Nach dem genialen zweiten Album, der Lärmorgie "White Light/White Heat", traten die "Velvets" auf die Bremse. Fast jeder Song auf dem dritten Album "Velvet Underground" ist ein Akustiksong mit harmonischen Melodien und freundlichen, teilweise ironischen Texten. Anstatt über Drogen, S/M-Neigungen und Transvestiten singt man über "Jesus" und fängt an, das Licht zu sehen ("Beginning to see the Light"). John Cales Ausstieg und die Loslösung von Andy Warhol sorgt für weniger Experimentierfreude, Doug Yule (Gesang, Bass, Orgel) bringt mehr Pop. Dennoch ist das Album gelungen, es enthält die Klassiker "Pale Blue Eyes", "Candy Says" und das von Moe Tucker gesungene "After Hours". Ein sehr intimes Werk, quasi Velvet Underground "light".