Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Wunsch, quer durch die Zeit zu reisen, ist wirklich ein uralter Menschheitstraum. Einer, der nach wie vor leider -- oder sollte man sagen Gott sei Dank? -- unrealisierbar ist. Naja, nicht ganz. Denn dank der Fantasie gelang es den Menschen schon sehr früh, Zeit und Raum zunächst per Buch und später auch per Kino zu überwinden. Filme wie
Zurück in die Zukunft,
Austin Powers,
Time Cop,
Kate & Leopold und nun Simon Wells'
The Time Machine geben davon ein sehr lebendiges Zeugnis.
Moment, Wells? Bei dem Namen müsste es jetzt bei jedem Zeitreisenden laut klingeln. Und richtig gedacht. Dieser Mann hat einiges mit dem Verfasser eines der Klassiker der Science Fiction-Literatur, Die Zeitmaschine, zu tun. Schließlich ist Simon ja der Urenkel des großen H.G. Wells. Dessen Roman um einen jungen Akademiker, der eine Zeitmaschine erfindet, war bereits 1960 von George Pal äußerst würdig auf die Leinwand gebracht worden; nun versuchte sich nun der Urenkel Simon an einer Neuinterpretation. Natürlich hat Wells einige kleine, aber feine Veränderungen gegenüber dem Roman und der früheren Verfilmung vorgenommen. Hauptdarsteller Guy Pearce bastelt nun nicht mehr im viktorianischen London an seinem technischen Wunderding, sondern in New York. Etwas, das man zu Recht bedauern mag. Die einschneidenste Neuerung, die der Regisseur und sein Drehbuchautor John Logan an der Geschichte vorgenommen haben, betrifft jedoch die Motivation Alexander Hartdegens, seine Zeitmaschine einem umfassenden Test zu unterziehen. Zieht Rod Taylor 1960 noch aus rein wissenschaftlicher Neugier durch die Zeiten, versucht Guy Pearce zunächst einmal vergeblich, mit der Maschine das tragische Schicksal seiner Verlobten abzuwenden. Erst danach geht es immer weiter in die Zukunft, bis er schließlich mehr als 800.000 Jahre später bei den nun deutlich selbstständigeren Eloi und den aktiveren, interessanteren Morlock -- Wells hat sie in Jäger, Späher und Übermorlock Jeremy Irons aufgeteilt -- anlangt.
Da sich die Möglichkeiten der Tricktechnik innerhalb von 40 Jahren doch beträchtlich verbessert haben, klotzt Wells deutlich mehr als er kleckert. So engagierte er neben Komponist und Hans-Zimmer-Mitarbeiter Klaus Badelt für die Spezialeffekte fast alles, was in der SFX-Gemeinschaft Hollywoods Rang und Namen hat: Digital Domain -- die Trickschmiede von James Cameron -- Cinesite, Industrial Light & Magic -- die Gurus von George Lucas --, K.N.B-EFX Group, C.O.R.E Digital Pictures und die Stan Winston Studios, um The Time Machine optisch und emotional gegenüber dem Vorgänger in Szene zu setzen. Der getragene, bisweilen recht wuchtige Score unterstützt die opulente Optik perfekt und verleiht dem Film genau die faszinierende Note, die je nach Verlauf der Handlung zwischen Melancholie und Abenteuer hin und her wechselt. Ein Fazit: Den Puristen unter den Literaturfans und Anhängern der charmanten Erstverfilmung wird es vermutlich nicht gefallen, was Simon Wells da auf die Leinwand gebracht hat. Im Gegensatz zu George Pal setzt Simon Wells nämlich weniger auf philosphische nachdenkliche Aspekte, sondern bringt einiges mehr an Action ins Spiel. Fans optischer Leckerbissen kommen bei The Time Machine aber ganz sicher auf ihre Kosten. --Constanze Quanz
Video Jakob Kurzinhalt
Alexander Hartdegen ist Erfinder und versucht zu beweisen, das Zeitreisen möglich sind. Mit dem Mut der Verzweiflung testet er eine selbst konstruierte Zeitmaschine und landet nach Umwegen 800.000 Jahre später in der Zukunft. Dort ist die Menschheit aufgeteilt zwischen in der Unterwelt hausenden Morloks und den hedonistischen Elois.
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Auch wenn tonal "nur" ein GUT in Frage kommt, so reißt das gelungene Bonusmaterial hier die Bewertung nach oben. Eine ganze Schar Beteiligter spricht in zwei Audiokommentaren zur Produktion: Regisseur Simon Wells und der Editor, Produktionsdesigner Oliver Schall, sowie der SFX-Supervisor. Von allen gibt es professionelle Infos aus dem jeweiligen Fachgebiet. Vor allem der zweite Kommentar ist technisch orientiert und wissenswert für den Effekte-Freund. Weitere, wenn auch kurze Dokus (meist nur 5 Minuten) zu den Stunts, Spezial Effekten, Morloks-Design, Zeitmaschine werden sogar untertitelt und kommentiert. Ein gewichtiger Aufwand für uns Krauts. Die Untertitelung ist teils jedoch lückenhaft und unterschlägt ganze Halbsätze. Der Versuch, eine moderne Version von H.G. Wells' fantastischer Story zu schaffen, scheitert kläglich an der Wahl des Hauptdarstellers. Guy Pierce darf 90 Minuten lang mit permanent offenem Mund versuchen, seinem Gesicht eine gewisse Grundmimik einzuhauchen und scheitert dabei ebenso wie Steven Seagal in früheren Filmen. Erinnert man sich an die fabelhafte Darstellung von Rod Taylor im Original, drückt man wehmütig die Eject-Taste.
