"Japanische Folksongs, Rockabilly, sozialistische Zeichentrickserien, französische Chansons, Sixties-Rock, Seventies-Funk, Eighties-Revival, Reggae, Afro-Blues, Hercule Poirot, ungarische Autowerbung, John Lennon...", das alles sind Worte, die fallen, wenn der ungarische Allround-Musiker Erik Sumo alias Ambrus Tövisházi über das musikalische Spektrum seiner "Trouble Soup" spricht. Daran erkennt man schon, hier wird musiziert und komponiert, ohne Bock zu haben, sich in irgendeine Schublade pressen zu lassen. Zu recht. Die Erik Sumo Band macht äußerst bunte und energiegeladene Musik ' ein Beschreibungsversuch: Elektro-Folk mit Punky Attitude, der sich zeitlos in der ganzen Welt bedient. Bei jedem Song kommen einem andere legendäre Künstler in den Sinn: Bowie, Björk, B 52, Jimi Tenor, The Flaming Lips, Gossip, Les Négresses Vertes, The Killers, Beck (und wenn ich die Scheibe noch mal höre, fallen mir wahrscheinlich wieder ganz andere ein) - alles stilbildende und -suchende, gerne auch mal schräge Musiker mit dem ganz besonderen Etwas. Diese Attribute passen auch ganz gut zu Erik Sumo. Sehr eigenwillig, aber spannend und irgendwie auch ein wenig lustig.