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am 10. August 2005
"The times they are a-changin'" - diese Folk-Hymne ist gleichzeitig Opener und Titelsong des Nachfolgers von Dylan's wirklichem Debüt "The freewheelin' Bob Dylan", und es zeigen sich zwischen diesen beiden Klassikern einige Parallelen:
Es sind nur Bob's Gesang, seine Gitarre und die Mundharmonika zu hören; einige Liebslieder umrahmen den aus politisch engagierten, gesellschaftskritischen Songs bestehenden Stamm des Albums; die Songs sind sehr textbetont, nicht besonders melodiös, aber dennoch sehr eindrücklich und tiefgehend.
"The times they are a-changin'" wird von einer Athmosphäre getragen, die so düster ist, wie man sich es nur vorstellen kann.
Die Aufnahmen sind sehr leise gehalten; man muss seine volle Aufmerksamkeit auf die Lieder und vor allem die Texte richten, um diese Musik für sich zu erschließen und schätzen zu lernen.
Die lyrics sind ein Aufruf zum Protest gegen soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, Reaktion etc...sie beinhalten also ein großes Identifikationspotential; man könnte sie als eigene politische Statements übernehmen: "Ballad of Hollis Brown" erzählt die Geschichte eines verarmenden Bauerns, der letztendlich mit sich und der Welt abschließt und seine gesamte Familie ausradiert, "With god on our side" ist ein kurioser Rückblick auf die Weltgeschichte sowie ein Anti-Kriegs-Lied,
im "North country blues" erzählt Dylan in Lagerfeuerathmosphäre eine Lebensgeschichte eines armen Mannes, der sich mehr schlecht als recht durchschlagen muss, "Only a pawn in their game" handelt von dem Mord am schwarzen Bürgerrechtler Medgar Evers und ist zusätzlich ein Aufschrei gegen reaktionäre Machthaber, die Rassismus und Gewalt fördern, und der Höhepunkt der CD, "The lonesome death of Hattie Carrol", handelt von einem weiteren Mord, diesmal von einem grundlosen Lustmord durch einen Mann mit "Connections", der mit einer 6 monatigen Strafe davonkommt (wahre Begebenheit...in Amerika ist halt alles möglich).
Zwischendrin gibt's dann auch mal Abwechslung, z.B. "One too many mornings", ein wunderschöner, einfacher Song mit Gedankenlyrik; auch das Liebeslied "Boots of Spanish leather" ist wundervoll, musikalisch und textlich.
Bob Dylan ist mit "The times they are-achangin'" ein Rundumschlag gelungen, der seines Gleichen sucht: Puritanische musikalische Mittel reichen dem Meister aus Duluth/Minnessota zum Erstellen eines Albums, das alles hat: Weltklasse Texte mit politischem und auch ganz einfach gedanklichem Inhalt, tolle Melodien und eine dunkle, düstere Athmosphäre, die nachhaltig zum Nachdenken anregt.
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am 5. April 2008
Mit seiner dritten Veröffentlichung, "The Times They Are A-Changin'", setzte Dylan die mit dem Vorgängeralbum "The Freewheelin' Bob Dylan" eingeschlagene Richtung fort. Nach Stücken wie "Blowin' in the Wind" und "A Hard Rain's A-Gonna Fall" wurde der Titelsong eine weitere Hymne der zunehmend selbstbewusster auftretenden Jugend. Die Bürgerrechtsbewegung verschaffte sich Gehör und prangerte erfolgreich offenkundige Missstände mit dem Hinweis auf ihre Verfassungswidrigkeit an. Soziale Reformen kamen allmählich in Gang. Die großen Firmen begannen, auf die entstehende Gegenkultur aufmerksam zu werden und witterten Profit.

Joan Baez war seit dem Ende der Fünfzigerjahre die große Diva des Folk und die Beziehung zwischen ihr und Bob Dylan gab seiner Popularität einen großen Anstoß. Sie adaptierte einige Dylan-Songs für ihre eigenen Alben. Gemeinsame Auftritte machten ihn einem noch größeren Publikum als bisher bekannt. Kommerziell war Dylan jetzt so erfolgreich, dass er für seine Gastauftritte bei einer Tournee von Joan Baez eine höhere Gage erhielt als sie selbst. Seit 1965 gingen die Wege der beiden auch künstlerisch auseinander. Das folgende Album, "Another Side of Bob Dylan" zeigt bereits einen deutlichen Persönlichkeitswandel und eine Abkehr von seiner Rolle als Leitbild der Protestgeneration an.

