Ganz ehrlich - jedesmal wenn ich BBC-Produktionen wie dieses sehe, ärgert mich nur eins. Warum gibt es keine deutschen Produktionen, die dem nahe kommen? Wir bekommen immer entweder Herz-Schmerz Schinken serviert (die ganzen Pilcher Verfilmungen oder dieses Frauenfilme, wo wir seit Jahren dieselben Schnuten, die so genannten Großen Frauen des Deutschen Fernsehens vorgesetzt bekommen.) Mit einem Wort ich bin es leid mir ewig diese glanzvollen BBC Produktionen für teueres Geld kaufen zu müssen, während im Fernsehen immer derselbe niveaulose Sermon läuft.
Ok, jetzt aber zu dieser wundervollen Bronte Verfilmung.
Helen schlägt die Warnungen ihrer Familie in den Wind und heiratet - zumindest standesgemäß - Arthur Huntington. Die Liebe bei Helen weicht jedoch bald blankem Entsetzen. Arthur tut genau das was der männliche Adel dieser Zeit oftmals tut: er säuft, spielt, jagd und schläft mit anderen Frauen. Zunächst hält Helen das aus, als aber Arthur immer häufiger ihren gemeinsamen Sohn mit in diesen Wirbel der Nutzlosigkeit hinein zieht, flieht sie mit ihrem Sohn nach Wildfell Hall. In der ländlichen Gemeinschaft versteckt, tritt sie als Witwe auf, denn, das Gesetz im viktorianischen England ist nicht auf ihrer Seite. Sie lernt den Bauern Gilbert kennen, der bei einem Unfall ihren Sohn rettet. Helen mag ihn, aber gibt sich spröde, denn in der Gemeinde beginnen die Menschen über die geheimnissvolle Frau zu reden und es wird immer schwieriger für Helen ihr Geheimniss zu wahren.
Eine grandiose Tara Fitzgerald als Helen - ein wundervoller Film.