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3,7 von 5 Sternen
The Thing
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72 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
>>> ZUM FILM <<<

1982 veröffentlichte John Carpenter das Remake des 50er Jahre Sci-Fi-Klassikers THE THING. Was heute oft vergessen wird: Der Film erntete zum Zeitpunkt seines Erscheinens wenig wohlwollende Kritiken (Carpenter könne nicht mit großen Budgets umgehen; viel Splatter und Horror aber wenig Atmosphäre,...) und war einer der großen finanziellen Flops des Jahres 1982. Heute hingegen gilt Carpenters einzigartiges Horrorwerk bei vielen Fans als dessen bester Film, als Kultfilm, als Genre-Klassiker - und ist somit eine Art heilige Kuh.

Da man sich an heiligen Kühen nicht vergehen darf, war war ich - seit den 80ern selbst ein Fan der Carpenter-Version - sehr skeptisch, als ich hörte, man würde ein Prequel zu THE THING drehen. Mit einem seltsamen Motivationsmix aus Neugier + Hoffnung auf einen guten Film + der Gewissheit, dass das Prequel inhaltlich scheitern müsse, habe ich den Film dann doch im Kino angeschaut - und habe den Kinosaal seinerzeit begeistert verlassen!

Meine Begeisterung begann mit den einleitenden Credits, deren Form der Buchstaben der Carpenter-Fassung entspricht. Und bereits in diesen ersten Szenen ist Ennio Morricones bekanntes Titelthema kurz zu hören. Kleine Effekte, große Wirkung. Es war angerichtet und meine Hoffnung auf einen guten Film stieg weiter. Dass sie im Laufe der folgenden 103 Minuten nicht enttäuscht wurde, lag daran, dass die Macher des Prequels offensichtlich große Fans des Carpenter-Films sind. Mit großer Sorgfalt haben sie die Vorgeschichte mit Sinn und Leben gefüllt und ziehen dabei mehr als nur einmal vor Carpenters Film den Hut.
Und wer behauptet, dass das Prequel den Carpenter-Film nur schlecht kopieren würde, der soll sich zumindest einmal die Frage stellen, wie er selbst das Prequel inhaltlich angelegt hätte. Denn die THE THING-Regeln waren durch Carpenters Version vorgegeben. Dem Prequel war somit, wenn es glaubwürdig und stimmig sein wollte, nur wenig inhaltlicher Freiraum gegeben. Und aus diesem Minimum an inhaltlicher Eigenständigkeit holt das Prequel ein Maximum an Story und Spannung heraus. Es zitiert gekonnt, statt einfach zu kopieren und beantwortet sogar Fragen, die in Carpenters THE THING bis heute nur schwer nachvollziehbar sind oder gar unlogisch erscheinen.

Die weitgehend unbekannten Darsteller machen ihre Sache durchweg gut und tragen dazu bei, dass die Story trotz ihrer Vorhersehbarkeit spannend bleibt. Ein Großteil des Casts besteht tatsächlich aus Norwegern. Jonas, der von Kristofer Hivju gespielt wird, ist dabei mein persönlicher, tragischer Favorit. Dass sich im 2011er-THING eine Frau als starker Charakter entpuppt, wäre auch im Jahr 1982 bereits möglich gewesen und wirkt glaubwürdig. Immerhin hatte Ridley Scott drei Jahre zuvor in ALIEN eine entsprechende Marke gesetzt.

Gegen Ende werden fast alle gelegten Storyfäden gekonnt zusammengeführt und nur die Videoaufnahmen der Norweger aus John Carpenters Film fügen sich nicht schlüssig ins Gesamtbild ein. Besonders die letzten Szenen machen Kennern des 1982er-Films großen Spaß.
Aha-Erlebnisse am laufenden Band und ein schönes Retro-Gefühl, dazu eine spannende Inszenierung mit weitgehend GELUNGENEN Special-Effects - was will man mehr? Richtig: In diesem Falle nichts! Meine Meinung: Das von vielen ungeliebte Prequel kann ohne weiteres neben der heiligen Kuh des Jahres 1982 bestehen.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
Für Sammler interessant: Das Steelbook mit dem geprägten THE THING-Titel macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Das FSK 16-Logo ist ablösbar

BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Das Bild hinterlässt einen zwispältigen Eindruck. In Tageslichtszenen knallt das strahlende Weiß des Eises dermaßen intensiv in die Augen, dass es schon beinahe schmerzt. Aber in den hellen Szenen ist das Bild stets scharf und auch feinste Details werden jederzeit gut wiedergegeben. In den zahlreichen dunklen Szenen werden die Grenzen des Transfers jedoch deutlich: Schwarzwert und Kontrast sind nicht optimal, so dass öfter Details im Dunkel verlorengehen. Die Schärfe ist jedoch den gesamten Film über sehr gut, so dass man insgesamt zwar nicht von einem überragenden, jedoch immer noch von einem sehr guten Bild sprechen kann.