Sicher ein großartiges Album. Die Produktion der (remasterten) CD wird jedoch dem Stellenwert dieses Albums nicht gerecht. Der Gesang ist zu laut, die Gitarre zu leise ausgesteuert. Wer hat da an den Reglern gesessen?
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Warum Bob Dylan schon in ganz jungen Jahren als Sprachrohr einer Generation galt, bestätigt sich allerspätestens mit Erwerb und Konsum dieser Scheibe.

Die Zeiten ändern sich. Natürlich, das tun sie immer. Bob Dylan bietet auf dieser Scheibe jedoch einen sehr düsteren Ausblick, der eigentlich wenig Hoffnung macht. Kein Wunder: Wir schreiben das Jahr 1964. Man war gerade mal eben noch am 3. Weltkrieg vorbeigeschrammt (Kuba-Krise 1962) und die kommunistische Weltbedrohung, die jederzeit überschwappen konnte, war in den Köpfen der Menschen jener Zeit wohl tatsächlich erschreckend real. Noch dazu, wo die amerikanische Regierung alles tat, um stets daran zu erinnern wie böse, schlecht und gefährlich die bloße Existenz der "Roten" war... Von den innenpolitischen Krisen - obligatorisch (leider immer noch) hierfür die Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Schwarzen sowie die Sackgasse Armut, die die Kehrseite des American Dream widerspiegelt - denen sich ein Herr Dylan auf diesem Album ebenfalls annimmt, ganz zu schweigen.

Was sollte da schon anderes rauskommen, als eine melancholische, traurig stimmende Platte?
Wenn man die Scheibe am Stück durchhört könnte man tatsächlich glauben, das war das allerletzte Musik-Album, das man noch zu Lebzeiten hören durfte. Nach "Restless Farewell", das den Schlusspunkt der Platte markiert, scheint alles gesagt, was es noch zu sagen gab. Schnell noch die CD wieder zurück in die Hülle geben und auf die Apokalypse warten...
Sogar Beziehungskisten-Balladen im klassichen Sinne (und die fand man am Vorgänger THE FREEWHEELIN` BOB DYLAN noch zu Hauf) gibt es auf der Platte keine. Diesmal geht es ausschließlich um Politik (u.a. der Titelsong), Mord (resultiert aus Armut und Ausweglosigkeit - u.a. "The Ballad Of Hollis Brown"), westliche Arroganz ("With God On Our Side") und noch so manches andere brisante gesellschaftlich-(westlich)-globale Thema.

Wenn man sich die Mühe machen möchte und - während des Hörens - die Lyrics-Sammlung (mit deutscher Übersetzung) zur Hand nimmt, um mitzulesen, wird man erkennen, welch großartiger Lyriker ein Bob Dylan war und ist. Er schafft es, sämtliche Missstände anzuprangern, ohne lehrerhaft zu wirken. Wie schon beim genialen Vorgänger THE FREEWHEELIN` BOB DYLAN bedient sich der junge Bob Dylan einer klaren, verständlichen, direkten, aber künstlerisch sehr wertvoll aufbereiteten Sprache.

Was auf diesem Album allerdings (leider) etwas kurz kommt sind die Melodien, weshalb es - so denke ich - auch ein bisschen schwer ist, die Scheibe als deutschsprechender Konsument schnellstens innig ins Herz schließen zu können. Wie gesagt, es lohnt sich, mit dem Lyrics-Schmöker bewaffnet und gespitzten Ohren, aufmerksam der Platte beizuwohnen... So schnell allerdings, wie z.B. eben der direkte Vorgänger oder aber auch spätere 60er-Jahre-Werke, wie etwa BRINGING IT ALL BACK HOME, HIGHWAY 61 REVISITED, BLONDE ON BLONDE oder auch NASHVILLE SKYLINE erschließt sich vorliegendes Produkt - selbst dem treuen Dylan-Freund - nicht, würde ich meinen.

