Ich muss zugeben, dass mich Level 42 in den 80ern nur am Rande gestreift hat. "Lessons in Love" und "Running in the family" waren zwei Titel die es damals recht hoch in die Charts schafften.Heute, nahezu 25 Jahre später, fällt man per Zufall mal wieder über eine solche Gruppe, indem mal irgendwo im Netz ein Live-Video gepostet wurde. Mann erinnert sich und hört sich bei Amazon einfach mal die Songs einer Best-Of-Scheibe durch. In meinem Fall musste ich dann feststellen, dass Level 42 einfach durch die Bank weg gute Titel abgeliefert haben, wobei die Obengenannten nicht bloss extrem gute Eintagsfliegen waren. Die Truppe um den angeblich schnellsten Bassisten der Welt Mark King hat einfach einen grandios guten Gesamt-Sound. Dabei klingt's wohl wie aus den 80ern und dennoch gleichzeitig auch wieder zeitlos. Viele Titel haben einen ganz speziellen Funky-Touch, der angenehm unbeschwert rüberkommt. Es gibt dabei sowohl diesen analog-warmen Sound als auch die damals angesagten dreckig-digital Sounds, was den einzelnen Songs ganz besondere Stimmungen verleiht. Die Abmischung der Titel ist stets so gehalten, dass eine ganz eigenständige Räumlichkeit entsteht, was einen grossen Wiedererkennungswert mit sich zieht. Für mich ist dieses Album eine grandiose Möglichkeit in die Musikwelt von damals einzutauchen auf einem sound- und kompositorisch ganz hochwertigen Level...Eben Level 42. Uneingeschränkt empfehlenswert für alle die pop-musikalisch das gewisse Etwas suchen.