Hallo,
nachdem ein paar Leute die "Soap"-Mentalität erwähnt und angeprangert haben, habe ich mich nun auch entschlossen
eine Bewertung abzugebenŽ:
Ich denke, die Umsetzung der Comics als Fernsehserie ist mehr als gelungen. Ich habe selten eine so brutale - wenn auch nur limitiert- und gesellschaftskritische Serie gesehen wie "The Walking Dead".
Der Vorwurf, dass die Macher der Serie sich zu sehr mit zwischenmenschlichen Dingen beschäftigen, erschließt sich mir nur dadurch, dass die Leute falsche Erwartungen an die Serie haben.
Denn es war nie der tiefere Sinn der Serie durch sinnloses Töten von Zombies zu bestechen. Man beschäftigt sich viel mehr mit den Menschen, wie sie in dieser Apokalypse mit den alltäglichen Problemen umgehen.
Gerade das finde ich so lobenswert, dass man versucht mal eine andere Perspektive in die lange Liste der Apokalypse-Filme/Serien zu bringen.
Zu mal die Macher sich auch vom Sinn her( der Handlungsstrang weicht doch deutlich ab), sehr stark an den Comicvorlagen orientieren. In denen steht zu keinem Zeitpunkt der Kampf gegen die Zombies im Vordergrund, sondern einfach das Überleben in der "neuen Welt". In der man einfach feststellen muss, dass nicht die Zombies das größte Problem sind.
Die Frage nach Nahrung, Treibstoff, einem sicheren Zufluchtsort sind viel wichtiger.
Von daher denke ich, kann man den Machern nicht vorwerfen, dass die Serie zu sehr "GZSZ" ähnelt.
Fazit:
Wer eine reine Action-Serie gucken möchte, die durch stumpfe Handlung und viel Gewalt hervor sticht, ist mit The Walking Dead nur bedingt zufrieden zustellen.
Wer allerdings ein Endzeit-Szenario durch eine andere, neue Perspektive sehen möchte, bei der jederzeit jeder(!) sterben kann, dürfte mit dieser Serie vollkommen zufrieden sein.