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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
überdurchschnittlich..., 8. Januar 2010
Beim ersten hören der Scheibe war ich eher enttäuscht als begeistert. Aber wie so vielen "Meisterwerken" sollte man der Scheibe 2-3 Chancen geben damit man belohnt wird! Der Teufel (oder besser Genie) liegt im Detail.
Natürlich ist dies kein glattgebügeltes, chart-taugliches Rockalbum mit einer glasklaren Produktion! Und genau das macht, neben den innovativen Songs, erst den Reiz aus, schließlich ist es ein ROCKalbum. Das können der Musiker braucht hier nicht disskutiert werden und auch finanzielle Axspekte halte ich für etwas weit hergeholt. Hier machen einfach 3 Musiker das was ihnen Spaß macht und das sollte man akzeptieren und heutzutage vor allem bewundern!!!
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46 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Selbst wenn man noch keine fünfzig ist ..., 11. November 2009
... hat man heute als halbwegs wacher Musikrezepient schon viele sogenannte Supergroups diverser Spielarten kommen (und zuweilen auch schnell verschwinden) sehen. Und egal ob sie nun Audioslave, The Good, The Bad & The Queen, Velvet Revolver oder The Raconteurs heißen - immer versammelt sich illustres und zumeist sehr talentiertes Personal um eine herausragende Persönlichkeit, die dieser Zweckgemeinschaft als Klammer dient und die Prägung vorgibt. Ob nun Tom Morello, Damon Albarn, Slash oder Jack White, ein jeder drückt seinem Projekt den Stempel der Dominanz auf - follow the leader. Auf den ersten Blick gilt dies auch für Them Crooked Vultures, den wohl heißesten Hype des ausgehenden Jahres, denn es sind zunächst die Queens Of The Stone Age von Frontmann Josh Homme, die sich hier zunächst in den Vordergrund schieben. Doch recht schnell merkt man beim Anhören dieses heftigen und kantigen Brockens, dass sehr wohl auch die beiden anderen Mitglieder dieser Kollaboration ihre deutliche Handschrift beigetragen haben. Vor allem der raue Bluesrock von Led Zeppelin-Bassist John Paul Jones gibt dem Großteil der Songs eine angenehm erdige Note - "No One Loves Me ..." oder das schwergängige "Elephants" gewinnen so deutlich an Charme. Bei "Scumbag Blues", einem richtigen Rockfetzen, ist die Spielfreude der drei schier mit Händen zu greifen, Gitarrensoli galore und ab dafür. Andere Stücke wiederum sind eher beatgetriebene Stoner-Nummern - "Mind Eraser" mit seinem lustigen Horn-Outro, die erste Single "New Fang" oder auch die deutlich beschleunigten "Dead End Friends" und "Gunman". Alles gebrochen, nichts geglättet - mit "Warzaw..." gibt's gegen Ende sogar noch einen satten, fast neunminütigen Nachschlag lupenreinen psychedelischen Progressive-Metal - können sie also auch. Kurz, diese Mischung macht deutlich mehr Spaß als manches spätere QOTSA-Album, auch wenn einem nach einer Stunde der Schädel mächtig dröhnt. Aber das wiederum sollte ja bei einer Supergroup dieser Besetzung als Arbeitsnachweis mindestens zu erwarten sein ...
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23 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Future Rock, 16. November 2009
Ich bin alt genug, um mich zu erinnern, wie es mir und meinem Hören ging, als die erste Led Zeppelin-LP (die hießen damals so) herauskam - und dann kurz danach Whole lotta love. Ich war begeistert aber auch zugleich verstört. Heute weiß ich, was da passiert ist: da hat eine Band grandios auf der Basis der damaligen Rockmusik so grandios Grenzen durchbrochen und Neuland erobert ohne aber ins Experimentelle zu entrücken. Sondern sie haben es geschafft, die damals Blues-Rock gewohnten Hörer in neues, schwereres und energetisches Neuland mitzunehmen. Also - mal hochtrabend zu formulieren - musikalische und höhrgeschmackliche - Evolution betrieben.
Und jetzt ist es 40 Jahre später wieder soweit. Und John Paul Jones, der Bassist von Led Zeppelin ist wieder mit von der Partie. Them Crooked Vultures bringt dasselbe Kunststück wie damals Led Zep fertig. Ein grandioses, handwerklich erstklassiges Rockalbum (mit vielen Bluesanklängen), das nie glatt ist, sondern seine Hörer immer auch fordert, ja auch stresst und provoziert. Kein Song ist gleich beim ersten Hören inhaliert, an jedem Song muss man viel arbeiten, bevor alle Feinheiten und Gimmicks herauszugenießen sind. Und das macht Spaß, dieses immer neue Heraushören.
Extrem ist die Energie, die dem Werk entströmt. Es ist nervös im besten Sinne, es überrascht durch immer neue Wendungen und gefällt durch seine Vielfältigkeit. Es ruht sich nie aus, sondern treibt immer voran. Die Melodielinien sind nie erahnbar - und bleiben doch schnell im Gedächtnis. Hooklines der Zukunft sozusagen.
Josh Homme und Dave Grohl sind wahre Energiekraftwerke, die durch den intelligenten Bass von John Paul Jones zusammengehalten und ergänzt werden. Toll auch, wie die Handschrift aller drei Supermusiker deutlich herauskommt, aber das Album kein QOTSA- oder Foo Fighters-Verschnitt ist, am ehesten noch eine Led- Zep-Interpretation im neuen Jahrtausend. Und so toll hat Josh Homme noch nie gesungen, und noch nie so prägnant und ingeniös seine Riffs rausgehauen.
Hard-Rock der Zukunft ist das. Echt!
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