TON (gehört mit 7.1 Set)
Für HD-Sound-Fans vermutlich bereits ein "no go": Der deutsche Ton liegt "nur" in DTS 5.1 vor, nur der englische Ton wird in DTS-HD Master Audio 5.1 dargeboten. Ich muss jedoch sagen, dass schon die deutsche Tonspur für sich genommen begeistern kann: In den actionreichen Szenen rummst und kracht es gewaltig, die Dynamik beeindruckt und der Subwoofer hat viel zu tun. Richtig begeisternd sind die zahlreichen Surroundeffekte, die so manche dunkle Szene mit unheimlichem Leben füllen und so für zusätzliche Atmosphäre sorgen.

EXTRAS
Disc 1: BLU-RAY + EXTRAS
- unveröffentlichte / erweiterte Szenen
- "THE THING entwickelt sich" (kurzes, jedoch sehr interesantes Making Of, sehr zu empfehlen!)
- "Feuer und Eis": sehr kurzer Einblick in das Zusammenspiel pyrotechnischer Effekte und Puppeneffekten
- Audiokommentar des Regisseurs Mathijs van Hejningen und Eric Newman (sehr interessant!)

Disc 2: Digital Copy des Films

>>> FAZIT <<<
THE THING des Jahres 2011 begeistert! Selbst Remake-kritische Filmliebhaber und Fans von John Carpenters THE THING dürfen einen Blick wagen, da das Prequel eigenständig neben dem Klassiker des Jahres 1982 bestehen kann. Diesem bricht dadurch übrigens kein Zacken aus seiner Krone. Und somit denke ich, dass beide Filme in Frieden nebeneinander existieren können.
Auch die Blu-Ray selbst kann überzeugen. Technisch zumindest auf der Höhe der Zeit, wissen vor allem das kurze Making-Of und der Audiokommentar zu gefallen.
Von mir gibts dafür die volle Wertung und eine klare Kaufempfehlung!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2012
Ich kenne die Original-Verfilmung aus den 50ern nicht. Carpenters Version befindet sich allerdings als DVD und BluRay in meinem Regal, fand schon des öfteren den Weg in den Player und zählt mit zu meinen Lieblingsfilmen.
Wie viele andere lese ich zu Produkten gerne die 4- und 5-Stern-Rezensionen und die Verrisse. Nachdem man in den Verrissen immer wieder von grottigen CGI-Effekten liest und man von Remakes bzw "Prequels" alter Filme so einiges an Ramsch gewöhnt ist, war ich doch recht skeptisch, was mich da erwarten würde. Trotzdem habe ich nun das Steelbook des Prequels hier im Regal stehen.

Das Setting des Films dürfte hinreichend bekannt sein. Die Story funktioniert, einige Sachen finde ich sogar besser / glaubhafter gelöst als in Carpenters Variante. Allerdings macht das Prequel auch keinen Hehl daraus, dass man Carpenters Film gerne als Inspiration genutzt hat, denn der wird hier und da erwartungsgemäß großzügig imitiert, sowohl in einigen Szenen als auch in den Charakteren, die sich auf der Forschungsbasis tummeln. Die Schauspieler machen ihre Sache durchweg anständig und der Film hat für mich einen guten "Fluß", nicht zu schnell und nicht zu dröge. Gerade in der ersten Hälfte kommt tatsächlich Atmosphäre und Spannung auf.
Ehrlich gesagt verstehe ich einfach nicht, wie man die Effekte in diesem Film ernsthaft als grottig bezeichnen kann. Wer das hier gebotene wirklich so schlimm findet, hat schlicht und ergreifend noch keine schlechten Effekte gesehen oder ist einfach vor Nostalgie völlig vernebelt und sucht Gründe, das Prequel in der Luft zerreißen zu können. Die Effekte setzen sicherlich keine neuen Maßstäbe, funktionieren aber meist recht gut. Einziges echtes Manko für mich: Der "wie zur Hölle haben die das hingekriegt?" Effekt, den die alten "echten" Effekte boten, fehlt bei CGI-Effekten natürlich komplett.
Natürlich hat der Film hier und da seine Macken. Die Anbindung an Carpenters Film könnte zum Beispiel besser sein und man fragt sich, warum überhaupt Amis auf eine norwegische Basis dürfen.

In Sachen Bild- und Tonqualität stellt die BluRay für mich gesundes Mittelmaß dar. Sicher keine Referenz, aber man hat schon viel schlechteres gesehen und gehört. (für Interessierte: Die O-Ton-Stimmen sind recht gut verständlich.)

