4 Sterne haben Edguy für "Theater of Salvation" in jedem Fall verdient, auch wenn dieser Platte vielleicht der letzte Schliff fehlt, da das Album an einigen Stellen ein paar langatmige Passagen hat, die nicht ganz überzeugen können. Doch abgesehen davon, wende ich mich zuerst dem unbestrittenen König dieser Scheibe zu, und jener ist wieder einmal, wie auch schon bei den beiden Vorgängerwerken, der Titelsong. Das 14-minütige Meisterstück "Theater of Salvation" beginnt mit einem sehr schön eingeleitetem Kirchen-Chor, der eine leicht weihnachtliche Stimmung versprüht. Danach geht der Song in eine symphonische Gesangspassage mit fließendem Rhythmus über, und anschließend findet der Song seinen eigentlichen Anfang, als der Rhythmus speedig wird und Tobi's Stimme einsetzt. Danach setzt eine ruhige Passage ein, bei der Tobi's Stimme weiter in den Vordergrund gerät und den Hörer schließlich auf den ultimativen Hammer-Refrain vorbereitet, der wenige Sekunden später auf ihn herein bricht. Der Refrain ist unvergesslich, brennt sich in die Sinne ein und verleitet deshalb enorm zum Mitgrölen. Der Song verläuft weiterhin sehr facettenreich und mit wechselnden Stilelementen, wie etwa einem schönen Instrumentalpart. Sehr fett finde ich auch die Passage im letzten Drittel des Songs, in der zuerst Tobi allein und anschließend ein Chor 'Halleluja' grölt. Danach wird der Rhythmus nochmal kurz speedig und endet in einer ruhig ausklingenden Unterbrechung, bevor schließlich noch einmal der gnadenlose Refrain des Songs mehrfach wiederholt wird und den Song zum krönenden Abschluss geleitet. Weitere Anspieltipps der Platte sind hier zudem die beiden Balladen "Land of the Miracle" und "Another Time", sowie die knackigen Stücke "The Unbeliever" und "The Headless Game". Trotz all dieser Sachen, hat das Album aber wie gesagt auch einige langatmige Momente bei den restlichen Songs. Je nachdem mehr oder weniger, wodurch der Platte die Höchstwertung verwährt bleibt.