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100 Jahre Universal Pictures
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In dem Film "The Unsaid" wird ein sehr ernstes Thema großartig umgesetzt. Der Film schreit nur so von innerer Zerrissenheit, Verdrängung, Schuld, Wiedergutmachungsversuchen und nonverbaler Kommunikation (the unsaid/das Ungesagte). Psychisch am belastendsten sind die ersten fünf Minuten, nach denen bei mir bereits Tränen kullerten. 12 000 Suizidie geschehen pro Jahr in Deutschland - das heißt es sterben mehr Menschen auf diese Art als durch Verkehrsunfälle! Es heißt, jeder Mensch, der keinen anderen Ausweg als den Suizid kennt, hinterlässt sechs Menschen in seinem Umfeld, die damit klar kommen müssen ... Ebenso wenig darf das totgeschwiegen werden, was in diesem Film sowohl Thommy, als auch Kyle erfahren mussten. Aber schauen Sie selbst ...
Es ist mir unerklärlich, dass dieser Film nicht bekannter ist. Alles passt zusammen, die Schauspieler sind ausgezeichnet, aber es ist wohl einfach nicht das Thema, das die Menschen sehen möchten. Auch ich bin der Meinung, dass dieser Film in jede Psycho-Thriller-Sammlung gehört!
Während er sich mit seiner Frau Penny (Chelsea Field) auf einer Schulvorführung befindet, in der seine Tochter Shelly (Linda Cardelleni) die Hauptrolle spielt, begeht sein Sohn Kyle
(Trevor Blumas) zu Hause Selbstmord.
Nach dieser „Einführung" springt der Film einige Jahre in die Zukunft. Michael Hunter hat seine erfolgreiche Praxis aufgegeben und schreibt nur noch Bücher oder hält gelegentlich Gastvorlesungen. Seine Ehe zerbrach an dem Selbstmord seines Sohnes; seine Tochter Shelly ist seit dem Tod Ihres Bruders traumatisiert und umgibt sich mit Freunden, die mal selbst wohlwollend nur noch als „White Trash" bezeichnen kann.
Bei einer dieser Vorlesungen trifft er eine seiner Ex-Studentinnen wieder. Diese bittet Ihn um seine Mithilfe bei einem besonders heiklen Fall: Thomas Caffey hat als Kind seine Mutter durch einen Mord verloren und lebt seit dieser Zeit in einem Heim. Jetzt, kurz vor seinem 18. Geburtstag, soll von einer Kommission entschieden werden, ob Thomas entlassen werden kann oder ob er weiterhin in einer psychiatrischen Anstalt verbleiben soll.
Thomas Caffey, gespielt von Vincent Kartheiser, weigert sich seit Beginn seines Aufenthaltes in dem Heim über den damaligen Vorfall zu sprechen. Thomas Vater wurde wegen des Totschlages an seiner Frau verurteilt, aber Thomas hat nie versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Nach anfänglichem Sträuben übernimmt Andy Garcia den Fall, der nicht nur sein Leben verändern wird.
Andy Garcia liefert für meinen Geschmack hier eine seiner besten schauspielerischen Leistungen überhaupt ab. Die Gradwanderung der Darstellung zwischen verzweifeltem Vater, Therapeut und Freund gelingt ihm hervorragend. Auch für die Darstellung und Entwicklung der Charaktere von Shelly und Thomas lässt Regisseur McLoughlin genügend Zeit. Eine Identifikation mit den Charakteren fällt dadurch sehr leicht. Dies führt dazu, dass der Spannungsbogen über die gesamte Dauer des Films erhalten bleibt. Die in diesem Genre üblichen Wendungen sind allesamt logisch nachvollziehbar und führen zu einem überraschenden Climax.
Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Allenfalls in einzelnen Szenen wäre eine Anhebung der Lautstärke des Centers wünschenswert gewesen wie z. B. bei der Rave-Party. Hier wird es schwer, der Unterhaltung zu folgen. Andererseits - bei welchem Rave kann man schon sein eigenes Wort verstehen : )
Die DVD enthält die deutsche und englische Tonspur sowie ein weitestgehend werbefreies Making-Of. Desweiteren sind noch Deleted scenes inkl. Audiokommentar sowie Trailer für weitere DVD enthalten.
Fazit: Einer der besten Psycho-Thriller der letzten Jahre, der in keiner DVD-Sammlung fehlen darf.
Auch drei Jahre später hat Michael Hunter den Selbstmord seines Sohnes nicht überwunden. Er hat seinen Beruf aufgegeben und doziert nur ab und zu, seine Ehe ist gescheitert und die Tochter entfremdet sich zusehends. Auf Drängen seiner Kollegin Barbara (Teri Polo) willigt er schliesslich doch in die Behandlung des 17-jährigen Tommy (Vincent Kartheiser) ein, dessen Mutter im Affekt von seinem Vater erschlagen wurde. Nach aussen hin wirkt Tommy scheinbar ganz normal, aber Michael erkennt, dass er zutiefst verstört ist. Um ihm helfen zu können, muss er immer tiefer in dessen Vergangenheit eintauchen und sieht sich dabei mehr und mehr an seinen eigenen Sohn erinnert. Tommy erkennt Hunters Zwiespalt und beginnt, ihn zu manipulieren. Dann bahnt sich eine Beziehung zwischen dem Tommy und Michaels Tochter an; die Situation gerät ausser Kontrolle. Fast zu spät gelingt es Michael, Tommys düsteres Geheimnis zu lüften ...
Ein faszinierender und packender Film, der ganz ohne Spezialeffekte und grosse Action auskommt. Vielmehr konzentriert sich der Regisseur auf die Gesichter seiner Schauspieler und entführt den Zuschauer in eine Welt voller unterdrückter Emotionen, Schuldgefühle und Hass.
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