Ab ins Regal und anschauen, wenn mal wieder eine Wirtschaftskrise droht - 5 Sterne.