Ich fand das Album definitiv gut bis sehr gut.
Die Lieder haben mich teils aber eher durch ihre Texte denn durch die Melodie (die im mindestmaß solide waren) überzeugt.
Wunderbar witzige Texte hatten unter anderem "Bitch came back" und "The Truth is...", was man allerdings nicht hören sollte wenn gerade eine weniger tolerante Feministin in der Nähe ist und eigentlich generell nur zu empfehlen ist, wenn man den entsprechenden Humor hat. Ich fand sie lustig und muss beim hören immer grinsen oder lachen. Das ganze wird unterlegt mit passender Rockmusik die auch gut reinknallt, wie man es erwarten würde.
In die gleiche Ecke, wenn auch nicht ganz so perfekt gelungen geht "Gentleman", dafür ist an dem Song aber ein Quäntchen Wahrheit.
Die restlichen Songs haben ebenfalls Ohrwurmcharakter, stechen für mich aber nicht so sehr hervor wie diese drei.
Die einzige Ausnahme dabei macht "We were man". Hier wird die Band ernst und pazifistisch, unterlegt das ganze mit tragischer und nichts desto trotz wirkungsvoller Melodie und einem Refrain, der einem durch und durch geht, ein großartiger Song zum abschließen des Albums in der normalen Version.
Jetzt haben wir aber natürlich in der Special Edition noch 5 Bonustracks.
Die Bonustracks "Villain" und "Does it Really Matter" haben mir gefallen. "Villain" geht in etwa in die Richtung, die auch "Bitch Came Back" und "The Truth is..." einschlagen, daher konnte ich mich mit dem Song besonders schnell anfreunden. Nicht ganz ins reine gekommen bin ich mit "Better or Worse". Stellenweise fand ich das Lied ganz gut, stellenweise weniger.
Mit den Akustikversionen konnte ich nur mit "Out of my Head" was anfangen, das Lied hatte auch die entsprechende melodische Grundlage dafür.
Bei "Easy to Love" wars dann aber zu viel des Guten. Dieses Lied fand ich schon in der normalen Version nicht ganz so pralle, in der Akustikversion hat mich das Lied nur gelangweilt.
Fazit: Das Album sticht für mich größtenteils durch seine teils witzigen und provozierenden Songs hervor, gleichzeitig wird hier aber auch gezeigt, dass Theory of a Deadman auch ernst sein kann. Etwas das einen melodisch absolut vom Hocker reißt ist zwar nicht dabei, aber die Platte hat trotzdem einige sehr gute Lieder, von denen es gerne mehr hätte geben können.