Inhaltlich jedenfalls ist THE TIMES THEY'RE A-CHANGING über jeden Zweifel erhaben, melodiös klingt es stellenweise etwas einfallslos und fad.

Als (deutschsprechender) Bob-Dylan-Verehrer würde ich dem Album schlussendlich 4 STERNE verleihen.

Ausdrucksstarke Protest-Poesie, anstatt dumpfem Parolengegröle - das ist die richtige Waffe, um Kriegstreiber - zumindest auf sprachlich-philosophischer Ebene - zu entwaffnen!

Für Fans jedenfalls ein Muss!
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am 28. Oktober 2002
"The times they are a-changin'" - diese Folk-Hymne ist gleichzeitig Opener und Titelsong des Nachfolgers von Dylan's wirklichem Debüt "The freewheelin' Bob Dylan", und es zeigen sich zwischen diesen beiden Klassikern einige Parallelen:
Es sind nur Bob's Gesang, seine Gitarre und die Mundharmonika zu hören; einige Liebslieder umrahmen den aus politisch engagierten, gesellschaftskritischen Songs bestehenden Stamm des Albums; die Songs sind sehr textbetont, nicht besonders melodiös, aber dennoch sehr eindrücklich und tiefgehend.
"The times they are a-changin'" wird von einer Athmosphäre getragen, die so düster ist, wie man sich es nur vorstellen kann.
Die Aufnahmen sind sehr leise gehalten; man muss seine volle Aufmerksamkeit auf die Lieder und vor allem die Texte richten, um diese Musik für sich zu erschließen und schätzen zu lernen.
Die lyrics sind ein Aufruf zum Protest gegen soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, Reaktion etc...sie beinhalten also ein großes Identifikationspotential; man könnte sie als eigene politische Statements übernehmen: "Ballad of Hollis Brown" erzählt die Geschichte eines verarmenden Bauerns, der letztendlich mit sich und der Welt abschließt und seine gesamte Familie ausradiert, "With god on our side" ist ein kurioser Rückblick auf die Weltgeschichte sowie ein Anti-Kriegs-Lied,
im "North country blues" erzählt Dylan in Lagerfeuerathmosphäre eine Lebensgeschichte eines armen Mannes, der sich mehr schlecht als recht durchschlagen muss, "Only a pawn in their game" handelt von dem Mord am schwarzen Bürgerrechtler Medgar Evers und ist zusätzlich ein Aufschrei gegen reaktionäre Machthaber, die Rassismus und Gewalt fördern, und der Höhepunkt der CD, "The lonesome death of Hattie Carrol", handelt von einem weiteren Mord, diesmal von einem grundlosen Lustmord durch einen Mann mit "Connections", der mit einer 6 monatigen Strafe davonkommt (wahre Begebenheit...in Amerika ist halt alles möglich).
Zwischendrin gibt's dann auch mal Abwechslung, z.B. "One too many mornings", ein wunderschöner, einfacher Song mit Gedankenlyrik; auch das Liebeslied "Boots of Spanish leather" ist wundervoll, musikalisch und textlich.
Bob Dylan ist mit "The times they are-achangin'" ein Rundumschlag gelungen, der seines Gleichen sucht: Puritanische musikalische Mittel reichen dem Meister aus Duluth/Minnessota zum Erstellen eines Albums, das alles hat: Weltklasse Texte mit politischem und auch ganz einfach gedanklichem Inhalt, tolle Melodien und eine dunkle, düstere Athmosphäre, die nachhaltig zum Nachdenken anregt.
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am 12. April 2009