Insgesamt kann ich tatsächlich sagen, dass ich mit diesem Prequel voll zufrieden bin... und das ist weit mehr als ich erwartet hatte.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Im Jahre 1982 legte Regisseur John Carpenter mit "The Thing - Das Ding aus einer anderen Welt" ein Remake (Das Original ist in s/w und stammt bereits aus den 50ern) hin, welches bei Horrorfans auch heute noch in aller Munde ist. Regie, Darsteller, Musik und die Effekte, alles vom Feinsten! Dementsprechend skeptisch war ich, als es darum ging, dass ein weiterer Teil in Planung sei, welcher die Vorgeschichte des Streifens beleuchten soll. Zudem kam, dass der Regisseur Matthijs van Hejinigen Jr. nun mal nicht wirklich ein Begriff ist, und die Fußstapfen von Onkel Carpenter für so jemanden in der Regel zu groß sind.
Mit viel Gespür für die Thematik und die Geschichte ging er aber an die Sache ran, und es hat sich wirklich gelohnt! Der Titel lautet abermals "The Thing", und die Story dreht sich hier um eine Forschertruppe, welche im ewigen Eis auf ein Raumschiff stößt. Schnell wird eine scheinbar tote Lebensform daraus geborgen, die sich bei genauerer Untersuchung aber erstaunlich lebensfreudig zeigt. Fortan heißt es nicht nur Überleben, sondern auch, das Wesen daran zu hindern in die Zivilisation zu entkommen, denn der scheinbar übermächtige Gegner kann sich in jede Lebensform transformieren, und macht sich daran die Besatzung der Station zu dezimieren.
Wer das Original kennt, erlebt hier keinerlei Überraschungen, was die Handlung angeht, aber eben darauf baut man hier auch auf. Die Darsteller sind bis auf Ulrich Thomsen ("Das Letzte Schweigen") und Joel Edgerton (zuletzt in "Warrior") eher unbekannt, machen ihre Sache aber wirklich gut. Die Effekte sind gegenüber den handgemachten Matschereien des Originals leider im CGI-Nachteil, dafür aber größtenteils wirklich nicht schlecht gemacht, und bieten einen Schauwert. Die Lücke zu Carpenters Werk wurde also ansehnlich geschlossen, und Fans des Sci-Fi-Horrors kommen anständig auf ihre Kosten!
Neben den üblichen Trailern bietet die Scheibe noch einige entfallene und erweiterte Szenen, eine Featurette, sowie einen Filmkommentar mit Regisseur und Produzent.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 24. März 2012
1982, Antarktis

Norwegische Forscher entdecken ein seltsames Signal dem sie auf den Grund gehen wollen.
Als sie direkt über dem Signal stehen brechen sie ein und finden sich in einer gewaltigen Höhle wieder wo sie auf ein Raumschiff stossen.

Ein paar Tage später wird die forensische Paläontologin Kate Lloyd, eine Amerikanerin, hinzugerufen um die Forschungen zu unterstützen, denn die Norweger haben inzwischen auch ein Wesen entdeckt das scheinbar das Raumschiff steuerte.
In einem Eisblock eingefroren wird das Ding in die Forschungsstation Thule verbracht und soll dort näher untersucht werden.
Nach einer Probenbohrung kann sich selbiges ein wenig später aber aus seinem eisigen Gefängnis befreien und der Albtraum beginnt.
Das Ding kann die Gestalt eines jeden von ihm getöteten kopieren und so bricht bald Paranoia und pure Angst aus.
Jeder könnte dem parasitären Monster schon zum Opfer gefallen sein.
Kate muss erkennen das es nicht nur darum geht zu Überleben sondern auch zu verhindern daß das Ding die Antarktis verlässt.

Die Darsteller, u.a. Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Ulrich Thomsen, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnouye-Agbaje und Trond Espen Seim, machen einen guten Job.
Die Dialoge sind okay, in dem Genre gibts schlechteres.
Die Story erinnert erwartungsgemäß an den genialen Carpenter-Kult-Klassiker das Ding aus einer anderen Welt, wobei die Klasse dieses Films zu keinem Zeitpunkt erreicht wird.
Die Effekte sind alles in allem erfrischend Oldschool, was daran liegt das die Macher auf Modelle zurückgegriffen haben und nicht alles mit CGI Effekten zugekleistert haben.
Ausserdem gibt es viele Übereinstimmungen mit dem Carpenter Film was ich sehr, sehr gut fand.
Der Soundtrack passend und an den Originalscore angelegt.

