Die "Theatergeschichte in einem Band" von Peter Simhandl gilt als vielverkaufte Einführung für Laien, so dass es mir fast unbedenklich schien, hier zuzugreifen, um einen ersten Überblick zu erhalten.
Dem Buch zugute halten muss ich, dass es tatsächlich nicht mit unverständlichen oder fachwissenschaftlichen Details aufwartet. Trotz allgemeiner Verständlichkeit sind die 567 Seiten andererseits so nüchtern und unlebendig geschrieben, dass es kaum Freude an der Materie vermittelt.
Im direkten Vergleich dazu habe ich das Buch "Schnellkurs Theater" von Andrea Gronemeyer gelesen, dem ich aufgrund des Umfangs (192 Seiten)und der zahlreichen Bilder eigentlich nicht viele Chancen einräumte, meine Erwartungen nach einem gut lesbaren Überblick zu erfüllen. Da Gronemeyer aber nicht nur verständlich, sondern auch prägnant und pointiert schreibt, habe ich aus diesem kleinen Büchlein mehr mitnehmen können als aus dem anderen.
Als ebenfalls gut lesbar und sinnvolle Ergänzung hat sich zudem "Der Schauspieler. Geschichte eines Berufes." von Gerhard Ebert entpuppt, was mehr eine Theatergeschichte als Berufsgeschichte des Schauspielers ist.
Wer also einen Überblick sucht, dem empfehle ich die beiden genannten Alternativen.