- Sommer-Special: Laden Sie jetzt für kurze Zeit den Langnese-Song "So schmeckt der Sommer", gesungen von Cassandra Steen, in voller Länge herunter.
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Wie der leicht ironische Titel schon vermuten lässt, hat die Sängerin mit der unverwechselbaren Stimme, die auch für die Produktion der Platte verantwortlich zeichnet, nichts von ihrem Biss verloren. Es gibt im Moment wohl kaum jemand, der die Gratwanderung zwischen Soul, HipHop und Pop überzeugender hinbekommt als Macy Gray. Wie das geht, zeigt sie uns mit Songs wie dem mit ein paar dezenten HipHop-Elementen angereicherten "It Ain't The Money", bei dem Rapper Pharoahe Monch ein paar Reime beisteuert, oder dem nicht weniger farbenprächtigen "She Ain't Right For You" mit genau jener Hingabe, die nötig ist, um aus guten Songs sehr gute werden zu lassen.
Das sind aber nur zwei Höhepunkte eines Albums, das keine Schwachstellen besitzt. Mindestens ebenso faszinierend fallen auch Stücke wie das extrem lässig dahingleitende "Come Together", das mit sanften Streichersounds veredelte "Jesus For A Day" und die sehr zurückhaltend arrangierte Ballade "Happiness" aus, der wohl schönste Song der Platte. --Norbert Schiegl
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"The trouble with being myself" ist nämlich mehr als brillant. Die Lieder sind absolut vielseitig; sowie unter musikalischen als wie auch textlichen Gesichtspunkten betrachtet. Macy singt z.B. von Liebes- und Beziehungslieder ("When I see you"; "She ain't right for you"; "She don't write songs about you"), Religion ("Jesus for a day"), Drogen ("Happiness") und natürlich vergisst sie auch nicht, mit "Sreamin'" uns wieder kleine Einblicke in ihr Sex-Leben zu offenbaren (wie schon in den Vorgängeralben). Und das sind noch lang nicht alle Themen, die in den 12 Liedern aufgegriffen werden.
Musikalisch hat sich Macy ebenfalls weiterentwickelt. Die Lieder sind zwar facettenreich, harmonieren aber alle ausgezeichnet miteinander. Auch kommt es "The trouble with being myself" zugute, dass man bei dieser Hochglanz-Produktion mit unterschiedlichsten Mitteln gearbeitet hat: So überzeugten "Jesus for a day" und "She ain't right for you" durch die herrlichen Violinen-Elemente, "It ain't the money" durch die Einflüsse des Hip Hops und Lieder wie "Come together" und "Things that made me change" sind mit ihrem Blues-ähnlichen Beat einmalig.
In "My fondest childhood memories" berichtet uns Macy über ihre "liebevollen Kindheitserinnerungen", wo beide Elternteile fremdgingen. Doch zum Glück sind ihre Eltern immer noch glücklich verheiratet, da Macy die jeweilige Affäre umgebracht hat. Dieses ironische Lied ist zum einen amüsant, macht aber auch nachdenklich.
Dadurch dass alle Texte von Macy auch persönlich geschrieben und sie sich die Seele förmlich aus dem Leib singt, kommen die Lieder auch sehr ehrlich rüber. "Happiness" erzählt die Geschichte von einem Fixer, der auf Entzug ist. Es ist garantiert das traurigste aller Lieder auf diesem Album und durch den Gitarren-Einsatz am Ende des Songs und dem Kinderchor wird "Happiness" auch musikalisch zu einem Höhepunkt des Albums. Wer wissen will, wie man musikalisch Verzweiflung darstellen kann, sollte sich dieses Lied nicht entgehen lassen.
Trotz dass "The trouble with being myself" eines der außergewöhnlichsten, vielseitigsten und eigenwilligsten Alben unserer Zeit ist, das selbst nach mehrmaligen Hören keine Langeweile aufkommen lässt, wird dieser CD leider nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie sie sie verdient hätte. Macy Gray ist in unserem Breiten wohl immer noch eher ein Geheimtipp und abgesehen davon, werden die deutschen Charts zur Zeit eh von irgend welchen Möchtegern-Superstars regiert.
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