Dieses Prequel ist definitiv ein guter Griff.
Spannung, Atmosphäre, Darsteller und letztendlich auch die Ekel und Goreszenen sind stimmig und das ganze ist eine mehr als würdige Hommage an Carpenter's Das Ding aus einer anderen Welt.
The Thing ist alles in allem also ein echter Tipp für Fans des Carpenter Films und für Freunde des etwas deftigeren Horrors.
Empfehlenswert sind auch die Extras die Deutsch untertitelt sind.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Januar 2015
Es ist wichtig zu wissen, dass ich Filmen in Hinsicht auf logischer Handlung und Authentizität kritisch überstehe. Leider fallen da die meisten neueren Horrorfilme meistens gnadenlos durch. The Thing ist in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Trotzdem schlitterte der Film auf dem "Sternenmeter" die ganze Zeit zwischen 2-4 Sternen hin und her und blieb bei ner 3 stehen, was bei einem Horrorfilm keine schlechte Wertung ist auf meiner Skala.
Die Schauspieler waren überraschend gut und authentisch.
Die Effekte sind in den vergangenen knapp 30 Jahren natürlich besser geworden. Aber wie die seit moderner Computeranimation und 3D-Technik bestehende Weisheit besagt: Eine gute Animation macht noch keinen guten Film. Aber es hat einen guten Beigeschmack, dass die Animationen nicht billig aussahen, abgesehen vll von der Szene am Schiff.

Was aber trotzdem schlecht war ist die Einfallslosigkeit. Klar an vielen Stellen war man an den vorherigen Film gebunden. Trotzdem hätte man den Film besser machen können. Mein Credo wäre: Mehr erzählen und damit Spannung aufbauen, als billige Schocker (bei dem sich keiner unter 12 mehr richtig erschreckt) und Action.
Die Macher entschieden sich leider mehrheitlich für letzteres. Das muss nicht schlecht sein solange sie weitgehend ohne platte abgehalfterte Szenen (wie: das Auto spring nicht an, Abzug klemmt gerade jetzt etc..) auskommt, die darüber hinweghelfen sollen, dass dem Autor keine gute Überleitung/Erklärung eingefallen ist um den Film weiterlaufen zu lassen oder wenn es den Machern an Zeit fehlt und schnelle Entscheidungen her müssen (bei einem Film mit fast 2Std Laufzeit sollte das aber nicht der Fall sein). (Weiter Infos dazu s.u.)

OK. Das kann man streichen. Den Film bitte nicht nach dem erscheinen des ersten Namens im Abspann abschalten!!! (Des Weiteren knüpft der Film nicht ganz an den alten an. Wo bleiben denn die, die mit dem Hubschrauber den Schlittenhund verfolgen??????)

Alles in allem ist der Film eigentlich ok, aber nur unter der Hinsicht, dass es ein Horror ist. Ansonsten ist der wirklich kein Muss, außer man hat den Originalfilm aus den 80ern gesehen.

Weitere, genauere Kritikpunkte (Achtung! Hier könnte es stellenweise Spoilern) (Des weiteren schildert das mein Empfinden und meine Logik. Ich freue mich auf andere Eindrücke und sachliche Kritik in den Kommentaren)
Die Macher haben es fast komplett vergeigt den Film so zu gestalten, dass er interessante Infos liefert damit ein besseres Gesamtbild entsteht, wenn man beide Folgen vermengt. Am Anfang sah es noch danach aus, als man das Raumschiff gezeigt hat. Man hätte die Norweger das Ding ja einfach so im Eis finden lassen, aber nein! Es musste ein Raumschiff her. Leider wurde es gar nicht beachtet. Ich dachte man klettert rein und gewinnt neue Erkenntnisse. Das Schiff blieb aber bis zur letzten Szene unbeachtet, was dann aber die (Blech-)Krone diesem Film aufsetzt. Das Ding versucht zu fliehen und startet das Schiff. Und ALLES funktioniert. DAS macht aber die komplette Geschichte unhaltbar. Denn man hat versucht zu erklären, dass der einzige Reisende des Schiffes, das Ding, Rettung sucht bzw. aus einem anderen ähnlichen Beweggrund das Schiff verlassen hat und erfror. Nun das Schiff funktioniert. Das alles macht überhaupt keinen Sinn.