1964 erscheint Bob Dylan's drittes Studio Album. Dem ersten Album fehlten bis auf zwei Ausnahmen die eigenen Dylan Lieder. Dem zweiten Album die aller letzte Perfektion. Auf The Timey They Are A-Changin' stimmt einfach alles. Und obwohl Bob Dylan bis heute Musik macht (und wirklich gute Musik macht) hat er meiner Meinung nach niemals wieder die Form erreicht die er damals hatte. Das Album ist satte 27 Jahre älter als ich und es lässt mich einfach nicht mehr los. Ich hatte bereits einige Dylan-Alben bevor ich mir "Times" zulegte. Ich habe auch eigentlich nicht besonders viel erwartet. Ein "normales" frühes Dylan Album eben. Nach dem ersten Mal hören ist mir abgesehen vom Titelsong nur der Song "The Lonesome Death Of Hattie Carroll" besonders aufgefallen. Der Song ist einfach unheimlich schön, traurig und einzigartig. Bis heute einer meiner absoluten Bob Dylan Favorite-Songs. Ansonsten sticht kein Song extrem deutlich heraus. Es ist einfach das Gesamtpacket dass stimmt. Es sind nicht einfach 10 Songs, sondern eher ein "Großes Ganzes an Musik". Harmonisch, stimmig, passend ... perfekt.
Die Texte sind scheinbar endlos lang, ernst und politisch. Ob "Only A Pawn In Their Game", "Boots Of Spanish Leather" oder "God On Our Side" ... jeder Song trifft einfach mitten ins Schwarze und ist auf den Punkt gebracht. Und dazu so unglaublich gesungen ... manchmal könnte man meinen es reisst einem die Gedärme heraus.
Und egal ob ich "Highway61 Revisited", "Blond On Blonde", "The Basement Tapes" oder was auch immer von Bob Dylan im Vergleich hole ... kein Album berührt, fasziniert und bewegt mehr als "The Times They Are A-Changin'". Für mich ist es eines der wichtigsten Alben überhaupt und sehr regelmäßig im CD Player.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen : Nobody Sings Dylan Like Dylan
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am 7. Dezember 1999
Vergleicht man das Cover-Photo von "The Times They Are A-Changin'" mit denen der vorhergehenden Dylan-Alben stellt sich unweigerlich die Frage: Wo ist der nette junge Mann von "Bob Dylan" hin oder der, der auf "The Freewheelin' Bob Dylan" Arm in Arm mit einer jungen Frau durch eine verschneite Straße läuft? Derjenige junge Mann, der hier zu sehen ist, der sieht jedenfalls eher zornig oder verdrossen aus. Und er möchte auch kein netter junger Mann sein. Auf keiner anderen Dylan-Platte ist Dylan so kritisch und so wenig humorvoll. "The Times They Are A-Changin'" verbreitet mit Ausnahme von "When The Ship Comes In" eine bedrückte, fast apokalyptische Stimmung und dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist zumindest der Titelsong zu einem der wichtigsten Protestlieder überhaupt geworden. Allerdings läßt diese Bekanntheit die anderen Lieder auf dem Album ungerechtfertigterweise in den Hintergrund treten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 17. Oktober 2010
Wenn es je einen Preis für das "trockenste" Album aller Zeiten geben sollte, dann würde ihn The Times they are a-changing ganz sicher einheimsen. Trocken und Ernst. Mindestens so ernst wie Bobs Blick auf dem Cover. Kein Schimmern der ätzenden Ironie, welche er auf seinen späteren Alben entdeckt und so puristisch arrangiert und instrumentiert wie irgendwie möglich. Der Stempel "Protestsänger" den er sich mit seinen Auftritten, seinem vorhergehenden, zweiten Album The Freewheelin' Bob Dylan und vorallem mit dem obligatorischen Blowing in the Wind eingebracht hat, trifft hier noch vollends zu. Das Album war binnen 6 Tagen eingespielt, was für Dylan damals eine relativ lange Zeit war (der Nachfolger Another Side of Bob Dylan entstand später 1964 in einer Nacht). Er war ja auch unabhängig, musste noch keine Band koordinieren. Demzufolge gibts auf dieser LP auch wirklich 100% Dylan - Stimme, Akustikgitarre und Mundharmonika. Auf einem der Outtakes der Sessions gibt es (veröffentlicht auf The Bootleg Series vol. 2) ein minimalistisches Piano in Paths of Victory zu hören - der einzige instrumentale Ausreisser aus diesem kargen Schema.

