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Elspeth (Phyllida Law) macht sich an diesem Tag, uneingeladen, auf den Weg zu Ihrer erwachsenen Tochter Frances, einer Fotografin (Emma Thompson), welche nicht über den Tod Ihres Mannes hinwegkommt und eigentlich nur noch weglaufen möchte.
Weglaufen vor dem Leben und einer Entscheidung zu gehen oder zu bleiben.
Frances, nicht begeistert von dem unerwarteten Besuch und den unerwünschten Ratschlägen ihrer Mutter, lässt sich von Ihr zu einem Spaziergang überreden und beide beginnen einander auf eine ganz neue Art zu sehen.
In der Zwischenzeit begegnet Frances Sohn, Alex (Gary Hollywood), einem Mädchen, Nita (Arlene Cockburn), welche auch seinen Tag anders werden lässt, als er es sich auch nur annähernd vorgestellt hätte.
Man lernt Chloe(Sandra Voe) und Lily (Sheila Reid) kennen, zwei ältere Frauen, deren gemeinsames „Vergnügen“ darin besteht, gemeinsam Beerdigungen von Fremden zu besuchen, um vielleicht dadurch zu vergessen, das dieses Ereignis auch in ihrem Leben nicht mehr weit entfernt ist.
Tom(Sean Biggerstaff) und Sam(Douglas Murphy), zwei 12jährige Schuljungen, die an diesem Tag die Schule schwänzen und stattdessen am Strand spielen und sich unterhalten tragen einiges zu den humorvollen Szenen des Filmes bei, wenn auch nicht ohne eine gewisse Melancholie, der bald endenden Kindheit.
Phyllida Law und Emma Thompson ( Mutter und Tochter im wirklichen Leben), tragen maßgeblich zu diesem außergewöhnlichen Film bei, der keiner Action und Stunts bedarf, um ihn in Erinnerung zu behalten.
Alan Rickman, der Regie führte und zusammen mit Sharman MacDonald das Drehbuch schrieb, leistete erstklassische Arbeit.
„The Winter Guest“ ist ein Film, wie es ihn eigentlich viel zu selten gibt.
Er beinhaltet so viele Facetten des Lebens, daß man nicht wirklich weiß, wo man beginnen soll ihn zu beschreiben.
Er ist ernst und liebevoll mit einer wunderbaren Prise Humor gewürzt. Er bezieht den Tod mit ein und ist gleichzeitig eine Hommage an das Leben.
Es ist ein stiller Film, mit soviel Zartheit und Liebe erschaffen (ohne jedoch in irgendeiner Weise kitschig oder lächerlich zu sein), dass es manchmal gar keiner Worte der Protagonisten bedarf, um auszudrücken um was es hier eigentlich geht.
Viele Menschen werden sich in diesem Film wieder finden.
Unterstrichen wird das ganze, durch die einzigartigen Landschaftsaufnahmen, welche einem das Gefühl geben, diesen Tag fast fühlen und riechen zu können und noch weiter in diesen Film hineinziehen.
Wer der "Winter Guest" letztendlich ist, bleibt jedem selbst überlassen.
Für mich ganz persönlich ist der "Winter Guest" dieser kalte Tag, dieser Moment im Leben, der diese 8 Menschen begleitet, wenn Sie erkennen wer und was in Ihrem Leben wichtig ist.
Denn wenn auch dieser Tag noch so kalt ist, so sind diese Menschen reich an einer Wärme, die sich nicht in Celsius und Fahrenheit messen lässt und man wird mit einem sehr warmen Gefühl an diesen Film zurückdenken.
Ich habe ihn das erste Mal nach einem schweren Tag angesehen und danach hatte ich wieder Hoffnung und war wie ausgewechselt.
Ein Hoch auch an den Regisseur Alan Rickman. Er sollte wirklich öfter Regie führen!
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