Weitere Plattitüden, unnatürliche und unlogische Verhaltensweisen (nicht alles, denn sooo langweilig und schlecht war der Film nicht, dass ich nebenher Anfing Notizen zu machen =) ):
-Man schickt 2-3er Trupps ohne Waffen um das Ding zu fangen, welches sich aus einem Eisblock befreite und dabei 3 Meter durch ein Decke sprang, die er zerstörte.
-(Auf die Frage ob man Geräte hätte um so einen Eisblock zu heben (ca. 2-3 Tonnen) sagt man, dass alles vor Ort sei. Ich hielt allein die Frage danach überraschend, da ich dachte, dass man das ausspart, weil man dazu wirklich größere Geräte bräuchte, die man in einer arktischen Station sicher nicht findet. Aber dann hat man die Szene, wo man den riesen Block aushebt, natürlich galant ausgelassen. Hätte ja auch unglaubwürdig ausgesehen, wenn ein Liebherr-Kran in der Antarktis steht und Eisblöcke aushebt.)
-Abzug am Flammenwerfer klemmt.
-Woher überhaupt Flammenwerfer an einer geologischen Forschungsstation?
-Das Ding ist sehr stark und sehr schnell und sehr genau. Tötet Menschen meistens sofort mit Stoß durch den Körper. Hmm... Nur bei den Hauptdarstellern ist es seeeehr langsam, läßt sich meeeeeeehr Zeit und wenn es doch in Angriffsnähe kommt (was bei den Hauptdarstellern im Gegensatz zu den "Normalos" immer unter 1m sein muss), dann stößt es sie nur um und nicht durch ihre Körper. Das alles ist sehr sehr einfach gemacht und platt.
-Glory for America. Kein Film ohne US-Amerikaner. Nicht mal dann wenn es sich um eine norwegische Forschungsstation mitten in der Antarktis handelt. Sie sind natürlich die Gewinner wissen alles etc. Wobei die Norweger mehr als nur Statistenrollen hatten, was dem Film gut zu schreiben ist.
-Es tut mir Leid aber ich muss es erwähnen: Der "Quoten-Schwarze" war, wie in fast jedem Horrorfilm auch hier dabei. Und wie in fast jedem Horrorfilm hatte er auch hier nicht viel zu sagen und hat oft die Anweisungen seines weißen Pilotenkollegen befolgt. Und NATÜRLICH stirbt er. Echt? Wie oft muss das noch sein? Kann man den nicht weglassen? Oder wenn man unbedingt einen Schwarzen dabei haben will, dann kann er nicht zumindest mal den coolen Erfahrenen spielen, der die Anweisungen gibt? Plattitüden-Index=100%
-Keine Untertiteln bei Amazon Prime. Somit entgehen vll wichtige Informationen. (Floss in die Filmbewertung nicht ein.)

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Story: Ein norwegisches Forscherteam findet durch einen Zufall bei einer Expedition in der Antarktis durch einen Sturz ein Raumschiff. Dabei finden die Forscher ein paar Meter weiter ein Wesen im Eis und holen sich die Paläontologien Kate Lloyd mit an Bord, damit Sie beginnen kann, das Wesen zu untersuchen. In der Forschungsstation angekommen mit dem Ding, bricht es nach kurzer Zeit und beginnt zu töten. Das dumme ist nur, dass das Wesen die Menschen kopieren kann und daher wird es schwierig zu erkennen, wer ist Freund und wer ist Feind.
Mir persönlich hat die Vorgeschichte sehr gut gefallen. Die Darsteller waren sehr überzeugend, die Effekte und die Soundeffekte überzeugen auf der gesamten Strecke! 4,5 Sterne

Das Bild: Dieses ist leider nur Mittelmaß. Schon am Anfang bekommt mit die Filmkörnung deutlich zu sehen und es taucht immer wieder Unschärfe auf. Dies ist vor allem in den dunklen Szenen sehr Schade, da man bei schnelleren Kamerabewegungen nichts mehr erkennt. Die Farben sind kräftig und stark. Der Kontrastwert ist in Ordnung. Daher leider nur 3 Sterne.

Der Ton: Dieser liegt in DTS 5.1 in Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch vor sowie in Englisch DTS-HD MA 5.1. Mich persönlich hat dieser auch nicht überzeugt. Die Mischung zwischen Dialogen und den Soundeffekten bei den Actionszenen ist eine Katastrophe. Die ganze Zeit muss man lauter und leiser stellen, damit man die Gespräche hört und nicht die Nachbarn mit dem Bass wieder aufweckt. Das habe ich bei anderen Actionfilmen schon besser gehört. Sonst ist die Dynamik bei den besagten Actionszenen großes Kino und die Geräusche der Kreatur kommen sehr gut zur Geltung! 4 Sterne

Die Extras: Die Extras sind alle HD und wir beginnen mit ein paar unveröffentlichte und erweiterte Szenen, die nicht sehr spannend sind. "THE THING entwickelt sich" ist ein gutes aber leider viel zu kurzes Making of, dass man sich unbedingt anschauen sollte. Das nächste ist "Feuer und Eis" und zeigt die Arbeit mit der ganzen Pyrotechnik und dem Monster. Dazu gibt es noch den Audiokommentar von Regisseur Matthijs van Heijningen und Produzent Eric Newman. Das Steelbook ist sehr schön geworden. Die Schrift von "The Thing" wurde in das Steelbook gestanzt. Dazu gibt es noch einen schönen Innendruck und die Digital Copy liegt auch dabei. 4 Sterne
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ein extrem kampfstarkes und mindestens ebenso widerliches extraterrestrisches Monster zerlegt die Crew eines Raumschiffs und bedient sich zur Reproduktion menschlicher Zwischenwirte. Mit diesem Stoff revolutionierte Ridley Scott in "Alien" 1979 das Science Fiction Kino gleich mehrfach - ganz besonders aber dadurch, dass der Held eine Frau war. Drei Jahre später hängte sich John Carpenter mit "The Thing" an die Idee dran, verfrachtete den Spielplatz vom Raumschiff auf fremden Planeten in eine Forschungsstation im antarktischen Eis und ließ ausschließlich Männer agieren.

