...oh ja Ihr Lieben, und wie es das gibt. „The Watcher" ist der Beweis dafür.
Bei dem Film bzw. der Geschichte an sich handelt es sich um einen - ich will nicht sagen 0815-Krimi - aber doch um einen ziemlich „normalen" Film. Die Handlung:
Der „Watcher", der eigentlich David Allen Griffin heißt, beobachtet seine Opfer eine zeitlang, lernt ihre Lebensweise kennen, um sie dann im unerwartendsteten Moment zu attackieren. Als kleines Spielchen hat er sich angewöhnt, dem FBI-Agent Campbell (seinem Erzfeind) 24 Stunden vor der Tat ein Bild von seinem nächsten Opfer zu schicken, und räumt ihm somit eine „Frist" ein, in der das Opfer finden kann. Auf die fast schon tiefgründige Beziehung zwischen Campbell und Griffin einzugehen, würde hier zu viel Platz und Zeit beanspruchen, aber soviel sei gesagt: Griffin hatte es vor Jahren auch auf Campbells Freundin abgesehen. Campbell verjagte ihn, doch sie kam trotzdem ums Leben bei einem Feuer, das durch die Verfolgungsjagd entstand. Und als Griffin sich nun nach Jahren wieder bei Campbell meldet (als seien sie alte Freunde), ist er ein nervliches und körperliches Wrack. Doch dann kann sich Campbell aufraffen und nimmt die Jagd auf seinen Feind auf.
Soviel zur Story. Das wirklich besondere bzw. tolle an dem Film ist eigentlich wirklich, dass Keanu Reeves mal so richtig böse ist. Doch trotzdem charmant. Kann nicht sein? Doch, das geht! Er wickelt seine auserkorenen Opfer regelrecht ein, flirtet was das Zeug hält, und man mag gar nicht glauben, dass er wirklich zu einem brutalen Killer werden kann. Bis man ihn dann zum ersten Mal „in action" sieht.
Trotz der relativ einfachen und wahrscheinlich schon 1000mal da gewesenen Story (jedenfalls in sehr ähnlicher Art und Weise), kann man sich diesen Film durchaus anschauen, ohne enttäuscht zu werden. Spannung bleibt immer bestehen, und ich kann nur immer wieder betonen: es ist einfach ein Hochgenuss, Keanu Reeves als Killer zu sehen.
Trotzdem nur vier Sterne von mir, da die Story einem nun mal leider nicht vom Hocke reißt.