Starker Tobak was der Text auf der Buchrückseite da ankündigt: ein Blick auf die Welt, so pointiert und radikal wie Chuck Palahniuks Fight Club, nicht ganz, aber zweifellos ein sehr gehaltvoller, cleverer und extrem empfehlenswerter Comic! Inzwischen wurde Robert Kirkmans (Haunt, The Battle Pope) Story auch als TV-Serie adaptiert. The Walking Dead - Die komplette erste Staffel (2 Discs + O-Card) [Blu-ray]
Sparfüchse können getrost zur englischen Fassung des Comics (oder doch gar eine Graphic Novel?) greifen, besonders gute Englischkenntnisse erfordert Days gone bye nicht.
Das die Zeichnungen von Tony Moore s/w und nicht in Farbe sind hat mich zuerst überrascht und etwas enttäuscht, mit der Zeit hatte ich mich schnell daran gewöhnt. Im Grunde genommen sehen die Bilder im Comic so aus wie auf dem Cover, nur eben ohne koloriert zu sein.
The Walking Dead soll eine (nahezu) endlose Reihe werden, so Kirkman im lesenswerten Vorwort. Statt Splatter, Gore und Horror ohne Sinn und Verstand strebe er eher eine tiefgründigere Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren an, in denen es darum geht zu zeigen was an der derzeitigen Gesellschaft (der USA) nicht stimmt und was eigentlich wirklich zählt im Leben.
Polizist Rick Grimes (nicht verwandt mit Frank Grimes, Homers Erz-Feind, so weit mir bekannt) erwacht im Krankenhaus aus dem Koma. Er macht sich auf den Weg zu seiner Familie und stellt fest, dass plötzlich alles grundlegend alles anders geworden ist. Eine nicht näher erklärte Ursache hat einen Großteil der Menschen in seinem Heimatort in lebende Tote verwandelt. Noch sind es nicht zu viele und auch nicht besonders gut organisierte Zombies mit denen sich Rick und seine Gefährten herumschlagen müßen. Action und Dialoge halten sich im ersten Band ungefähr die Waage, im wesentlichen wird der Leser in die Welt von The Walking Dead und deren Figuren eingeführt.
Zombie-Horror mit Sozialkritik, mit Witz und intelligent erzählt und zeichnerisch ansprechend umgesetzt!