2011 drehte ein in Ehrfurcht vor Carpenter schwelgendes Team unter dem Holländer Matthijs van Heijningen Jr. ein Prequel dazu. Den Höhepunkt der Kreativität bildete die Vergabe der Hauptrolle an eine Frau (Mary Elizabeth Winstead) - ansonsten wollte man vor allem die Carpenter-Freaks glücklich stimmen: Mit großem Aufwand wurde jedes Detail so gestaltet, dass der 30 Jahre ältere Film tatsächlich unmittelbar daran hätte anschließen können.

So konzentriert sich der Fortschritt auf die Ausgestaltungen der Monster. Das genau sollte auch der Grund sein, sich diesen Film anzuschauen. Denn hier wird ein Aufwand getrieben, der für einige Jahre sicher nicht zu toppen sein dürfte.

Wer also richtig deftige Body-Horror-, Splatter- und Ek*leffekte liebt, ist (wieder mal) in "The Thing" am rechten Ort. Vergleichende Kritik mit dem Carpenter-Film ist unangemessen, da das Vorbild ja nicht geleugnet wird. Und allzu einseitige Carpenter-Fans sollten daran denken, dass ihr Meister ja selbst bei Ridley Scotts "Alien" abgekleistert hat, dass sich die Balken biegen.

TECHNIK & KONFEKTION

Die 2011er Blu-ray von Universal bietet wie üblich Original-Länge (103 Minuten) und -Format (2.35:1). Bis auf wenige Einschränkungen ist die Bildqualität gut, Schärfe und Details oft sehr gut. Die Farben sind bewusst monoton gehalten, wirken aber natürlich. Bei einigen Aufnahmen erscheint der Schwarzwert durch Aufhellung etwas blass. Das Filmkorn wurde minimal gehalten. Die Rauschunterdrückung erfolgte übrigens - wie bei digital nachproduzierten Filmen nicht unüblich - bereits beim Postprozessing, so dass sich keine Unterschiede zwischen Kino und Blu-ray ergeben.

DTS 5.1-Tonspuren stehen in Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung, der englische Originalton kommt in DTS-HD Master Audio 5.1. Der Ton wirkt - vor allem anfangs - relativ zurückhaltend, entfaltet aber im Lauf der Entwicklung durchaus Druck und bietet eine teilweise ausgeprägte Räumlichkeit, die "gruselige" Details gerade auch im Hintergrund ständig präsent hält. Die Verständlichkeit blieb trotz großer Dynamiksprünge durchweg erhalten - das gilt natürlich nicht gerade, wenn ein Sturm tobt.

Untertitel stehen in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Kantonesisch und Mandarin zur Auswahl.

Extras: Audiokommentar, Unveröffentlichte und Erweiterte Szenen, The Thing entwickelt sich, Feuer und Eis, Pocket Blu für das SmartPhone, BD-Live. (Englisch, DD 2.0)

Der FSK-Aufkleber der Steelbox lässt sich rückstandslos entfernen, der Cover-Einleger der Plastikhülle kann gewendet werden.

FAZIT

Die Kritik war durchwachsen, und bei den Zuschauern dürfte das ebenso ausfallen: Wer mehr an Logik, Schauspiel und Story hängt, schaut sich besser nochmal Alien an - das kann man nicht besser machen. Wenn man aber schön gruselige Monster liebt, bekommt hier den Stand der Technik geboten.

Wer "Moderne" mag, könnte von der Musik von Marco Beltrami begeistert sein.

film-jury 4* A0928 © 8.4.2012eg ABR 343 Rezensionsexemplar Genre: Horror | Mystery | Sci-Fi | Thriller
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich weiss, ich weiss. Von weitem kann ich schon das Wehklagen und Gestöhne vieler Filmfans vernehmen, die den SciFi-Horror-Kultstreifen von 1982 vergöttern. "Nicht schon wieder ein Prequel zu einem zeitlosem Klassiker". "Abermals eine Vorgeschichte, die die Welt nicht braucht". "Schnell runtergekurbelte Neuauflage, der es an Originalität und Neuerungen fehlt".
Okay, ich will manch negative Äußerung zu "The Thing" (2011) nicht abschlagen, bestimmte Kernaussagen treffen ohne Frage zu. Das echte "Ding" von John Carpenters ist nicht zu toppen, auch nach 30 Jahren nicht. Und dennoch halte ich den Gedanken, die Ereignisse aus der Sicht der Norweger wieder zu geben, für absolut naheliegend, denn wie sich die Amerikaner zeitlich nach ihnen mit der extraterrestrischen Gefahr geschlagen haben, wissen wir bereits. Wie aber die Europäer all dies erlebt (aber nicht überlebt) haben, das fragte sich nicht nur MacReady alias Kurt Russel, sondern auch der Zuschauer.

