Wie schafft man es (nach mittlerweile drei abwechslungsreichen Produktionen) ein interessantes, viertes Album zu erschaffen? Ganz einfach! Man pickt sich die leckersten Zutaten aus den vorherigen Kreationen heraus, und gießt das Ganze zu einem packenden Genre-Mix der Oberklasse zusammen!
Als erstes Beispiel der bunten Suppe geht hier 'Bricks' hervor, welches mit seiner ungebündelten Energie den Aufnahmebändern vom Erstling "The Unraveling" entsprungen sein könnte. Im Gegensatz dazu hätte 'Drones' auf dem Volldampfalbum "Revolutions Per Minute" sicher gute Chancen gehabt. Der Rest der Platte lehnt sich jedoch stilistisch sehr an den letzten Longplayer "Siren Song Of The Counter-Culture" an, welcher mit eingängigen Melodien überzeugen konnte. Trotzdem schaffen es die vier Musiker aber auch hier ihre klangvolle Leidenschaft sowie die extrem hohe Spielfreude auf die Songs zu projizieren.
Rise Against vollbringen es demzufolge mit "The Sufferer And The Witness" eindeutig ihre musikalischen Einflüsse auf den Punkt zu bringen. Dabei werden verschiedenste, stilistische Mittel aus den Sparten Punk, Hardcore und Rock zusammengetragen. Mit dieser Basis lässt man zugleich die gesamte Schaffensphase vom Beginn der Bandgeschichte bis zur heutigen Zeit Revue passieren. Mit 'Roadside' bekommt man zudem eine melancholische Ballade vorgesetzt, die trotz des Streichorchesters keineswegs kitschig klingt, sondern es vollführt dem Hörer eine Gänsehaut aufzudrängen.
Zusammenfassend kann also nur positives über dieses Album berichtet werden. Wenn die Band es schafft diese Steigerung beizubehalten und versucht, sich noch mehr über die Grenzen ihrer Musikrubriken hinauszulehnen, können wir schon jetzt auf die nächste Scheibe gespannt sein! Top!