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Produktinformation
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England, 1714. London has long been home to a secret war between the brilliant, enigmatic Master of the Mint and closet alchemist, Isaac Newton, and his archnemesis, the insidious counterfeiter Jack the Coiner. Hostilities are suddenly moving to a new and more volatile level as Half-Cocked Jack hatches a daring plan, aiming for the total corruption of Britain's newborn monetary system.
Enter Daniel Waterhouse: Aging Puritan and Natural Philosopher, Daniel has been on a long and harrowing quest to help mend the rift between adversarial geniuses. As Daniel combs city and country for clues to the identity of the blackguard who is attempting to blow up Natural Philosophers, political factions jockey for position while awaiting the impending death of the ailing queen, and the "holy grail" of alchemy, the key to life eternal, tantalizes and continues to elude Isaac Newton.
As Newton, Waterhouse, and Shaftoe each circle closer to the object of Daniel's quest, everything that was will be changed forever ...
This P.S. edition features an extra 16 pages of insights into the book, including author interviews, recommended reading, and more.
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Inhaltlich bringt Stephenson die hauptsächlich in Quicksilver begonnene Lebensgeschichte des Daniel Waterhouse zu einem runden Abschluss. Im Gegensatz zu den beiden Bänden vorher gibt es fast durchgängig nur eine Perspektive - die von Daniel Waterhouse - keine Wechsel und dadurch auch weitaus weniger Abwechslung als beispielsweise in Confusion. So dauert es dann auch verhältnismäßig lange, bis die Geschichte richtig in Fahrt kommt (ca. 140 Seiten); bis dahin wird dem Leser schwerpunktmäßig London geschildert. Viele Seiten beschreiben die Veränderungen über die Lebenszeit von D. Waterhouse, sowie seine Erinnerungen zu den Örtlichkeiten. Als sich die Story dann aber herauskristallisiert (und Jack Shaftoe in das Geschehen eingreift) ist sie fesselnd und unterhaltsam, ideenreich und überraschend, dynamisch und ausgefeilt, wie gewohnt.
Dennoch meine ich rückblickend, dass Stephenson von den Bällen, die er über 3000 Seiten in die Luft wirft, am Ende nicht mehr alle auffangen kann. Ich hätte mir einen ausgearbeiteteren Anschluss an Confusion gewünscht. Viele (vermeintliche) Schwerpunkte, wie beispielsweise die Crew der Minerva oder das Thema der Sklaverei, spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Einige Ereignisse und Handlungsstränge werden nicht aufgelöst oder zusammengeführt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass da noch 'mehr' hätte sein können; 'mehr' hätte erzählt, beendet und in einen Zusammenhang gebracht werden können.
Gewiss hat jeder Leser seine persönlichen Vorlieben und Schwerpunkte in der Fülle von Charakteren, Plots und Sub-Plots, Seitenhandlungen, Exkursionen und Abschweifungen. Was den Baroque Cylce bis dahin für mich so unterhaltsam gemacht hat, empfinde ich bei SotW als eine kleine Schwäche. Es ist die pure Masse an angesammeltem Material, die sich hier nur schwer in den Rahmen einer einzigen Handlung bringen lässt. Aus schriftstellerischer Perspektive war das im disjunkten Aufbau von Confusion leichter zu bewerkstelligen.
FAZIT: Stephenson hat sich die Latte mit den beiden ersten Teilen verdammt hoch gesetzt. Es ist keine Schande, dass er es nicht vollständig schafft, diesen hohen Erwartungen durchgängig gerecht zu werden. Keine Frage: Der Inhalt und Umfang, die Ideen und auch die Handlung in SotW reichen locker für zwei gute Bücher. Gemessen an Stephenson'schen Maßstäben allerdings, ist der dritte Teil des Baroque Cycle der Schwächste (daher 'eigentlich nur' 4,5 Sterne). SotW ist ohne Frage ein sehr gutes Buch - ein absolutes Muss für die Leser der ersten beiden Teile. Aber leider nicht der allübertreffende, grandiose Abschluss, auf den ich insgeheim hoffte.
Aber - vielleicht ist SotW nicht das Ende der Geschichte. Immerhin liegen noch ca. 200 Jahre zwischen diesem Buch und Cryptonomicon - viel Raum für Geschichte(n). Beispielsweise um die Entwicklung der Wissenschaften weiterzuerzählen oder den Computer zu erfinden. ;-)
Der Baroque Cylce als Gesamtwerk ist definitiv schon jetzt ein Klassiker!
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