Gebt euch also nicht der Hoffnung hin, einen gleichwertigen oder gar besseren Schocker sehen zu dürfen. Das wäre pures Wunschdenken. Die Handlung von "The Thing" ist mit der seiner "Fortsetzung" nahezu identisch, der Verlauf derselben fast 1:1 reproduzierbar. Wer den Carpenter-Film kennt (und davon gehe ich bei jedem, der sich dieses Prequel interessiert, stark aus), wird hier kaum mit neuen Überraschungen gefüttert.
Ich denke es war auch nicht das Verlangen von Regisseur Matthijs van Heijningen Jr., das Original in irgendeiner Weise übertrumpfen zu wollen. Vielmehr bekommt man den Eindruck, dass er insbesondere alten Fans einfach nur "mehr" von dem geben möchte, was sie an Carpenters Vorlage so lieben. Diesbezüglich macht er hier nichts falsch.
Das weite ewige Eis, die düstere Enge der Forschungsstation, das Isolationsgefühl, die Anspannung und das Misstrauen innerhalb der Gruppe, dazu noch die gut abgestimmten Spezialeffekte, die heute selbstredend aus dem Rechner kommen, aber fast keinen nennenswerten Unterschied zu den handgemachten Tricks vor drei Jahrzehnten sichtbar machen. Die deformierten Kreaturen sehen auch hier sehr detailliert-organisch und dementsprechend abstoßend aus, darum dürften speziell Anhänger von Body-Horror bestimmt Gefallen daran finden. Außerdem gibt es wieder den typischen "Thing"-Sound zu hören, der sowohl die unnatürlichen Alien-Schreie als auch das simple, trotzdem gänsehaut-fördernde Score-Thema von Ennio Morricone einschließt.

Die 2011-Version kann atmosphärisch also gut mithalten, und das ist schonmal ein sehr positiver und wichtiger Effekt. Die etwas schnellere Inszenierung und die vollständige Abwesenheit von Längen sprechen ebenfalls für den jüngeren Film. Die einzigen Stellen, an denen dieser dann doch deutlich dem Klassiker unterliegt, sind die Besetzung und der psychologische Konfliktfaktor. Die meisten Darsteller geben eine solide Leistung ab, am Ende fehlt aber doch jemand, der vom Schlage eines Kurt Russel erinnert. Dafür ist selbst Hauptdarstellerin Mary Elizabeth Winstead einfach nicht tough genug. Und man muss dazu sagen dass die Spannungsverhältnisse unter den Forschern nicht ganz so intensiv wirken wie beim 80er-Streifen.