Im Titeltrack klampft sich Dylan durch den gefühlten Nachfolger von Blowing in the Wind - kein anderer Song dieses Albums wurde ähnlich populär und geht so plakativ ("plakativ" natürlich in Dylan-Maßstäben) an die Sache ran. Außerdem ist er der einzige, in dem er so etwas wie Gesang einbringt. Der Ear-Catcher des Albums sozusagen. Song Nr. 2 Ballad of Hollis Brown erzählt dann schon direkter die Geschichte einer verarmten Familie, deren Oberhaupt (Hollis Brown - ein ausnamsweise fiktiver Charakter) sein letztes Geld schließlich für 7 Schrotkugeln ausgibt. Schluck. Es gibt dann zwar auch weniger politische bzw. sozialkritische Songs auf der LP wie bspw. One too many Mornings, doch diese tonnenschwere Ernsthaftigkeit ist ständig präsent. Einige Kritiker bezeichneten es als geradezu "depremierendes Werk, welches man nur in kleineren Dosen zu sich nehmen sollte". Insgesamt könnte man über die musikalische Qualität sagen, dass sich für das nebenherhörende Ohr alles ziemlich ähnlich anhört. Bei Boots of Spanish Leather verwendet Dylan sogar dieselbe Melodie wie beim, nur 1 Jahr zuvor auf The Freewheelin' Bob Dylan erschienenen Hit (!) Girl from North Country. Er bedient sich bei jedem Song (außer eben bei Times they are a-changing) einer beiläufigen Art des Storytellings, trifft aber textlich immer den Punkt. Seine Gitarre spielt ständig neben der Stimme. Und für heutige Verhältnisse ist es ziemlich unglaublich, dass sich auf der ganzen Platte kein einziger Schlagzeugtakt befindet. Doch diese kühle Strenge und Kargheit in Verbindung mit den anklagenden Texten hat irgendwie auch seinen besonderen Reiz. Ausgestattet mit einem atemberaubenden Reimschema immer eine Spur neben dem Takt - Only a Pawn in their Game - auch so ein Texthammer, vorallem wenn man die Zusammenhänge dieser Geschichte über den ermordeten Bürgerrechtler Medgar Evers kennt (Wikipedia!). Überhaupt sollte man schon einiges Verständnis für die Ängste und Nöte dieser Zeit haben um zu begreifen, welche Sprengkraft eine solche Platte damals hatte. Dass ein Song wie With God on your Side dabei manchmal etwas (!) zu simpel und populitistisch gerät (was ihm natürlich nix von seiner Wahrheit nimmt) ist eben dem Geist der Zeit zuzuschreiben. Nur war es damals nicht nur ein kurzlebiger Modetrend, sich als Musiker gegen die Regierung zu äußern. Es sollte die letzte LP werden auf der Dylan mit derartig erhobenem Zeigefinger von sich weg (in alle möglichen Richtungen!) zeigt. Und wahrscheinlich auch die letzte, die die Folkies, die eingeschworene Protestgemeinde, zu 100% zufriedenstellen konnte.
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am 2. April 2008
Wer sich diese CD kauft, weiß wohl was ihn erwartet. Für mich sind es viele seiner schönsten Lieder aus seiner "Folk-Zeit".
Deshalb nur ein kurzes Fazit:
Viele sehr schöne "Folk-Lieder" in echt guter Qualität. Mit meinem Senheiser-Kopfhörer ist es so, als ob Bob neben mir sitzt :-)
Wer Bob Dylan (und seine Folk-Zeit) mag, der sollte sich das gute Stück für 9 Euro gönnen. Besser kann man 9 Euro nicht ausgeben ;-)
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am 7. Mai 2008
Dieses Album ist mein persoenlicher Favourit der Bob Dylan-Alben der 60er Jahre, ausserdem ist es in meinen Top 5 meiner Lieblings-Bob-Dylan-Alben. Das Album ist einfach perfekt! Sowohl lyrisch, als auch melodisch einfach erste Sahne! Unglaublich, wie viel man nur mit einer Akustikgitarre und einer Mundharmonika von Anfang bis Ende so brillieren kann! Kaufen!
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am 1. September 2014
...diesen Altmeister kritisieren, loben. Da ist nur die Geschmacksfrage angesagt. Man mag ihn, oder eben nicht, sei es textlich, oder wenn er so daher krächzt. Ich mag ihn...
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