"The Twits" von Roald Dahl ist eines seiner gelungensten Kinderbücher überhaupt. Mit viel Witz und skurilem Charm erzählt er die Geschichte eines ausgesprochen geschmacklosen, boshaften Paares, das sich gegenseitig üble Streiche spielt. Diese beidnseitigen Anfeindungen treffen den kindlichen Humor der Leser ins Schwarze. Dinge, die die Kinder auch gerne mit manchen unliebsamen, erwachsenen oder kindlichen Zeitgenossen machen würden, werden hier in die Tat umgesetzt. Dabei reichen die Untaten von einfachen "practical jokes" bis zu perfide ausgeheckten psychologisch-wirksamen Gemeinheiten. Während der erste Teil des Buches sich mit dem äußerst unharmonischen Eheleben der Twits beschäftigt, so bekommen die beiden im zweiten Teil des Buches die Rache der von ihnen geschundenen Kreaturen, einer Familie von Zirkusäffchen, zu spüren. Die Tiere zahlen es den Twits mit gleicher Münze heim und sorgen so zum Schluß noch für "poetical justice". Fast hat der Leser Mitleid mit den erbärmlich dummen Twits, die sich letztendlich durch ihre ureigene Unlogik richten. Alle Bücher Dahls gewinnen durch die Zeichnungen von Quentin Blake an Anziehungs- und Aussagekraft. Dies gilt aber in besonderem Maße für "The Twits". In keinem anderen Buch Dahls unterstreichen die Illustrationen so gut und eindrucksvoll den Inhalt. Besonders genial sind die Detailzeichnungen des Bartes Mr. Twits und der von den Twits hochgeschätzten Spezialpastete. Ekel und Amüsement reißen niemals ab. Durch die überdurchschnittliche Unterhaltsamkeit und die geringe Seitenzahl ist das Buch eine ideale Schullektüre. Gute Laune und dadurch hohe Motivation garantieren "The Twits". Sprachlich ist das Buch gut zugänglich, so daß man es als Ganzlektüre gut im zweiten Lernjahr einsetzen kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)