Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Armenia City In The Sky | |||
| 2. Heinz Baked Beans | |||
| 3. Mary Anne With The Shaky Hand | |||
| 4. Shaky Hand | |||
| 5. Odorono | |||
| 6. Tattoo | |||
| 7. Our Love Was | |||
| 8. I Can See For Miles | |||
| 9. I Can't Reach You | |||
| 10. Medac | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Rael 2 (Bonus Track) | |||
| 2. Glittering Girl (Bonus Track) | |||
| 3. Melancholia (Bonus Track) | |||
| 4. Someone's Coming (Bonus Track) | |||
| 5. Jaguar (Bonus Track) | |||
| 6. Early Morning Cold Taxi (Bonus Track) | |||
| 7. Hall Of The Mountain King (Bonus Track) | |||
| 8. Girl's Eyes (Bonus Track) | |||
| 9. Mary Anne With The Shaky Hand (Bonus Track) | |||
| 10. Glow Girl (Bonus Track) | |||
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Der brachiale Drive der Who präsentiert sich auf dieser Produktion gewissermaßen schaumgebremst. Pete Townshend verzichtet weitgehend auf phonstarke Akkorde seiner E-Gitarre und klampft statt dessen mehrmals auf akustischem Gerät herum ("Sunrise" hat sogar vage Ähnlichkeit mit einem Bossa-Nova), Keith Moon, der geniale Derwisch am Schlagzeug, übt sich in relativer Zurückhaltung, und auch John Entwistle, sonst zuständig für honigdicken Basskleister, spielt den ihm zugedachten Part trocken und prägnant. Dafür wird als Neuerung der Sound mit Keyboard-Klängen unterlegt. Somit entstand für Who-Verhältnisse ein fast kammermusikalisches Werk (einige explosive Ausnahmen sind natürlich vertreten, so der ausgekoppelte Single-Hit "I can see for Miles"). Man erkennt das Bemühen um melodische Vielfalt und stilistische Abwechslung, dennoch deutet relativ wenig auf die nachfolgende Rock-Oper Tommy hin. Lediglich von "Rael 1" finden sich etliche Motive im späteren "Underture" wieder. Insgesamt wirkt "Tommy" dichter, schneller und rockiger - die Wiederfindung alter Aggressivität auf einer neuen Ebene. Eines kann man "The Who Sell Out" jedoch nicht absprechen: Es hat entschieden mehr Humor.
Die auf der CD mitgelieferten neun Bonustitel sind weit mehr als bloßes Füllmaterial. Zum Teil sind es Erstveröffentlichungen, rare Single-B-Seiten oder "Leihgaben" von der Who-Jubiläumscassette "Thirty Years of Maximum R&B". Darunter findet sich neben erstklassigen Songs wie "Someone's Coming" auch das obskure "Hall of the Mountain King" - das Instrumentral beginnt als Rock-Version von Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite und endet als schrille Fahrt mit der Geisterbahn.
Fazit: Die CD ist - ungeachtet des Titels - keineswegs ein musikalischer Aus- oder Schlussverkauf, sondern eine eindrucksvolle Demonstration von Pete Townshends Qualitäten als Songwriter und markiert eine wichtige (Übergangs-)Phase in der Geschichte der Band.
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