14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Leichtes Wechselbad der Gefühle..., 4. April 2011
So, nach einer guten Woche des Hörens und Analysierens sehe ich mich auch in der Lage, meine Meinung zum vorliegenden Album kund zu tun ;-)). Ich gebe zu, es hat bei mir ein Wechselbad der Gefühle verursacht und ich kann hier wirklich alle Bewertungen von einem bis hin zu fünf Sternen sehr gut nachvollziehen.
Hätte ich meine Bewertung gleich nach dem ersten Hören geschrieben, hätte ich uneingeschränkt 5 Sterne vergeben. Allerdings hat sich recht schnell ein gewisser Abnutzungsfaktor eingestellt und nach dem ersten "Wow!!!"-Effekt hat sich bald eine latente Enttäuschung gezeigt. Es ist nicht allein der Stilwechsel von Gothic-Metal zum Rock/Pop-Sound, den Within Temptation hier vorgenommen haben, sondern insbesondere die fehlende Song-Komplexität und Abwechslung, die ich hier vermisste. Die Holländer waren bekannt für ihre Mixtur aus Opulenz, Bombast und Mystik - entsprechend vielschichtig und komplex waren ihre Kompositionen und Arrangements. Das fehlt mir ein bisschen beim vorliegenden Werk. Hätte ich das Album nach dieser Phase der Enttäuschung bewertet, hätte ich wohl 3 Sterne vergeben ;-).
Dann aber habe ich "The Unforgiving" wieder des Öfteren bei meinen (beinahe) täglichen Jogging- und Fahrradtouren gehört und habe meinen Frieden mit dem Album geschlossen.... :-). Wenn man sich an der kommerziellen und mainstreamigen Ausrichtung des Albums nicht mehr stört, entdeckt man wieder starke Songs mit intensiver und dichter Atmosphäre. Zwar immer noch eine ziemliche Abkehr vom Gothic Metal, aber dennoch eine insgesamt starke und ambitionierte Vorstellung der Holländer, insbesondere im Vergleich zum üblichen "Rock/Pop-Gedudel" auf dem kommerziellen Musikmarkt.
Was ich noch besonders bemerkenswert finde, ist Sharons Stimme: Sie setzt diese nun viel variabler und aussdrucksstärker ein und verlässt die gewohnten "höheren Sphären" der früheren Werke; auch wenn sich einige daran stören, finde ich persönlich diesen Wechsel als eine richtige Bereicherung, da der Gesangsvortrag dadurch viel abwechslungsreicher geworden ist.
Was die einzelnen Songs anbelangt, wurde seitens meiner Vorredner schon sehr detailliert darauf eingegangen.
Als Anspieltipps wären von meiner Seite aus neben dem bereits bekannten "Faster", das trotz seiner Eingängigkeit richtigen Ohrwurmcharakter besitzt, insbesondere noch das rockige "Shot in the Dark", die Powerballade "Fire and Ice", die sanfteren "Lost" und "Stairway to the Skies", das opulente "A Demon's Fate" und - mein absolutes Highlight - das düstere und kantige "Murder" zu nennen.
Ebenfalls sehr empfehlenswert ist der als Bonus-Track erhältliche Song "I Don't Wanna" (bzw. eher "The last Dance"??? - da scheint es wohl etliche Irritationen zu geben...), eine wunderschöne, keltisch angehauchte Ballade, von Sharon gesungen mit der gewohnten "Engelsstimme".
Ich kann allen Zögerern nur raten: Gebt dem Album eine (zweite) Chance - es lohnt sich wirklich!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Man liebt es oder halt nicht..., 20. August 2011
Rezension bezieht sich auf: The Unforgiving (MP3-Download)
Durch den Stilwechsel gibt es bei diesem Album (und wohl auch zukünftigen) wohl nur die beiden Extreme... man liebt es oder halt nicht!
Ich hab Within Temptation früher schon gerne gehört, allerdings nie längere Zeit am Stück weil mir die Stimmlage einfach nicht zugesagt hat. Nun singt Sharon deutlich tiefer und ich finde das diese Stimmlage wesentlich besser zu ihr und den Songs passt. In meinen Augen ist "The Unforgiving" das beste Album der Band und ich höre es auch nach einigen Monaten immer noch sehr viel.
Man muss natürlich zugeben... die Musik ist deutlich mehr im Bereich des Rock/Pop anzusetzen als im Bereich Gothic aber das schmällert in meinen Augen nicht die Qualität der Lieder! Wie gesagt... stimmlich ist es in meinen Augen eine große Verbesserung und die Melodien und Texte sind immer noch sehr gut.
Ich kann das Album nur empfehlen und hoffe das die weiteren an diesem anknüpfen werden.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Within Temptation goes Pop, 11. Juni 2011
Mein erster Gedanke beim Reinhören war: Die haben mir das falsche Album geschickt. Nach sorgfältiger Überprüfung dann der Schock - Oh.Mein.Gott, was ist das??? Und immer das Gefühl - habe ich was verpasst? Wann sind WT zu einer seichten Popgruppe geworden? Also habe ich mir in Amazon die Bewertungen angeschaut, um zu sehen ob es evtl. auch Anderen so geht. Jup. Doch der Mehrheit schien das Album zu gefallen. Also dachte ich mir, gut, lass die Songs einfach eine Weile auf dich wirken, vielleicht kommt der Zauber der alten Songs ja doch noch. Jetzt zieht sich das "wirken lassen" nun doch schon etwas hin, und von Zauber weit und breit keine Spur. Leider... Ich bin ein großer Fan von WT, aber ich kann mich mit dieser Pop-Version einfach nicht anfreunden. Zu dem schwachen Sound kommt die plötzliche 08/15 Stimme, und gerade diese hat einen früher seelig die Augen schließen und einfach genießen lassen. Wenn ich jetzt die Augen schließe, bin ich ständig versucht das nächste Lied anzuspielen, in der Hoffnung dass wenigstens dieses mir gefällt. Nun ja, da ich das Album nun schon einige Male gehört habe, weiß ich leider, dass dem nicht so ist. Einzig "A Demons Fate" bringt den Fuß dann doch ein wenig zum Wippen. Aber auch hier gilt, hätte ich den Song im Radio gehört, wäre mir als Letztes dazu eingefallen, dass er von WT ist.
Fazit: Wer Pop mag, dem gefällt das Album sicher besser, als mir. Ich habe wirklich versucht, den Songs eine Chance zu geben aber auch nach wiederholtem Anhören konnte ich einfach nicht damit anfreunden. Wer WT jedoch in guter, alter Manier erwartet, der wird mit Sicherheit erst einmal enttäuscht sein. Zum Trost gibt es jetzt erstmal das Black Symphony Album, endlich wieder ein Genuss für die Sinne...
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