Nach dem siebten Band war die Reihe für mich gestorben. Über die Zeichnungen, die leider nur im ersten Band richtig gut waren, konnte ich als Fan von Zombies hinweg sehen, da Kirkman eine wirklich spannende Geschichte erzählte, die sich nicht einfach nur um die Zombies drehte, sondern um die Überlebenden und wie sich diese entwickeln und mit der Situation klar kommen. Eine Antwort darauf, wieso die Toten auferstanden sind, gibt es noch nicht, aber die fehlt öfter in solchen Geschichten und manchmal ist auch gut so.
Die letzten paar Bände von Walking dead waren einfach nur langweilig und es machte keinen Spaß mehr sie zu lesen, deswegen habe ich lange gezögert mir den achten zu holen, auch wenn der siebte spannend endete. Gute Horrorcomics sind leider selten, deshalb bin ich doch wieder zurück gekehrt und habe es nicht bereut. Band 8 macht einiges wett. Endlich passiert wieder etwas und zwar eine ganze Menge. Kirkman räumt bei dem übergroßen Cast endlich auf (Auch einer der Gründe, warum ich aufgehört hab zu lesen. Ich konnte die Figuren kaum noch zuordnen) und das Gefängnis, in welchem die Überlebenden sich verschanzten, ist nicht mehr länger sicher. Mit dieser Story zeigt sich wieder, wie viel Freiheit die Autoren und Zeichner bei Image haben. Die Gewalt wäre bei Marvels Max, oder DCs Vertigo vielleicht möglich, aber die Gnadenlosigkeit, mit welcher Kirkman und seine Figuren hier zu Tate schreiten? Nur vielleicht. Ehrlich gesagt bezweifle ich es.
Ich lese die Reihe nur als Paperbacks, trotz meiner Sammelleidenschaft für Comics, denn Walking dead ist oft eine etwas ruhigere Serie, die viel Wert auf ihre Charaktere legt und weniger auf Action und Splatter. So macht das lesen mehrerer Hefte in einem Rutsch mehr Spaß. Jedem, der wie ich die Serie hat fallen lassen, sei gesagt, dass es sich lohnt weiter zu lesen.