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Auf dieser Doppel-CD finden sich beinahe alle wichtigen Arien der Callas, insgesamt einunddreißig der schönsten Aufnahmen. Alle sind unverwechselbar mit der Diva verbunden und sie beeinflusst noch heute die Interpretation der Nachfolgerinnen. Nur die Jahrhundertstimmen Joan Sutherland und Montserrat Cabelle, die ebenfalls den Ehrentitel erhielten, können bei der ein oder anderen Partie mit der göttlichen Callas mithalten. Ein Beispiel hierfür ist die Partie der Lucia aus Donizettis „Lucia di Lammermoor". Alle nehmen Maria Callas als Vorbild, doch nur die Sutherland kann die Meßlatte noch ein Stückchen nach oben verschieben - die ganz großen Diven unter sich! In der heutigen Zeit versuchen die Plattenfirmen eine neue Callas zu schaffen, aber eine Künstlerin wird nicht künstlich produziert sondern verdient sich selbst den Ruhm auf den großen Bühnen der Welt. Sie erobert das Publikum selbst und nicht durch geschickte Publicity!
Von den wundervollen Arien auf der CD sind insbesondere das „Vissi d'arte" aus Puccinis Tosca, „In questa reggia" aus Turandot und „Casta Diva" aus Bellinis Norma exemplarisch hervorzuheben. Zu den Highlights unter den Highlights gehört auf jeden Fall das wunderschöne „Ave Maria" aus Otello - keine singt so gefühlsbetont und herzzerreißend wie Maria Callas.
Dieses Recital sei allen Opernfans wärmstens an Herz gelegt, ebenso wie „Die großen Duette" von Maria Callas mit ihrem kongenialen Partner Giuseppe die Stefano. Aber nur als Ergänzung und nicht als Ersatz für Gesamtaufnahmen mit der Callas. Zu denken ist etwa an die Paraderollen der Callas: Tosca, Lucia di Lammermoor, Norma und nicht zuletzt Violetta aus Verdis „La Traviata" - alles beinahe göttliche Aufnahmen!
1977 stirbt Maria Callas, einsam. Ihr letzter Bühnenauftritt war 1974. Ein oftmals diskutiertes Leben - eine aber ohne Zweifel beeindruckende Stimme, die noch heute ihres Gleichen sucht.
Auf einer Best-Of CD wie dieser fehlt eigentlich nichts. Man hat die wichtigsten Arien beisammen. Ich glaube Stücke wie "Casta diva" oder "Visi d'Arte" fehlen sowieso auf keiner. Wunderbar.
Allerdings sollte man sich auch einmal Callas "komplett" zu Gemüte führen - das heißt, eine ganze Oper mit ihr hören. Ihre stärksten Rollen waren sicherlich in Bellinis "Norma" und in Puccinis "Tosca". Doch auch viele andere Rollen interpretierte sich nahezu unvergleichlich, z.B. auch eine herrliche Violetta in Verdi's "La Traviata".
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