Dies ist meine zweite CD mit Musik von Marco Beltrami.
Ich muss gestehen, er ist mir bisher nicht sonderlich positiv aufgefallen (soll heißen, seine Musik ist mir in keinem Film so aufgefallen, dass ich unbedingt die CD dazu haben musste). Und dies obwohl er ein Schüler von Jerry Goldsmith war, meinem absoluten Lieblingskomponisten. Er war der Grund dafür, dass ich 1984 begann leidenschaftlich Filmmusik zu sammeln!
So war ich auch nicht sonderlich euphorisch, als ich erfuhr, dass Beltrami "The Thing" vertonen würde. Aber gut, es hätte schlimmer kommen können. Man stelle sich nur einmal vor, einer der vielen Hans-Zimmer-Clone hätte den Auftrag bekommen. Dann hätte das ganze geklungen ... na ja, wie eben fast alles heutzutage.
Was Beltrami geschaffen hat ist zwar auch nicht sonderlich innovativ, aber daran haben wir Filmmusik-Fans uns ja mittlerweile gewöhnt. Es gibt halt einfach keine wirklichen Meister mehr. Davon abgesehen gefällt mir seine Musik aber eigentlich ganz gut, da sie die Atmosphäre und die Ausweglosigkeit des Films gut transportiert.
Wenn man sie mit Ennio Morricones Score zum Film von 1982 vergleicht (und so ein Vergleich bleibt nun mal nicht aus) zieht sie aber den Kürzeren.
Morricone hat es damals geschafft eine wirklich apokalyptische Atmosphäre heraufzubeschwören, dass es wirklich unheimlich war. Was zu dem Film, der die Grundaussage hatte: das war's, die Menschheit hat nicht den Hauch einer Chance diese Bedrohung aus dem All zu überleben, natürlich auf den Punkt passte.
Da störte es auch nicht, dass von den 10 auf der CD befindlichen Tracks nur 5 im Film auch vorkamen.
Ich habe mir diese CD direkt bei ihrem Erscheinen zu gelegt, das war gut einen Monat bevor der Film anlief. Ich hatte mir vorgenommen, ihn mir recht häufig anzuhören, um dann schon einen Bezug zu ihr zu haben wenn ich dann den Film zu ersten Mal sehen würde. So wie ich es in den 80ern auch immer gemacht habe, bei Filmen, die mir wichtig waren. Dies ist dann aber nicht passiert, aber ein paar Mal habe ich ihn mir vorher schon angehört.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Score schon einige Höhepunkte hat. Im Großen und Ganzen aber bleibt er weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und bietet den typischen Horror-Sound, der heute an der Tagesordnung ist.