|
Entdecken Sie jetzt den Hollywood-Shop mit aktuellen Kino-Blockbustern, Preis-Hits und Bestsellern. Jeden Monat neu: Attraktive DVD- & Blu-ray Aktionen und die besten TV-Serien. |
Produktinformation
|
Mit der auf vier Teile angelegten Woody-Allen-Collection wird zum ersten Mal sukzessive ein Großteil des umfassenden, mittlerweile immerhin auf über 30 Filme angewachsenen Werkes des überzeugten New Yorkers auch in deutscher Sprache auf DVD erhältlich sein. Nach seinem Regiedebüt mit dem 1969 entstandenen Woody, der Unglücksrabe inszenierte Allen 1971 mit Bananas einen seiner skurrilsten Filme, dem noch deutlich Allens Background als Stand-up-Comedian und Gag-Schreiber anzumerken ist.
In der politischen Satire verliebt sich Allen als New Yorker Werbetexter Fielding Mellish in die hübsche Aktivistin Nancy (Louise Lasser) und gerät in der Folge in die Mühlen eines Guerillakampfes im fiktiven lateinamerikanischen Land San Marcos. Bananas erinnert in seinem anarchistischen Humor an die Marx Brothers oder an das damals ungeheuer erfolgreiche Nonsense-Magazin MAD und war in seiner episodenhaften Struktur ein Aufgalopp für den ersten Riesenerfolg, den Woody Allen im darauf folgenden Jahr mit Was Sie immer schon über Sex wissen wollten... landen würde.
Lediglich von der übergeordneten Thematik zusammengehalten, nähert sich Allen in sieben Episoden dem geschlechterspezifischen Zugang zum Thema Nummer eins, der nimmermüden, an Verirrungen reichen sexuellen Triebhaftigkeit. Unvergessen bleibt seine augenzwinkernde Hommage an europäisches Autorenkino, wenn er als italienischer Stenz sonnenbebrillt einer wunderschönen Frau (erneut Louise Lasser) nachstellt, die nur im öffentlichen Raum zu sexueller Erfüllung im Stande ist. Oder der absurde Auftritt als neurotisches Spermium im Leib eines notgeilen Filous, das ängstlich auf seinen Einsatz wartet.
Der vielleicht witzigste aller Woody-Allen-Filme jedoch gelang ihm zwei Jahre später mit Der Schläfer, einer eigentümlichen Orwell-Variante, in der es den Hobbyjazzer Miles Monroe (Woody Allen) durch eine verunfallte Operation in die ferne Zukunft verschlägt. Im Jahr 2173 erwacht Monroe in einer Überwachungsgesellschaft, in der ein ganzer Trupp dubioser Wissenschaftler auf seine Erinnerungen scharf ist. Monroe trifft auf Luna (Diane Keaton), flüchtet mit ihr in den Untergrund, um die Welt vom Großen Führer zu befreien, der -- seit einem Attentat zu einer Nase eingedampft -- isoliert im Hochsicherheitstrakt sein Dasein fristet. Woody Allen schlüpft zum ersten Mal konsequent in die Rolle des ängstlichen, neurotischen, ständig monologisierenden Waschlappens, und der Film markiert den Beginn der Zusammenarbeit mit Diane Keaton, die in der Folge fester Bestandteil des Allen'schen Universums sein wird. Ein Meilenstein für den Komiker, der sich erst 1977 mit Der Stadtneurotiker zu vergleichbaren Höhen aufschwingen würde.
Abgerundet wird die Box von dem weniger bekannten Die letzte Nacht des Boris Gruschenko, einer Parodie auf epische russische Literatur, die sich weniger über den Plot respektive die Figuren definiert als über die typischen Allen-Gags und Einzeiler, mit denen er als Autor berühmt wurde. Alles in allem eine höchst vergnügliche Zeitreise in die 70er-Jahre, die sich nicht nur Woody-Allen-Fans zu Gemüte führen sollten. --Thomas Reuthebuch
|
|