Fazit:
Die Antarktis ist wieder ein Platz zum Frösteln, nicht nur der eisigen Temperaturen wegen. Fast pünktlich zum 30. Geburtstag des Carpenter-Meilensteins erfährt man endlich, was vorher geschehen musste, damit ein schießwütiger Norweger letztendlich Jagd auf einen flüchtenden, völlig harmlos scheinenden Huskie macht. "The Thing" vollbringt einen lückenlosen Übergang zum inhaltlichen Nachfolger und pickt viele Kleinigkeiten von diesem heraus, um diese zu ergänzen bzw. zu erklären. Den gleichen Kultstatus wird er niemals erreichen, doch als spannendes Horror-Kino mit hohem Ekelfaktor taugt es alle mal.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2015
Der Film an sich ist ein spannender und unterhaltsamer Scifi-Horrorstreifen mit ziemlich krassen Monstern, genau was ich mir erwartet habe. Allerdings ist er inhaltlich und filmisch ziemlich deckungsgleich mit dem Carpenter-Film von 1982, keine neuen Ideen. Spaß macht er trotzdem, wenn man sich gerade einfach mal nur von einem düsteren Monstergemetzel in der Arktis unterhalten lassen will. Absolut nervtötend ist aber der in diesem Amazon- Stream fehlende Untertitel für die vielen norwegischen Dialoge, die gerade am Anfang witzig und später wichtig für Handlung und Spannung sind (habe die DVD schon mal angeschaut). Deshalb Abwertung von 5 auf 3 Punkte.
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2012
Zugegeben, ich war skeptisch und wollte mir dieses Prequel zu einem SF - Horrorklassiker (der 1982 übrigens im Kino floppte)und Meisterwerk der Hochspannung eigentlich gar nicht zulegen. Ich habe es trotzdem getan, weil Carpenters Original einer meiner Lieblingsstreifen in diesem Genre ist und ich einfach neugierig war, wie sie die Vorgeschichte, die in Carpenters Version mehr als nur unheimlich angedeutet wird, nach nunmehr 30 Jahren erzählen würden.
Als ich mir damals (1982) Carpenters "The Thing"Das Ding aus einer anderen Welt (Uncut) alleine im Kino angesehen habe (ich war der einzige (!) Besucher bei der damaligen Vorführung), wäre ich vor Angst beinahe gestorben (gefühlt jedenfalls). Ich glaube, ich habe mich danach in einem Film nie wieder so gefürchtet, wie während dieser Vorstellung. Das blieb im Gedächtnis haften. Selten habe ich in einem Film eine hoffnungslosere Atmosphäre des Schreckens erlebt. Ein klaustrophobisches Versteckspiel ohne Entkommen. Wer ist infiziert? Ein Chaos der totalen Zerstörung der eigenen Person, körperlich wie psychisch. Jeder könnte der Nächste sein. Furchtbar und packend. Unheimlich.
Und natürlich habe auch ich mich gefragt, was wohl zuvor in der Forschungsstation der Norweger Schreckliches oder Ähnliches passiert sein muss. Es wurde ja damals nur angedeutet und die eigene Fantasie - durch nur wenige, furchterregende Eindrücke und Bilder angestachtelt - tat Ihr Übriges dazu. Aber das war auch ein Grund, warum ich lange gezögert habe, mir dieses Prequel anzusehen. Wird die Fantasie bestätigt, das Unheimliche durch die Verfilmung entzaubert?
Nein, wird sie nicht. Ich war wirklich positiv überrascht. Die Stimmung des Prequels passt von Anfang an, das Prequel kam mir beinahe wie eine Kriminalarbeit vor, die sich an den im Vorgänger gelegten Indizien und Fakten vorarbeitet. Der Schrecken ist meiner Meinung nach nicht mehr so greifbar wie bei Carpenters Original und die Atmosphäre weniger dicht, was daran liegen mag, dass man eben weiß, was einen erwartet. Es ist ja nicht neu, dennoch hochinteressant und spannend gemacht. Wunderbar fand ich die Idee, die Darstellerriege mit "echten" Norwegern (die norwegische Schauspielelite trat beinahe geschlossen an) anzureichern, sie in ihrer Originalsprache spielen zu lassen und passend zu untertiteln. Das ist klasse anzusehen und verleiht dem Prequel eine Authentizität, die der Atmosphäre sehr zu Gute kommt, denn sie machen ihre Sache wirklich sehr gut und glaubwürdig. Über den Verlauf der Handlung war ich dann doch etwas überrascht (insbesondere was die weibliche Hauptrolle anging, da blieb doch etwas offen, oder?)
Die Effekte - eine Mischung aus CGI, Stunts und mechanischen Puppen - waren passend, teilweise eklig oder abschreckend (wie im Vorgänger auch). Aber sie waren modern - nicht so bahnbrechend wie zur damaligen Zeit - aber für die heutige Zeit sehr gut.
Der Vorteil an diesem Prequel... man kann es auch ansehen, ohne den Vorgänger zu kennen (dann ist es wahrscheinlich noch etwas spannender).
Dennoch fand ich die vielen Anspielungen und Details auf das Werk aus dem Jahre 1982 gelungen. Auch die Übergänge sind toll gemacht (... Aha Effekte).
Man merkt dem Film an, dass er von Menschen gemacht wurde, die Carpenters Meisterstück verehren. Sie haben ihre Sache hervorragend gemacht... Respekt, denn das war keine leichte Arbeit.
Die DVD Box und die Ausstattung sind gut. Bild und Ton erwartungsgemäß gut. An Extras gibt es zusätzliche Szenen, ein wirklich schönes "Making Of" mit Interviews und etwas über die Stunts und Trickeffekte zu bestaunen.

Fazit:
Spannend, interessant und sehenswert für alle Fans des klassischen SF - Horrors. Zu empfehlen für alle, die den Film von 1982 mochten und auch für jene, die Carpenters Film noch nicht gesehen haben (dies aber dann schleunigst nachholen sollten)... meine Empfehlung... erst Carpenter gucken... dann erst das Prequel, auch wenn Carpenters Film nahtlos anschließt. Ich gebe 5 Sterne, obwohl Carpenters Film m.E. stärker ist, weil es eine tolle Leistung ist, diese Vorgeschichte so spannend zu erzählen, ohne die Wirkung des Vorgängers zu verwässern.
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