Walter Kamm nähert sich dem Bühnenfechten von der heutigen Zeit aus, und vergißt dabei, daß der Großteil der Theaterstücke in denen gefochten wird, aus einer Zeit stammt, oder in einer solchen spielt, da noch gänzlich anders gefochten wurde (nämlich mit dem Rapier). En-Guarde-Stellungen wie Kamm sie zeigt, sind in den wenigsten Fechtchoreographien, so sie historisch authentisch sein sollen, gänzlich unbrauchbar, sowie die Waffen selbst, von denen er gebrauch macht, und dem Stand (aus dem Sportfechten entnommen), der erst gegen Ende des 18. Jahrhunders angewandt wurde. Als Fechtchoreograph und -Lehrer kann ich von diesem Buch nur abraten. Alternativen sind: "Actors On Guard" von Dale Anthony Girard und "Swashbuckling" von Richard Lane.