The Top war die erste Cure-Platte, die ich mir kaufte. Eigentlich wollte ich mir das "Kiss me kiss me kiss me"-Album holen, dass ich kurz nach seiner Veröffentlichung bei einem Freund gehört hatte, aber die Doppel-LP war zu teuer für mein damaliges Taschengeld. Außer dem gehörten Kiss-me-Album kannte ich noch nichts weiter von The Cure, aber The Top sah vom Cover irgendwie vielversprechend aus und war gerade so noch finanzierbar.
Zu Hause wanderte die LP geradewegs auf den Plattenteller: Trommelwirbel - "Hahahaha ... Wake up in the dark!" brach The Top über mich her und war tatsächlich ein Aufwachen im Dunkeln für mich. Dieses Album hat meine Hörgewohnheiten und mein Verständnis für Musik mehr geprägt als jede andere Platte. Ich hatte noch nie so etwas kreatives, experimentelles, buntes, eigenwilliges, vielseitiges gehört - vor allem innerhalb eines einziges Albums. Ich erinnere mich noch, dass ich bei "Give me it" da saß und immer wieder flüsterte: Wie genial, wie genial!
Ich mag auch die anderen Cure-Alben (vor allem Faith und Pornography), aber The Top wird immer mein Favourit bleiben. Schade, dass es nicht viel mehr solche Ausnahmekünstler wie Robert Smith gibt.