.... nannten sich The Clash schon zu ihren Lebzeiten (1976-1985), und wenn man sich diese jüngt erschienene Doppel-CD anhört ist man fast schon versucht, dies vorbehaltlos zu glauben.
Kaum eine Band, und ganz besonders keine andere Punk-Band, verstand es so geschickt mehrere unterschiedliche Stilrichtungen wie Reggae, Hardrock, Punk zu vermischen und mit sozialkritischen, wachrüttelnden und gleichzeitig intelligenten Texten zu versehen.
Die Sammlung erhält nicht nur die Titel, die man erwarten dürfte, wie die bekannten Songs wie "London Calling", "London's Burning", "Guns of Brixton" oder "Should I stay or should I go", sondern auch zig Songs wie "1977", "Bank Robber" oder "This is Radio Clash", die nur auf den EPs der Band erschienen sind, die seit Jahrzehnten nicht mehr gepresst werden.
Die beiden CDs versuchen möglichst jede Phase der Karriere der Band mit gleichem Anteil zu berücksichtigen.
Dies ist auch der einzige Fehler der CDs (und der Band): The Clash waren, wie der britische Punk als Phänomen, ab ca. 1982 ("Sandanista"-Album) erledigt, und im Gegensatz zu den Sex Pistols, die nur ein Album aufnahmen und dann in den Bereich der Mythen und Legenden verschwanden, blieben The Clash so lange zusammen, bis sie künstlerisch nichts mehr zu bieten hatten.
Das hört man auf den CDs: Bis einschließlich der "London Calling"-Ära ist das Material erstklassig (ca. die ersten 30 Songs von "Ultimate collection") danach gibt es nur noch eine handvoll Lichtblicke wie beispielsweise der Hit "Rock the Cas(h)bah"
FAZIT: Wer auch nur ein marginales interesse an Punk oder Rock'n'Roll hat, kommt an der Gruppe und dieser Zusammenstellung nicht vorbei (Bruce Springsteen nannte "The Clash" zusammen mit den "Beatles", "Public Enemy", "Bob Dylan" in einem Interview auf die Frage nach den wichtigsten Musikern dieses Jahrhunderts)
Wenn ihr schon dabei seit: Kauft auch noch "London Calling" und "The Clash" (die Debut CD) - alle Songs auf diesen CDs sind großartig.