Bild: Die glasklare Scopeoptik läss keinen Wunsch an Schärfe, Kontrast offen. Bis in die hintersten Bänke bleibt alles scharf und in seiner korrekten Farbe erkennbar. Von Bildgrieseln oder digitalen Störenfrieden ist ebenfalls keine Spur zu sehen und auch die Farben spiegeln das gesamte Spektrum an Möglichkeiten einer DVD-Produktion wider. Einzig horizontale Schwenks in die Szenentiefe hinein ruckeln sanft (00.28.19).
Ton: Der Score von Klaus Badelt (Die letzte Festung) klingt ein wenig nach Star Trek und dominiert die ruhigeren Szenen klar. Hier ist eine spürbare Frontlastigkeit nicht zu verhehlen. In Actionmomenten kommen dann jedoch auch die Surroundkanäle zu ihrem Recht und beteiligen sich an einem fulminanten Hörspiel. Frequenzen unterhalb von 90hz bleiben etwas zurückhaltend, vor allem in der Musikwiedergabe. Stimmlich liegen die englische und die deutsche Tonspur etwa gleichauf und holen viel vom Volumen der Darsteller heraus. Auch in der Ortbarkeit gibt es nichts zu bemängeln. --movieman.de
VideoMarkt
Um seine verstorbene Geliebte wieder zu sehen, baut der junge Erfinder Alexander Hartdegen eine Zeitmaschine. Als ihm der Trip in die Vergangenheit misslingt, reist der Romantiker in die ferne Zukunft und muss feststellen, dass die Menschheit hier in zwei Lager gespalten ist: die Alien-ähnlichen Morlocks und die friedliebenden Eloi. Letztere leben zwar in ständiger Angst, von den Morlocks als Sklaven missbraucht oder gar verspeist zu werden, fügen sich aber widerstandslos in ihr Schicksal. Das aber kann und will Idealist Hartdegen nicht akzeptieren...
Video.de
Über 40 Jahre nach der Oscar-gekrönten Erstverfilmung von H.G. Wells' Meilenstein des Science-Fiction-Genres schuf nun dessen Urenkel Simon Wells ein Remake. Zeitgemäße Tricktechnik und das atemberaubende Set-Design lassen die werkgetreue Neuverfilmung zu einem Augenschmaus werden. "Memento"-Maniak Guy Pearce schlägt sich tapfer durch die etwas bieder geratene Story, der der Regie-Wagemut des Originals ein wenig abgeht. Trotz Mangel an kritischen Neuaspekten dürfte das Zukunftsmärchen jede Menge Sci-Fi-Fans ansprechen.
Blickpunkt: Film
Der junge Erfinder Alexander Hartdegen landet dank selbstgebastelter Zeitmaschine in der Zukunft. Dort ist die Menschheit in zwei Lager gespalten: die Alien-ähnlichen Morlocks unterdrücken die friedliebenden Eloi, die sich offenbar mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Hartdegen will dies aber nicht akzeptieren und ruft zum Kampf auf... Remake der Oscar-gekrönten Verfilmung von H.G. Wells Kultroman durch seinen Urenkel Simon Wells, angereichert mit zeitgemäßer Tricktechnik und atemberaubenden Set-Design.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Update des Science-Fiction-Klassikers von H. G. Wells als spannendes Abenteuerkino.
Kurzbeschreibung
Der ehrgeizige Wissenschaftler und Erfinder Alexander Hartdegen will beweisen, dass Zeitreisen möglich sind. Ein persönlicher Schicksalsschlag treibt ihn umso unerbittlicher an, seine Erfindung zu vollenden und in die Vergangenheit zu reisen, um dort dem Lauf der Dinge eine neue Wendung zu geben. Als er die von ihm konstruierte Zeitmaschine ausprobiert, wird Hartdegen 800.000 Jahre in die Zukunft katapultiert. Dort muss er entdecken, dass die Menschheit in zwei Lager gespalten ist: die Jäger - und die Gejagten...
Produktbeschreibungen
Der ehrgeizig Wissenschaftler und Erfinder Alexander Hartdegen (Guy Pearce) will beweisen, dass Zeitreisen möglich sind. Ein persönlicher Schicksalsschlag treibt ihn umso unerbittlicher an, seine Erfindung zu vollenden und in die Vergangenheit zu reisen, um dort dem Lauf der Dinge eine neue Wendung zu geben.
Als er die von ihm konstruierte Zeitmaschine ausprobiert, wird Hartdegen 800.000 Jahre in die Zukunft katapultiert. Dort muss er entdecken, dass die Menschheit in zwei Lager gespalten ist: die Jäger - und