Der Spielfilm von 2010 war bei Publikum und Kritikern ein Erfolg. Nebendarsteller Jeremy Renner wurden sowohl für den Oscar als auch den GG nominiert.
STORY
Der Film spielt in Charlestown, einem irisch geprägten Stadtteil von Boston. Doug MacRay (Ben Affelck) ist der Anführer von vier Bankräubern, die im Auftrag von Fergie dem Floristen ihre Jobs erledigen; bei ihm also auch einen Teil der Kohle abliefern müssen. Bei einem Banküberfall kommt es zu einer Geiselnahme. Die Bankangestellte Claire Keesey (Rebecca Hall) kommt zwar wieder frei, da sie aber im gleichen Stadtteil wie die Räuber wohnt, wird sie zu einem Problem.
MEINUNG
Ben Affleck hatte bisher als Schauspieler einen schweren Stand. Er war zwar in zahlreichen guten und erfolgreichen Produktionen dabei, konnte selbst aber selten überzeugen. Zu farblos, zu uninspiriert. Nur sympathisch sein und gut aussehen, reicht nicht immer. Bei "The Town" dürfte er sich hiervon endlich etwas gelöst haben. Nicht nur, dass er - was er schon immer eigentlich besser machte - als Drehbuchautor und Regisseur gute Arbeit ablieferte, endlich beeindruckte er auch mal als Darsteller.
Der Film vereint gleich mehrere Genres von Krimi über Action hin zum Gangster-Drama. Obwohl das Drehbuch sicherlich nicht zu tiefgehend und bahnbrechend eingehend ist, entsteht eine stimmige Story, die vor allem exzellent geführt wurde. Was dann auch Ben Affleck als Regisseur zu verdanken gewesen sein dürfte. Was soll er sich auch allzu viel Mühe mit dem Drehbuch geben, wenn er den Film sowieso dreht? Das einzige, was nicht so klappt, ist die Übertragung des anscheinend besonderen Ortkolorits.
FAZIT
Ein dreifach guter Ben Affleck sorgt für einen guten Mainstream-Film, der sich von anderen dieser Art dank exquisiten und breit gestreuten Leistungen abhebt. Nur der deutsche Nachsatz-Titel hätte nicht sein müssen.