...das beweist Witi Ihimaera mit seiner wunderschön geschriebenen, nur knapp 170 Seiten langen Geschichte "The Whale Rider".
Und mit "wunderschön geschrieben" meine ich auch "wunderschön geschrieben". Witi Ihimaera schreibt über das junge Maori-Mädchen Kahu, deren Bestimmung es ist, die nächste Anführerin ihres Stammes zu werden - doch waren das bisher stets nur Männer, und ihr traditionsbewusster Urgroßvater, der letzte Stammesführer, will von ihrer angebliche Bestimmung nichts hören.... wird Kahu trotzdem seinen Respekt gewinnen und ihr Schicksal erfüllen?
Eine Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Geschichte und Mythologie, reich gespickt mit vielen Wörtern und Phrasen aus der Sprache der Maori. Einfach wunderschön, ohne jede Effekthascherei, gelingt Ihimaera der schwierige Spagat, der nötig ist, um alle Grenzen von Raum und Zeit in dieser Geschichte aufzuheben - was wesentlich dabei hilft, das Leben und das Leid der Maori besser zu verstehen.