Es sollte ein Wochenendtrip werden: Freiheit, Abenteuer, Spaß und Grenzenlosigkeit. Einfach mal Ausbrechen aus dem Alltag, den Problemen den Rücken kehren und nur sie beide, Thelma und Louise. "Du hast gesagt, wir beide fahren weg, und wir können tun und lassen, was uns gefällt. Also Schätzchen, sieh dich vor, denn ich mach' nur noch, was mir gefällt!"
Dieser Traum wird jedoch so plötzlich beendet wie er begonnen hat. Louise erschießt einen aufdringlichen Typen, der Thelma zu nahe rückt, und daraufhin beginnt für sie beide eine verzweifelte Flucht durch den Westen Amerikas. "Steigst du mit ein? Ich muss das wissen. Das hier ist kein Spiel."
Auf ihrer Fahrt Richtung Mexiko kommt es zu allerlei Komplikationen und Begegnungen, durch die beide eine völlig neue Perspektive erhalten. "Ich hab' mich noch nie so wohl gefühlt. Verstehst du, was ich meine? Irgendwie sieht alles anders aus. Hast du auch das Gefühl, als ob du dich auf etwas freuen könntest?"
Das tragische Ende ist dann aber nicht mehr weit. "Alles, was wir zu verlieren hatten, ist schon weg." Und so treffen die beiden Frauen schließlich eine Entscheidung, die zu einer der spektakulärsten und unvergesslichsten Schlusssequenzen der Filmgeschichte führt...
Mit "Thelma & Louise" hat Ridley Scott ("Gladiator", "Hannibal", "Black Hawk Down") einen der interessantesten und beeindruckendsten Filme der frühen 90er Jahre geschaffen. Das außergewöhnliche Roadmovie erhielt zu Recht sechs Oscar-Nominierungen (Regie, beide Hauptdarstellerinnen, Original-Drehbuch, Kamera und Schnitt), gewann die Auszeichnung aber lediglich für das "Beste Original-Drehbuch".
Darüber hinaus ist die schauspielerische Leistung von Susan Sarandon ("Überall nur nicht hier") und Geena Davis ("Tödliche Weihnachten") einfach großartig, und auch die Nebenrollen sind mit Brad Pitt ("Sieben"), Harvey Keitel ("Pulp Fiction") und Michael Madsen ("Kill Bill: Volume 1") perfekt besetzt. Dazu kommt noch die ungeheuer stilvolle und emotionale Musikuntermalung von Hans Zimmer und eben Ridley Scotts gekonnte Inszenierungsweise, die ruhig und langsam eine gewisse Dynamik entstehen lässt, die dann schließlich in einen furiosen Showdown übergeht. Außerdem ist das Ende in seiner Symbolhaftigkeit und Aussage überaus eindrucksvoll und bleibt tatsächlich für immer im Gedächtnis.