Bevor ich mich nach anfänglichen Zweifeln doch dazu entschieden habe, das Album zu kaufen, und es zum ersten Mal in den CD-Player geschoben habe, habe ich mich zugegebener maßen das eine oder andere Mal gefragt, ob es überhaupt eine gute Idee sei, auf Play zu drücken. Nach den ersten 20 Sekunden von "Devil's Harlot" war ich zu einer klaren Anwort gelangt: Ja, Definitiv.
Auf dieser CD stimmt so ziemlich alles: Die Runde aus Black Metal Allstars um Ex Gorgoroth-Bassist King Ov Hell, bestehend aus Shagrath (Dimmu Borgir), Frost (Satyricon), Ice Dale (Enslaved, Audrey Horne) & Teloch (1349, God Seed) dürfte zwar unter Anhängern des elitäreren Teils der schwarzmetallischen Gemeinde auf taube Ohren und altbekannte Ignoranz Stoßen - bei aufgeschlosseneren Hörern jedoch genau jenes Hochgefühl wecken, das gut gespielter, qualitativ hochwertiger Black Metal in so manchen Köpfen auszulösen vermag.
Eins merkt man sofort, die fünf beherrschen ihr Handwerk selbstverständlich meisterlich. King's Einflüsse sind, wie zu erwarten, unüberhörbar, was sich vor allem im eher simpel gestalteten Songwriting niederschlägt. Trotzdem ist "The Underworld Regime" auch etwas für jene, denen Gorgoroth in jüngster Zeit nicht mehr viel zu bieten hatte.
Das Album glänzt mit einem vielschichtigen Aufgebot epischer, intensiver, getragener & raserischer Klänge, infernalen Gitarren- und prägnanten Basslinien, denen nicht zuletzt die Krächtzstimme von Shagrat, dem man endlich wieder das Feuer aus alten Dimmu Borgir Zeiten ohne Keybord und Bombast anzuhören vermag, hier und da verziert mit dem eine oder anderen Sample. Vor allem den Fast-Klargesang in "Perpetual Night" und die zwei in Norwegisch verfassten Stücke "Krigsatte Faner" & "Hill Norge" hätte man von King Ov Hell so definitv nicht mehr erwartet.
Alles in allem ein überaschend gutes Werk, das Ov Hell hier zu stande gebracht haben und das jedem, der nicht zu sehr auf den Bekanntheitsgrad der Bandmitglieder, sondern auf die Musik an sich wert legt, zu empfehlen ist.